Archiv für Oktober, 2010


Zehn Lehren, die Ibn Al-Mubarak uns gelehrt hat

‘Abdullah bin al-Mubarak war ein Gelehrter, der bekannt für die gleichzeitige Vereinigung zahlreicher Eigenschaften an Tugendhaftigkeit ist. In der Tat saßen seine Freunde und zählten all die guten Dinge auf, die Teil seines Charakters und seiner Persönlichkeit waren. Adh-Dhahabi berichtete, dass sie sagten: „Lasst uns, uns zusammen tun und die guten Eigenschaften aufzählen, die Ibn Al-Mubarak besitzt.“ So kam es, dass sie sie auflisteten: „Wissen, Fiqh, Literatur, Grammatik, Sprache, Zuhd, Redegewandtheit, Dichtung, das Gebet in der Nacht, Anbetung, Hajj, Jihad, Tapferkeit, Gespür, Stärke, das Schweigen über Dinge, die ihn nichts angehen, Gerechtigkeit und wenige Konflikte mit seinen Gefährten.“

Wenn man seine Lebensgeschichte liest, erkennt man dies ganz genau und man kann sich nicht anders helfen als kurze, jedoch bedeutende Lehren daraus abzuleiten, wie dieser Mann lebte:

1- Egal wie schlecht du über dich selbst denkst, du kannst immer besser werden
In „Tartib al-Madarik“ (1/159) erwähnte al-Qadi ‘Iyad, dass Ibn al-Mubarak über die Umstände befragt wurde, in denen er nach Wissen zu streben begann. Er antwortete: „Ich war ein Jugendlicher, der Wein trank und Musik und das Singen liebte, während ich mich mit diesen abscheulichen Taten beschäftigte. So versammelte ich mich mit einigen Freunde, in einem meiner Gärten, wo es süße Äpfel gab, und wir aßen und tranken, bis wir ohnmächtig wurden, da wir betrunken waren. Am Ende der Nacht wachte ich auf und hob Oud auf und begann zu singen:

Ist es nicht Zeit, dass du dich meiner erbarmst * Und wir lehnen uns gegen jene auf, die uns kritisieren?

Und ich war unfähig, die Worte so auszusprechen, wie ich es beabsichtigte. Als ich es noch einmal versuchte, begann der Oud zu mir zu sprechen, als wäre er eine Person, wobei er den folgenden Vers sagte:
Ist nicht für die Gläubigen die Zeit gekommen, ihre Herzen zu demütigen vor der Ermahnung Allahs … [Sura Al-Hadid (57) Ayah 16]So sagte ich: „Ja, oh mein Herr!“ Und ich warf den Oud weg, schüttete den Wein aus und meine Reue mit all ihren Gegebenheiten überkam mich durch die Gnade Allahs und ich wandte mich dem Wissen und der Anbetung zu.“

2- Du solltest dich häufig mit ehrbaren Menschen treffen
In „Sifat as-Safwah“ (2/323) erwähnte Ibn al-Jawzi: „Das Haus von Ibn al-Mubarak in Marw war riesig. Es umfasste 50 m². Es gab keine Person, die für ihr Wissen, ihre Anbetung, ihre Männlichkeit oder ihren hohen Status in Marw bekannt war, außer dass du sie in diesem Haus sehen konntest.“

3- Du solltest ein zuvorkommender Gast sein
In „Sifat as-Safwah“ (2/324) wurde überliefert, dass als an-Nadr bin Muhammads Sohn heiratete, er Ibn al-Mubarak einlud, „und als er ankam, stand Ibn al-Mubarak auf, um die Gäste zu bedienen. An-Nadr verließ ihn nicht und schwor, dass er ihn zum Verlassen auffordern würde, bis er sich schließlich hinsetzte.“

4- Du solltest den Armen spenden
In „Sifat as-Sahwah“ (2/327) erwähnt Ibn al-Jawzi, dass Ibn al-Mubarak „jedes Jahr für die Armen 100.000 Dirham spendete.“

5- Du solltest ausgeliehene Gegenstände immer an ihren Besitzer zurückgeben
In „Sifat as-Sahwah“ (2/329) sagte al-Hasan bin ‘Arafah, dass ‘Abdullah bin al-Mubarak ihm erzählte: „Ich lieh mir von jemandem in Sham einen Stift aus und ich hatte vor, es seinem Besitzer zurückzugeben. Als ich in Marw (Turkmenistan!) ankam, sah ich, dass ich ihn immer noch bei mir hatte. Abu ‘ali (al-Hasans Kunya), ich legte die gesamte Strecke nach Sham zurück, um den Stift seinem Besitzer zurückzugeben!“

6- Du solltest tapfer sein, und deine guten Taten verstecken
In „Sifat as-Safwah“ (2/329) sagte ‘Abdah bin Sulayman: „Wir waren mit ‘Abdullah bin al-Mubarak auf einem Feldzug im Land der Römer. Wir trafen auf den Feind und als die beiden Armeen aufeinander stießen, kam ein Mann von ihrer Seite hervor und forderte zu einem Duell auf. Einer unserer Männer ging zu ihm hinaus und duellierte mit ihm für eine Stunde, wobei jener ihn verletzte und schließlich tötete. Ein anderer kam hervor und jener tötete ihn. Er forderte zu einem weiteren Duell auf und ein weiterer Mann trat hervor. Sie duellierten für eine Stunde, jener verletzte ihn und tötete auch ihn. Die Menschen versammelten sich um diesen Mann und ich war unter ihnen, und ich sah, dass er sein Gesicht mit seinem Ärmel bedeckte. Ich zog am Ärmelende und riss ihn weg, um festzustellen, dass es sich um ‘Abdullah bin al-Mubarak handelte.“ In der Version, die von Adh-Dhahabi berichtet wurde, ließ er ihn schwören, seine Identität nicht preiszugeben bis zu dem Tag, an dem er stirbt.

7- Du solltest ein weiches Herz haben
In „Sifat as-Safwah“ (2/330) sagte al-Qasim bin Muhammad: „Wir waren mit Ibn al-Mubarak auf einer Reise und ich fragte mich immer: Was ist so besonders an diesem Mann, dass er so berühmt ist? Wenn er betete, taten wir es auch. Wenn er fastete, taten wir es auch. Wenn er kämpfte, taten wir es auch. Wenn er die Hajj vollzog, taten wir das auch.
Eines Nachts verbrachten wir die Nacht in einem Haus, während wir auf dem Weg nach Sham reisten. Die Lampe erlöschte und einige von uns wachten auf. Deshalb nahm er die Lampe nach draußen, um sie zu beleuchten, und blieb für eine Weile dort. Als er mit der Lampe zurück kam, erhaschte ich einen flüchtigen Blick von Ibn al-Mubaraks Gesicht und sah, dass sein Bart nass von seinen Tränen war. Ich sagte zu mir: „Diese Furcht vor Allah ist das, was diesen Mann besser als uns machte. Als die Lampe erlöschte und wir im Dunkeln waren, erinnerte er sich an den Tag der Auferstehung.“

8- Du solltest freigebig gegenüber deinen Freunden sein
In „Sifat as-Safwah“ (2/329) sagte Isma’il bin ‘Ayyash: „Ich weiß von keiner einzigen guten Charaktereigenschaft, außer dass sie in ‘Abdullah bin al-Mubarak gelegt wurde. Meine Freunde erzählten mir, dass sie auf Reise mit ihm von Ägypten nach Makka waren und er ihnen khabis (ein süßes Teiggericht) servierte, während er die gesamte Reise über fastete.“

9- Du solltest dich nicht auf die Einflüsterungen des Teufels einlassen
In „Tartib al-Madarik“ (1/159) wurde berichtet, dass Ibn al-Mubarak die Waschung vollzog und der Teufel zu ihm kam und sagte: „Du hast nicht über diese Stelle deines Körpers gestrichen.“ Ibn al-Mubarak sagte: „Tat ich.“ Der Teufel sagte: „Nein hast du nicht.“ So erwiderte Ibn al-Mubarak: „Du bist derjenige, der die Behauptung aufstellt und deshalb musst du den Beweis bringen, um die Behauptung zu stützen.“

10- Du solltest aufrichtig für die Menschen beten, damit sie den Islam annehmen
In „Tartib al-Madarik“ (1/162) wurde berichtet, dass al-Hasan bin ‘Isa bin Sirjis bei Ibn al-Mubarak eintrat und er war ein Christ. Ibn al-Mubarak fragte, wer er sei und ihm wurde gesagt: „Er ist ein Christ.“ So sagte Ibn al-Mubarak: „Oh Allah, gewähre ihm den Islam.“ Allah erhörte sein Bittgebet und al-Hasan wurde ein ausgezeichneter Muslim und er reiste, um nach Wissen zu suchen und wurde einer der Gelehrten dieser Ummah.

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Women Scholars of Hadith
Dr. Muhammad Zubayr Siddiqi

History records few scholarly enterprises, at least before modern times, in which women have played an important and active role side by side with men. The science of hadith forms an outstanding exception in this respect.

Islam, as a religion which (unlike Christianity) refused to attribute gender to the Godhead,1 and never appointed a male priestly elite to serve as an intermediary between creature and Creator, started life with the assurance that while men and women are equipped by nature for complementary rather than identical roles, no spiritual superiority inheres in the masculine principle.2 As a result, the Muslim community was happy to entrust matters of equal worth in God’s sight. Only this can explain why, uniquely among the classical Western religions, Islam produced a large number of outstanding female scholars, on whose testimony and sound judgment much of the edifice of Islam depends.

Since Islam’s earliest days, women had been taking a prominent part in the preservation and cultivation of hadith, and this function continued down the centuries. At every period in Muslim history, there lived numerous eminent women-traditionists, treated by their brethren with reverence and respect. Biographical notices on very large numbers of them are to be found in the biographical dictionaries.

During the lifetime of the Prophet, many women had been not only the instance for the evolution of many traditions, but had also been their transmitters to their sisters and brethren in faith.3 After the Prophet’s death, many women Companions, particularly his wives, were looked upon as vital custodians of knowledge, and were approached for instruction by the other Companions, to whom they readily dispensed the rich store which they had gathered in the Prophet’s company. The names of Hafsa, Umm Habiba, Maymuna, Umm Salama, and A’isha, are familiar to every student of hadith as being among its earliest and most distinguished transmitters.4 In particular, A’isha is one of the most important figures in the whole history of hadith literature – not only as one of the earliest reporters of the largest number of hadith, but also as one of their most careful interpreters.

In the period of the Successors, too, women held important positions as traditionists. Hafsa, the daughter of Ibn Sirin,5 Umm al-Darda the Younger (d.81/700), and ‚Amra bin ‚Abd al-Rahman, are only a few of the key women traditionists of this period. Umm al-Darda‘ was held by Iyas ibn Mu’awiya, an important traditionist of the time and a judge of undisputed ability and merit, to be superior to all the other traditionists of the period, including the celebrated masters of hadith like al-Hasan al-Basri and Ibn Sirin.6 ‚Amra was considered a great authority on traditions related by A’isha. Among her students, Abu Bakr ibn Hazm, the celebrated judge of Medina, was ordered by the caliph Umar ibn Abd al-Aziz to write down all the traditions known on her authority.7

After them, ‚Abida al-Madaniyya, ‚Abda bin Bishr, Umm Umar al-Thaqafiyya, Zaynab the granddaughter of Ali ibn Abd Allah ibn Abbas, Nafisa bint al-Hasan ibn Ziyad, Khadija Umm Muhammad, ‚Abda bint Abd al-Rahman, and many other members of the fair sex excelled in delivering public lectures on hadith. These devout women came from the most diverse backgrounds, indicating that neither class nor gender were obstacles to rising through the ranks of Islamic scholarship. For example, Abida, who started life as a slave owned by Muhammad ibn Yazid, learnt a large number of hadiths with the teachers in Median. She was given by her master to Habib Dahhun, the great traditionist of Spain, when he visited the holy city on this way to the Hajj. Dahhun was so impressed by her learning that he freed her, married her, and brought her to Andalusia. It is said that she related ten thousand traditions on the authority of her Medinan teachers.8

Zaynab bint Sulayman (d. 142/759), by contrast, was princess by birth. Her father was a cousin of al-Saffah, the founder of the Abbasid dynasty, and had been a governor of Basra, Oman and Bahrayn during the caliphate of al-Mansur.9 Zaynab, who received a fine education, acquired a mastery of hadith, gained a reputation as one of the most distinguished women traditionists of the time, and counted many important men among her pupils.10

This partnership of women with men in the cultivation of the Prophetic Tradition continued in the period when the great anthologies of hadith were compiled. A survey of the texts reveals that all the important compilers of traditions from the earliest period received many of them from women shuyukh: every major collection gives the names of many women as the immediate authorities of the author. And when these works had been compiled, the women traditionists themselves mastered them, and delivered lectures to large classes of pupils, to whom they would issue their own ijazas.

In the fourth century, we find Fatima bint Abd al-Rahman (d. 312/924), known as al-Sufiyya on account of her great piety; Fatima (granddaughter of Abu Daud of Sunan fame); Amat al-Wahid (d. 377/987), the daughter of distinguished jurist al-Muhamili; Umm al-Fath Amat as-Salam (d. 390/999), the daughter of the judge Abu Bakr Ahmad (d.350/961); Jumua bint Ahmad, and many other women, whose classes were always attended by reverential audiences.11

The Islamic tradition of female hadith scholarship continued in the fifth and sixth centuries of hijra. Fatima bin al-Hasan ibn Ali ibn al-Daqqaq al-Qushayri, was celebrated not only for her piety and her mastery of calligraphy, but also for her knowledge of hadith and the quality of the isnads she knew.12 Even more distinguished was Karima al-Marwaziyya (d.463/1070), who was considered the best authority on the Sahih of al-Bukhari in her own time. Abu Dharr of Herat, one of the leading scholars of the period, attached such great importance to her authority that he advised his students to study the Sahih under no one else, because of the quality of her scholarship. She thus figures as a central point in the transmission of this seminal text of Islam.13 As a matter of fact, writes Godziher, ‚her name occurs with extraordinary frequency of the ijazas for narrating the text of this book.’14 Among her students were al-Khatib al-Baghdadi15 and al-Humaydi (428/1036-488/1095).16

Aside from Karima, a number of other women traditionists ‚occupy an eminent place in the history of the transmission of the text of the Sahih.’17 Among these, one might mention in particular Fatima bint Muhammad (d.539/1144; Shuhda ‚the Writer‘ (d.574/1178), and Sitt al-Wuzara bint Umar (d.716/1316).18 Fatima narrated the book on the authority of the great traditionist Said al-Ayyar; she received from the hadith specialists the proud tittle of Musnida Isfahan (the great hadith authority of Isfahan). Shuhda was a famous calligrapher and a traditionist of great repute; the biographers describe her as ‚the calligrapher, the great authority on hadith, and the pride of womanhood.‘ Her great-grandfather had been a dealer in needles, and thus acquired the sobriquet ‚al-Ibri‘. But her father, Abu Nasr (d. 506/1112) had acquired a passion for hadith, and managed to study it with several masters of the subject.19 In obedience to the sunna, he gave his daughter a sound academic education, ensuring that she studied under many traditionists of accepted reputation.

She married Ali ibn Muhammad, an important figure with some literary interests, who later became a boon companion of the caliph al-Muqtadi, and founded a college and a Sufi lodge, which he endowed most generously. His wife, however, was better known: she gained her reputation in the field of hadith scholarship, and was noted for the quality of her isnads.20 Her lectures on Sahih al-Bukhari and other hadith collections were attended by large crowds of students; and on account of her great reputation, some people even falsely claimed to have been her disciples.21

Also known as an authority on Bukhari was Sitt al-Wuzara, who, besides her acclaimed mastery of Islamic law, was known as ‚the musnida of her time‘, and delivered lectures on the Sahih and other works in Damascus and Egypt. 22 Classes on the Sahih were likewise given by Umm al-Khayr Amat al-Khaliq (811/1408-911/1505), who is regarded as the last great hadith scholar of the Hijaz.23 Still another authority on Bukhari was A’isha bint Abd al-Hadi.24

Apart from these women, who seem to have specialized in the great Sahih of Imam al-Bukhari, there were others, whose expertise was centered on other texts. Umm al-Khayr Fatima bint Ali (d.532/1137), and Fatima al-Shahrazuriyya, delivered lectures on the Sahih of Muslim.25 Fatima al-Jawzdaniyya (d.524/1129) narrated to her students the three Mu’jams of al-Tabarani.26 Zaynab of Harran (d.68/1289), whose lectures attracted a large crowd of students, taught them the Musnad of Ahmad ibn Hanbal, the largest known collection of hadiths.27 Juwayriya bint Umar (d.783/1381), and Zaynab bint Ahmad ibn Umar (d.722/1322), who had travelled widely in pursuit of hadith and delivered lectures in Egypt as well as Medina, narrated to her students the collections of al-Darimi and Abd ibn Humayd; and we are told that students travelled from far and wide to attend her discourses.28 Zaynab bint Ahmad (d.740/1339), usually known as Bint al-Kamal, acquired ‚a camel load‘ of diplomas; she delivered lectures on the Musnad of Abu Hanifa, the Shamail of al-Tirmidhi, and the Sharh Ma’ani al-Athar of al-Tahawi, the last of which she read with another woman traditionist, Ajiba bin Abu Bakr (d.740/1339).29 ‚On her authority is based,‘ says Goldziher, ‚the authenticity of the Gotha codex … in the same isnad a large number of learned women are cited who had occupied themselves with this work.“30 With her, and various other women, the great traveller Ibn Battuta studied traditions during his stay at Damascus.31 The famous historian of Damascus, Ibn Asakir, who tells us that he had studied under more than 1,200 men and 80 women, obtained the ijaza of Zaynab bint Abd al-Rahman for the Muwatta of Imam Malik.32 Jalal al-Din al-Suyuti studied the Risala of Imam Shafii with Hajar bint Muhammad.33 Afif al-Din Junayd, a traditionist of the ninth century AH, read the Sunan of al-Darimi with Fatima bin Ahmad ibn Qasim.34

Other important traditionists included Zaynab bint al-Sha’ri (d.524/615-1129/1218). She studied hadith under several important traditionists, and in turn lectured to many students – some of who gained great repute – including Ibn Khallikan, author of the well-known biographical dictionary Wafayat al-Ayan.35 Another was Karima the Syrian (d.641/1218), described by the biographers as the greatest authority on hadith in Syria of her day. She delivered lectures on many works of hadith on the authority of numerous teachers.36

In his work al-Durar al-Karima,37 Ibn Hajar gives short biographical notices of about 170 prominent women of the eighth century, most of whom are traditionists, and under many of whom the author himself had studied.38 Some of these women were acknowledged as the best traditionists of the period. For instance, Juwayriya bint Ahmad, to whom we have already referred, studied a range of works on traditions, under scholars both male and female, who taught at the great colleges of the time, and then proceeded to give famous lectures on the Islamic disciplines. ‚Some of my own teachers,‘ says Ibn Hajar, ‚and many of my contemporaries, attended her discourses.’39 A’isha bin Abd al-Hadi (723-816), also mentioned above, who for a considerable time was one of Ibn Hajar’s teachers, was considered to be the finest traditionist of her time, and many students undertook long journeys in order to sit at her feet and study the truths of religion.40 Sitt al-Arab (d.760-1358) had been the teacher of the well-known traditionist al-Iraqi (d.742/1341), and of many others who derived a good proportion of their knowledge from her.41 Daqiqa bint Murshid (d.746/1345), another celebrated woman traditionist, received instruction from a whole range of other woman.

Information on women traditionists of the ninth century is given in a work by Muhammad ibn Abd al-Rahman al-Sakhawi (830-897/1427-1489), called al-Daw al-Lami, which is a biographical dictionary of eminent persons of the ninth century.42 A further source is the Mu’jam al-Shuyukh of Abd al-Aziz ibn Umar ibn Fahd (812-871/1409-1466), compiled in 861 AH and devoted to the biographical notices of more than 1,100 of the author’s teachers, including over 130 women scholars under whom he had studied.43 Some of these women were acclaimed as among the most precise and scholarly traditionists of their time, and trained many of the great scholars of the following generation. Umm Hani Maryam (778-871/1376-1466), for instance, learnt the Qur’an by heart when still a child, acquired all the Islamic sciences then being taught, including theology, law, history, and grammar, and then travelled to pursue hadith with the best traditionists of her time in Cairo and Mecca. She was also celebrated for her mastery of calligraphy, her command of the Arabic language, and her natural aptitude in poetry, as also her strict observance of the duties of religion (she performed the hajj no fewer than thirteen times). Her son, who became a noted scholar of the tenth century, showed the greatest veneration for her, and constantly waited on her towards the end of her life. She pursued an intensive program of learning in the great college of Cairo, giving ijazas to many scholars, Ibn Fahd himself studied several technical works on hadith under her.44

Her Syrian contemporary, Bai Khatun (d.864/1459), having studied traditions with Abu Bakr al-Mizzi and numerous other traditionalists, and having secured the ijazas of a large number of masters of hadith, both men and women, delivered lectures on the subject in Syria and Cairo. We are told that she took especial delight in teaching.45 A’isha bin Ibrahim (760/1358-842/1438), known in academic circles as Ibnat al-Sharaihi, also studied traditions in Damascus and Cairo (and elsewhere), and delivered lectures which eminent scholars of the day spared no efforts to attend.46 Umm al-Khayr Saida of Mecca (d.850/1446) received instruction in hadith from numerous traditionists in different cities, gaining an equally enviable reputation as a scholar.47

So far as may be gathered from the sources, the involvement of women in hadith scholarships, and in the Islamic disciplines generally, seems to have declined considerably from the tenth century of the hijra. Books such as al-Nur al-Safir of al-Aydarus, the Khulasat al-Akhbar of al-Muhibbi, and the al-Suluh al-Wabila of Muhammad ibn Abd Allah (which are biographical dictionaries of eminent persons of the tenth, eleventh and twelfth centuries of the hijra respectively) contain the names of barely a dozen eminent women traditionists. But it would be wrong to conclude from this that after the tenth century, women lost interest in the subject. Some women traditionists, who gained good reputations in the ninth century, lived well into the tenth, and continued their services to the sunna. Asma bint Kamal al-Din (d.904/1498) wielded great influence with the sultans and their officials, to whom she often made recommendations – which, we are told, they always accepted. She lectured on hadith, and trained women in various Islamic sciences.48 A’isha bint Muhammad (d.906/1500), who married the famous judge Muslih al-Din, taught traditions to many students, and was appointed professor at the Salihiyya College in Damascus.49 Fatima bint Yusuf of Aleppo (870/1465-925/1519), was known as one of the excellent scholars of her time.50 Umm al-Khayr granted an ijaza to a pilgrim at Mecca in the year 938/1531.51

The last woman traditionist of the first rank who is known to us was Fatima al-Fudayliya, also known as al-Shaykha al-Fudayliya. She was born before the end of the twelfth Islamic century, and soon excelled in the art of calligraphy and the various Islamic sciences. She had a special interest in hadith, read a good deal on the subject, received the diplomas of a good many scholars, and acquired a reputation as an important traditionist in her own right. Towards the end of her life, she settled at Mecca, where she founded a rich public library. In the Holy City she was attended by many eminent traditionists, who attended her lectures and received certificates from her. Among them, one could mention in particular Shaykh Umar al-Hanafi and Shaykh Muhammad Sali. She died in 1247/1831.52

Throughout the history of feminine scholarship in Islam it is clear that the women involved did not confine their study to a personal interest in traditions, or to the private coaching of a few individuals, but took their seats as students as well as teachers in pubic educational institutions, side by side with their brothers in faith. The colophons of many manuscripts show them both as students attending large general classes, and also as teachers, delivering regular courses of lectures. For instance, the certificate on folios 238-40 of the al-Mashikhat ma al-Tarikh of Ibn al-Bukhari, shows that numerous women attended a regular course of eleven lectures which was delivered before a class consisting of more than five hundred students in the Umar Mosque at Damascus in the year 687/1288. Another certificate, on folio 40 of the same manuscript, shows that many female students, whose names are specified, attended another course of six lectures on the book, which was delivered by Ibn al-Sayrafi to a class of more than two hundred students at Aleppo in the year 736/1336. And on folio 250, we discover that a famous woman traditionist, Umm Abd Allah, delivered a course of five lectures on the book to a mixed class of more than fifty students, at Damascus in the year 837/1433.53

Various notes on the manuscript of the Kitab al-Kifaya of al-Khatib al-Baghdadi, and of a collection of various treatises on hadith, show Ni’ma bin Ali, Umm Ahmad Zaynab bint al-Makki, and other women traditionists delivering lectures on these two books, sometimes independently, and sometimes jointly with male traditionists, in major colleges such as the Aziziyya Madrasa, and the Diyaiyya Madrasa, to regular classes of students. Some of these lectures were attended by Ahmad, son of the famous general Salah al-Din.54

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The above article originally appeared as Chapter 6, pp. 142-153, in Hadith Literature: Its Origin, Development, Special Features & Criticism by Dr. Muhammad Zubayr Siddiqi (Sir Ashutosh Professor of Islamic Culture, Calcutta University; published by Calcutta University, 1961). A revised edition is now available, rearranged and modified under the title, Hadith Literature: Its Origins, Development & Special Features published by Islamic Texts Society (Cambridge, 1993). The original edition is out of print.

Footnotes:

Maura O’Neill, Women Speaking, Women Listening (Maryknoll, 1990CE), 31: „Muslims do not use a masculine God as either a conscious or unconscious tool in the construction of gender roles.“
For a general overview of the question of women’s status in Islam, see M. Boisers, L’Humanisme de l’Islam (3rd. ed., Paris, 1985CE), 104-10.
al-Khatib, Sunna, 53-4, 69-70.
See above, 18, 21.
Ibn Sa’d, VIII, 355.
Suyuti, Tadrib, 215.
Ibn Sa’d, VIII, 353.
Maqqari, Nafh, II, 96.
Wustenfeld, Genealogische Tabellen, 403.
al-Khatib al-Baghdadi, Tarikh Baghdad, XIV, 434f.
Ibid., XIV, 441-44.
Ibn al-Imad, Shsadharat al-Dhahah fi Akhbar man Dhahah (Cairo, 1351), V, 48; Ibn Khallikan, no. 413.
Maqqari, Nafh, I, 876; cited in Goldziher, Muslim Studies, II, 366.
Goldziher, Muslim Studies, II, 366. „It is in fact very common in the ijaza of the transmission of the Bukhari text to find as middle member of the long chain the name of Karima al-Marwaziyya,“ (ibid.).
Yaqut, Mu’jam al-Udaba‘, I, 247.
COPL, V/i, 98f.
Goldziher, Muslim Studies, II, 366.
Ibn al-Imad, IV, 123. Sitt al-Wuzara‘ was also an eminent jurist. She was once invited to Cairo to give her fatwa on a subject that had perplexed the jurists there.
Ibn al-Athir, al-Kamil (Cairo, 1301), X, 346.
Ibn Khallikan, no. 295.
Goldziher, Muslim Studies, II, 367.
Ibn al-Imad, VI. 40.
Ibid., VIII, 14.
Ibn Salim, al-Imdad (Hyderabad, 1327), 36.
Ibn al-Imad, IV, 100.
Ibn Salim, 16.
Ibid., 28f.
Ibn al-Imad, VI 56.
ibid., 126; Ibn Salim, 14, 18; al-Umari, Qitf al-Thamar (Hyderabad, 1328), 73.
Goldziher, Muslim Studies, II, 407.
Ibn Battuta, Rihla, 253.
Yaqut, Mu’jam al-Buldan, V, 140f.
Yaqut, Mu’jam al-Udaba, 17f.
COPL, V/i, 175f.
Ibn Khallikan, no.250.
Ibn al-Imad, V, 212, 404.
Various manuscripts of this work have been preserved in libraries, and it has been published in Hyderabad in 1348-50. Volume VI of Ibn al-Imad’s Shadharat al-Dhahab, a large biographical dictionary of prominent Muslim scholars from the first to the tenth centuries of the hijra, is largely based on this work.
Goldziher, accustomed to the exclusively male environment of nineteenth-century European universities, was taken aback by the scene depicted by Ibn Hajar. Cf. Goldziher, Muslim Studies, II, 367: „When reading the great biographical work of Ibn Hajar al-Asqalani on the scholars of the eighth century, we may marvel at the number of women to whom the author has to dedicate articles.“
Ibn Hajar, al-Durar al-Karima fi Ayan al-Mi’a al-Thamina (Hyderabad, 1348-50), I, no. 1472.
Ibn al-Imad, VIII, 120f.
Ibind., VI, 208. We are told that al-Iraqi (the best know authority on the hadiths of Ghazali’s Ihya Ulum al-Din) ensured that his son also studied under her.
A summary by Abd al-Salam and Umar ibn al-Shamma‘ exists (C. Brockelmann, Geschichte der arabischen Litteratur, second ed. (Leiden, 1943-49CE), II, 34), and a defective manuscript of the work of the latter is preserved in the O.P. Library at Patna (COPL, XII, no.727).
Ibid.
Sakhawi, al-Saw al-Lami li-Ahl al-Qarn al-Tasi (Cairo, 1353-55), XII, no. 980.
Ibid., no. 58.
Ibid., no. 450.
Ibid., no. 901.
al-Aydarus, al-Nur al-Safir (Baghdad, 1353), 49.
Ibn Abi Tahir, see COPL, XII, no. 665ff.
Ibid.
Goldziher, Muslim Studies, II, 407.
al-Suhuh al-Wabila, see COPL, XII, no. 785.
COPL, V/ii, 54.
Ibid., V/ii, 155-9, 180-208. For some particularly instructive annotated manuscripts preserved at the Zahiriya Library at Damascus, see the article of Abd al-Aziz al-Maymani in al-Mabahith al-Ilmiyya (Hyderabad: Da’irat al-Ma’arif, 1358), 1-14.


Wie wichtig es ist, einen guten Schaykh zu haben
Von Shaykh al Ghaus al Azam Abdal Qadir al Jilani ra
Aus dem Futuh al Ghayb

Quran und Gebetskette

Ihr müsst hart arbeiten, um euch zu vergewissern, dass eure Herzen von der Tür zu Seiner Nähe zu Ihm nicht ausgeschlossen sind. Seid vernünftig! Ihr kommt nicht weiter! Ihr müsst die Gesellschft eines Scheichs suchen, der im Recht (hukm) und in Wissen (`ilm) um Allah (erhaben sei Seine Majestät) ausgebildet ist und er wird euch den Weg zu Ihm zeigen. Ohne den Erfolgreichen zu treffen [muflih], kann man nicht glücken. Wenn jemand nicht die Gesellschaft von Gelehrten sucht, die ihr Wissen in die Tat umsetzen [`ulama `ammâl], dann ist er wie ein eben aus dem Ei geschlüpftes Kücken, vom Hahn und Henne aufgegeben.

Sucht die Gefährtenschaft mit jenen, welche sich der Gefährtenschaft mit dem Herren der Wahrheit erfreuen, (erhaben sei Seine Majestät). Was jeder von euch tun sollte, wenn die Nacht schwarz geworden ist und die Menschen zu Bett gegangen sind und wenn ihre Stimmen leise geworden sind, ist aufzustehn, die rituelle Reinigung vorzunehmen [yatawaDDa.a], zwei Gebetseinheiten durchzuführen [yusalli rak`atain] und zu sagen: „Oh Herr, führe mich zu einem Deiner gerechten Diener in Deiner Nähe, sodass er mich zu Dir führe und mich mit dem [geistigen] Weg vertraut mache.“ Das Instrument [sabab] ist notwendig. Allah (erhaben sei Seine Majestät) war ganz und gar fähig [Seine Diener] zu ihm zu führen ohne die Propheten [anbiyâ.]
Seid vernünftig! Ihr kommt [so] nicht weiter! Wacht von eurer achtlosen Verrücktheit auf!

Wie der Gesandte Allahs gesagt hat: Wenn jemand sich ganz auf sein subjektives Urteil verlässt, wird er irregehen.

Versucht jemanden zu finden, der für eure Religion [dîn] ein Spiegel sein kann, gerade als wenn ihr euch, euren Turban und euer Haar im Spiegel betrachtet. Seid vernünftig! Was ist das für eine verrückte Vernarrheit ! Ihr sagt: „Ich brauche niemanden, der mich unterrichtet,“ da sprach der Gesandte Allahs :
Der Gläubige ist des Gläubigen Spiegel [al-muminu miratu-l mumin]

Wenn der Glaube der Gläubigen gesund ist, wird er ein Spiegel für alle Geschöpfe. Sie werden ihre religiösen Angesichter [wujûh adyânihim] widergespiegelt sehen in seinem Sprechen, jedesmal wenn sie ihn sehen und ihm nahe kommen. Was soll diese Verrücktheit? Kein Augenblick vergeht, ohne dass ihr Allah (erhaben sei Seine Majestät) bittet, euch zu versorgen mit dem was ihr bereits habt an Essen, Trinken, Kleidung und mehr sexuellen Gelegenheiten und höherem Einkommen.fn1
Diese Dinge können aber gar nicht weniger oder mehr werden, auch wenn ihr alle eure Bittgebete zusammenfügtet von allen Bittenden, deren Bitten beantwortet werden. fn2

Ein Bittgebet [da`wa] kann weder jemandes Unterhalt um ein Atom vermehren, noch um ein einziges Atom verringern. Es ist ein bereits beschlossenes Maß [mafrugh minhu]. Ihr müsst (stattdessen) eure Aufmerksamkeit auf das richten, wozu ihr anbefohlen worden seid es zu tun und zu vermeiden was euch verboten worden ist. Ihr sollt euch nicht beunruhigen über das was euch sowieso zu steht (und was ihr sowieso bekommen werdet), denn Er garantiert euch ja, es euch zukommen zu lassen. Vorherbestimmmte Anteile [aqsâm] erreichen euch zu vorherbestimmten Zeiten, seien sie süß oder bitter, ob ihr sie mögt oder ob ihr sie verabscheut.

Die Leute (des Weges,arab. ahlul tariqa ) erlangen (so) einen Zustand , in dem sie kein Bittgebet [du`a] mehr machen oder Frage im Hilfe [suâl] stellen müssen. Sie bitten nicht mehr (in ihren Gebeten) um Vorteile zu erlangen, oder um sich Nachteile zu entledigen. Ihr Bittgebet wird stattdessen zu einer Angelegenheit, die ihre Herzen betrifft, machmal für sie selber und manchmal für alle Geschöpfe, so sie sprechen ihr Bittgebet aus ohne Vorbedacht [fi ghaiba].

Oh Allah, schenke uns gute Handlungsweise in Deiner Gesellschaft unter allen Umständen!

[Wenn der Glaube (imân) eines Dieners gesund ist], so werden das Fasten [sawm], das Gebet [salât], das Sich (an Allah) Erinnern [dhikr], und alle Handlungen des Gehorsams [ta`ât] (wie) eine zweite Natur für ihn, vermischt mit seinem Fleisch und Blut. Dann wird er von Allah (Erhaben sei Seine Majestät) unter allen Umständen beschützt. Keinen Augenblick vergisst er das Hemmnis des Gesetzes [hukm], während er sich auf diesem Kurs befindet. Es (das Gesetz) wird für ihn wie ein Schiff in dem er sitzt, indem er über das Meer der Macht [qudra] des Herren fährt (Erhaben sei Seine Majestät). Er segelt weiter bis er das Ufer des Jenseits erreicht, welches das Ufer der Anmut und der Nähe (Allahs), sodass er manchmal in Gesellschaft der Geschöpfe und zu gewissen Zeiten in Gesellschaft des Schöpfers ist. Seine Arbeit und Anstrengung ist mit den Geschöpfen, seine Entspannung mit dem Schöpfer.

Fussnoten
fn1: [Das wurde geschrieben und war gerichtet an Menschen, die noch in einer traditionellen Gesellschaft lebten mit einem traditionellen, religiösen Weltbild]
fn2: [Es gibt eine Reihe von Kategorien von Gläubigen und Nicht-Gläubigen, deren Bitten um Allahs Gunst immer beantwortet werden.]


Aussagen der Salaf as Salihin
– besondere Vorbilder nach dem besten Vorbild Muhammad saws
für die Leute der Sunnah und der Gemeinschaft
sowie geistige Grundhaltung der Leute der Sufitums –

Das Buch Allahs

Vorwort :

Es gibt immer Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten ,
ob nun die Leute der Sunnah und der Gemeinschaft
die frommen Vorgänger (as salaf as saliheen ) achten und
ihr Wissen oder ihre Aussagen verbreiten .

Diese skurille bis hin zur paradoxen persönlichen Neigung wird von Orientalisten , Kharidschiten , Schiiten , Wahhabiten und Islamkritikern geteilt , weil man glaubt ,
dass es für einen Muslim einen Unterschied macht , ob man nun Salafi , Sufi oder Nurcu oder Schiit wäre . So ist diese Haltung & Neigung jenseits jeden Beweises und jeder Grundlage. Das ist ein modernistischer Denkfehler .

Vielen Spass beim Lesen .

Abu al-Darda ra schrieb
Salman al Farsiyy :“Komm (doch) ins Heilige Land“
Salman al Farsiyy ra schrieb zurück:
„Gewiss, das Land selber macht (noch lange)
nicht jemanden zum Heiligen;
es sind die Taten die jemanden rein machen.“
Al-Dhahabî, Siyar A’lâm Al-Nubalâ 1:549.

Imam Al-Shafiyy ra pflegte zu sagen:
„Ich habe noch nie jemanden gesehen,
der mehr falsches Zeugnis (LÜGEN) ablegt
als die RAFIDAH(Shia)!“[Minhaj Al-Sunnah Al-Nabawiyyah]

‘Umar ibn Al-Khattab radiyAllahu anhu sagte zu
Al-Ahnaf bin Qays radiyAllahu anhu:
„Oh Ahnaf, je mehr man lacht, umso weniger Ehre wird man besitzen.
Wer auch immer übermäßig scherzt, ist einePerson, die nicht ernst genommen wird.
Wer auch immer etwas häufig tut, wird danach bekannt sein.
Wer auch immer viel spricht, wird oft falsch liegen.
Je öfter man sich irrt, umso weniger Bescheidenheit wird man besitzen.
Wer auch immer einen niedrigen Rang an Bescheidenheit besitzt,
wird auch einen niedrigen Rang an Gottesfurcht besitzen,
und wenn jemand einen niedrigen Rang an Gottesfurcht besitzt,
dann stirbt sein Herz.“[Sifatus -Safwah]

Abu Hanifah (gestorben 150 n.H.) sagte:
“ Haltet fest an den Athar (Erzählungen)
und an der Tariqah (Weg) der Salaf
(frommen Vorgängern) und
hütet euch vor dem neu Erfundenem,
da alles von ihm eine Erneuerung ist.“
[berichtet von Imam Jalalud Din As-Suyuti ra
in Sawn al Mantaq wal Kalam, S.32]

Es wurde überliefert, dass Abu Al-Darda ra gesagt hat:
„Man wird nie gottesfürchtig (eine Person der Taqwa) sein,
bis man Wissen besitzt und
man wird nie mit seinem Wissen schön sein,
bis man dieses (Wissen) in die Tat umsetzt.“
Ibn Ábd Al-Barr,
Jâmi’ Bayân Al-’Ilm wa Fadlihî
Artikel 1239.

Al-Hasan ra sagte:
„Bitte Allah häufig um Vergebung. In deinem Zuhause,
an deiner Tafel (Tisch), auf den Straßen,
auf den Märkten, auf deinen Treffen, wo immer du bist.
Du weißt nie wann dir SEINE Vergebung gewährt wird!“
[Aus dem Werk: Die Reinigungder Seele(tazkiyyatul nafs )
– Sammlungen aus den Werken von Ibn Rajab al Hanbali,
Ibn al Qayym al Jawziyya und Abu Hamid al Ghazali]

Maulid an Nabiyy saws

Und ‚Abdullah Ibn al-Mubarak ra , der
berühmte Hadithgelehrte & Sufi
verzeichnete in az-Zuhd [S. 51],
dass Shaykh al-Hassan al-Basriyy ra sagte:
„Ich sah diese Menschen [die Salaf]
wie sie vorsichtiger mit ihrer Zeit
als mit ihren Dirhams und Dinar waren.“

Abdullah Ibn Masud ra sagte:
„Wir lernten niemals mehr als zehn Verse aus dem Qurān,
um dann zu stoppen, um ihre Bedeutung zu lernen
und sie in unserem Leben umzusetzen.“
[Einleitung Tafsir Ibn Kathir Band.1 Seite.13]

Shaykh al Zuhhad wal Dhakireen al Hasan al Basriyy
ra :„Wenn ein Diener in der Niederwerfung einschläft (aus Müdigkeit), „rühmt“ sich Allah mit ihm vor den Engeln und sagt: „Guckt euch Meinen Diener an, er widmet mir `Ibadaah während seine Seele mit mir ist und er in der Niederwerfung ist.“ (Al-Zuhd)

Grins Smiley

Shaykh Hasan al-Basriyy ra bemerkte:
„Einige Menschen behaupteten Allah zu lieben, so dass Allah sie mit dem Vers prüfte:
Sag: Wenn ihr Allah liebt, dann folgt mir. So liebt euch Allah…
[Tāfsīr Ibn Kathīr Band 2, S. 25.]

Es wird berichtet das Abu Bakr al Siddiq ra sagte:
„Eine der schwersten Sünden ist es,
wenn eine Person seine Sünden als gering ansieht.“
Abû Bakr Al-Daynûrî, Al-Mujâlasah wa Jawâhir Al-‘Ilm
article 2318.

Sünden

Es wurde berichtet das Sufyan ibn ‚Uyainah ra sagte:
„Die intelligente Person ist nicht die, die lediglich weiß was Gut und was Schlecht ist.
Die intelligente Person ist jene, die dem Guten folgt,
wenn sie es sieht und das Böse meidet wenn sie es sieht.
“Abû Nu’aym, Hilyah Al-Awliyâ Band.4 Seite.16

Es wurde berichet das Shaykh al Hasan al Basriyy ra sagte:
„Vier Zeichen der Erbärmlichkeit sind:
ein hartes Herz (zu haben),
trockene Augen (die nie weinen),
ausgedehnte Hoffnungen (über dieses Leben),
und Gier und Eifer um weltliche Güter anzuhäufen (Dunya)“
Ibn Abî Al-Dunyâ, Kitâb Al-Zuhd Abschnitt/Kapitel 36.

Wasser

Es wird berichtet, dass Sufyân ath Thawrii رحمه الله sagte:
„Wenn du ein Mann um Allahs Willen liebst und
er dann etwas in den Islam einführt (sprich eine Bida‘)
und ihn dafür nicht hasst,
so hast du ihn niemals [in Wahrheit] um Allahs Willen geliebt“
Abû Nu’aym, Hilyatu Al-Awliyâ` 7:34.

Es wird berichtet, dass Sufyân ath Thawriyy ra sagte:
„Vermögen ist eine Erkrankung dieser Ummah
, und der Gelehrte ist der Arzt dieser Ummah.
Wenn der Arzt diese Erkrankung selber hat,
wer wird dann die Menschen heilen?“
Al-Dhahabî, Siyar A’lâm Al-Nubalâ`, Band. 7 S.243.

Quranrezitationen

Es wird berichtet, dass Ibrahiim ibn Adham رحمه الله durch den Markt von Basrah ging. Leute versammelten sich um ihm und fragten:
„O Abu Ishaq, Allah der Allmächtige sagt in seinem Buch:“Ruft Mich an, so erhöre Ich euch.“ Aber wir haben ihn angerufen, für eine lange Zeit und Er (azza wa Jall) antwortet nicht auf unsere Gebete.“ Shaykh al Zuhhad Ibrâhîm b. Adham ra antwortete: „O ihr Menschen von Basra, eure Herzen sind verstoben im Bezug auf 10 Dinge:
1. Ihr kennt Allah! Doch ihr gibt Ihm (azza wa Jall) nicht sein Recht!
2. Ihr habt das Buch Allahs gelesen! Doch ihr handelt nicht danach!
3. Ihr behauptet den Gesandten Allahs zu lieben! Doch ihr habt seine Sunnah vernachlässigt!
4. Ihr behauptet Feinde des Shaytans (Satan)zu sein! Aber ihr folgt seinen Wegen!
5. Ihr sagt ihr liebt das Paradies! Aber ihr arbeitet nicht dafür!

6. Ihr sagt ihr fürchtet das Höllenfeuer! Aber ihr bringt euch näher zu ihm (durch Sünden)!
7. Ihr sagt das der Tod Wahrheit ist! Aber ihr bereitet euch nicht auf ihn vor!
8. Ihr beschäftigt euch mit Angelegenheiten anderer! Aber missachtet euch selbst!
9. Ihr konsumiert die Wohltaten Eures Herren! Und doch seid ihr für sie undankbar!
10. Ihr begrabt eure Toten! Aber ihr nehmt nicht die Lehre daraus!“
Abû Nu’aym, Hilyah Al-Awliyâ’ 8: 15, 16.

Es wird berichtet, dass Abdullah ibn ‚Umar ra sagte,
„Lernt Arabisch, weil es die Intelligenz stärkt und
jemandes edles Verhalten (al-mur û’ah) verbessert.“
Al-Bayhaqî, Shu’ab Al-Îmân
Band.4 Seite.187

Es wird berichtet, dass Abu al-Darda رضي الله عنه sagte:
Sei ein Gelehrter oder ein Lernender oder eine Person,
die die Gelehrten liebt.Oder ein Anhänger [der Gelehrten].
Aber sei nicht der fünfte.
Humayd (einer der Überlieferer) fragte Shaykh al Hasan Al-Basriyy,
(der dies von Abu al-Darda berichtete)
“ Und wer ist der fünfte? “
Er antwortete:“ Ein Ketzer (mubtadi‘, religiöser Erneuerer)“
Ibn ‚Abd Al-Barr,
Jami‘ Bayan Al-‚Ilm 1:142.

Es wird berichtet, dass ‚Abdullah ibn Abbas ra sagte:
„Ein Mann ist mit einer Gruppe von Menschen und
eine Frau geht vorbei. Er zeigt ihnen,
dass er seinen Blick senkt,
als er sie sah. Aber wenn er sieht,
dass sie nicht aufpassen sieht er sie an.
Wenn er befürchtet das sie es feststellen werden,
senkt er seinen Blick,
aber Allah sieht in seinem Herzen,
dass er sich wünscht ihren Körper zu sehen (private Bereiche).“
Hunâd b. Al-Sarî, Al-Zuhd Kapitel/Abschnitt 1428.

Es wird berichtet, dass Shaykh al Akhlaq al-Awzâ’î ra sagte:
„Folge den Überlieferungen [Wegen] von denjenigen,
die vorangegangen sind (die Salaf),
selbst wenn Leute dich zurückweisen;
und hüte dich vor den Meinungen von Leuten,
selbst wenn sie sie für dich verschönern.“
Al-Â jurr î, Kitâb Al-Sharîrah Band.1 Seite 138;
Ibn ‚Abd Al-Barr, Jâmi‘ Bayân Al-‚Ilm wa Fadlihi Band.3 Seite.373.

Abdurrahman bin Awf ra wurde einst etwas Essen gebracht, und er hatte gefastet. Er sagte:Mus’ab bin Umayr wurde getötet und er war besser als ich,
und er wurde mit einem Umhang/Mantel als Leichentuch begraben.
Wenn sein Kopf bedeckt war, so würden seine Beine unbedeckt sein
und wenn seine Beine bedeckt waren,
so würde sein Kopf unbedeckt bleiben.
Und Hamzah ra (der Onkel des Propheten Muhammad saws )
wurde getötet und er war besser als ich.
Dann, nach dieser Zeit wurde uns gegeben,
was uns an weltlichem Wohlstand gegeben wurde,
und wir fürchteten, dass (der Lohn) unserer guten Taten für uns
(in diesem Leben) beschleunigt wurde.
Dann fing er an zu weinen, so sehr,
dass er sein Essen verlies.
Al-Bukhârî, Al-Sahîh Hadith 1275

Es wird berichtet, dass Makhûl ra sagte:
„Die Leute mit den weichsten Herzen sind diejenigen,
mit den wenigsten Sünden.“
Abu Nu’aym,
Hilyah Al-Awliya
Band 2 Seite 344.

Es wird berichtet, dass Awn b. Abdillah az Zahid wal Faqih ra
sagte:“Sitzt mit den Reumütigen(tawabiin),
denn sie sind die,
die weichsten Herzen haben.“
Abu Nu’aym,
Hilyah Al-Awliya
Band 2 Seite 192.

Sufyan Ath-Thawriyy as Sufi wa az Zahid al Muhaddith sagte:
„Behandle die Ahl-us-Sunnah freundlich,
denn wahrlich sie sind Fremde (Ghuraba).“
Kashf-ul-Qurbah fi wasfi Hali Ahlil-Ghurbah –
Imam Zaynud Din Ibn Rajab Al-Hanbaliyy
Al-Laalika’i-Sharh Usul ‚Itiqad Ahl-us-Sunnah (1/64)
Al-‚Aql- Mafhum Ahl-as-Sunnah wal-Jamaa’ah (S. 85)


As Salamu alaykum wr wb , Frieden , Ergebenheit , Segen & Licht erfülle die Herzen derer ,
welche auf dem Weg der Wahrheit zur Wahrheit gelangen ,

Mein neuer Blog richtet sich vor allem an Nichtmuslime & Neumuslime ,
mit den entsprechenden Fragestellungen & Antworten ausgestattet .
Dort wird es um die speziellen Probleme & Lösungen inscha Allah

Dieser Blog wird sehr intensiv sich mit den Tiefen des Islams beschäftigen ,
inscha Allah wird es einen weiteren Blog geben , welcher inscha Allah sich
„Darul Qadiriyya ( Haus der Qadiriyya )“ nennen wird , welcher die Unterrichtsreihen schriftlich wiedergeben wird .

ws


As Salamu Alaykum wa Rahmetullahi wa Barakatuhu,

eine Debatte zwischen zweien, welche ich euch nicht vorenthalten möchte:

Aus Usul al Wusul von Muhammad Zaki Ibrahim, Ibn Kathir, Ibn al Athir und anderen Autoren von Biographien wurde uns diese authentische historische Debatte überliefert. Es vermittelt einen Eindruck über die Ethik in der Debatte zwischen Gelehrten. Es dokumentiert die Kontroverse zwischen einer wichtigen Persönlichkeit des Tasawwuf Shaykh Ahmad Ibn Ata‘ Allah al-Iskandari und einer ebenso wichtigen muslimischen Persönlichkeit Shaykh Ahmad Ibn `Abd al-Halim Ibn Taymiyya während der mamlukischen Ära in Ägypten unter der Herrschaft des Sultan Muhammad ibn Qalawun, genannt al Malik al Nasir.

Shaykh Ibn Taymiyya war in Alexandria inhaftiert gewesen. Als der Sultan im Pardon gewährte, ging er zurück nach Kairo. Zur Zeit des Abendgebets ging er zu al Azhar Moschee, in welcher Salat al Maghrib von Shaykh Ahmad Ibn `Ata Allah al-Iskandari geleitet wurde. Nach dem Gebet war Ibn `Ata Allah überrascht zu entdecken, dass Ibn Taymiyya hinter ihm gebetet hatte. Ihn mit einem Lächeln grüßend, der Sufi Shaykh hieß Ibn Taymiyya zu seiner Ankunft in Kairo mit as-Salamu alaykum willkommen. Dann begann Ibn `Ata‘ Allah sich mit dem gelehrten Besucher zu unterhalten.

Ibn `Ata‘ Allah: „Normalerweise bete das Abendgebet in der Moschee von Imam Husayn und das Nachtgebet hier. Aber sieh wie die göttliche Fügung es einrichtet! Allah hat festgelegt, dass ich der erste bin der dich grüßen soll. Sage mir oh Faqih, gibst du mir die Schuld an dem was passiert ist?“

Ibn Taymiyya: „Ich weiß das du nicht die Absicht hattest mich zu verletzen, aber unsere Meinungsverschiedenheiten sind immer noch da. In jedem Fall, wer auch immer mich in irgend einer Weise verletzt hat, von diesem Tag an spreche ich in von jeglicher Schuld an dieser Angelegenheit frei.“

Ibn `Ata‘ Allah: „Was weißt du über mich, Shaykh Ibn Taymiyya?“

Ibn Taymiyya: „Ich kenne dich als einen Mann von unbedingter Tugendhaftigkeit, außerordentlich gelehrt, von Integrität und Wahrhaftigkeit in der Rede. Ich bezeuge, dass ich niemanden gesehen habe, weder in Ägypten oder Syrien, der Allah mehr liebt als du, sich Ihm mehr hingibt, oder der größeren Gehorsam hat im Ausführen von dem, was Er befohlen hat, und Fernhalten von dem, was Er verboten hat. Trotzdem haben wir unsere Unterschiede. Was weißt du über mich? Behauptest du das ich fehlgeleitet bin, wenn ich das Anrufen von jemand anderen als Allah um Hilfe für ungültig erkläre –istighatha-?“

Ibn `Ata‘ Allah: „Sicherlich, mein geehrter Freund, weißt du das istighatha -das Anrufen um Hilfe-, dasselbe ist wie Tawassul und nach Fürbitte zu fragen -Shafa`a- und das der Gesandte, derjenige ist dessen Hilfe ersucht wird, weil wir durch ihn unseren Weg suchen und er derjenige ist dessen Fürsprache wir ersuchen.“

Ibn Taymiyya: „In dieser Angelegenheit folge ich dem was die prophetische Sunna in der Shari`a festgelegt hat. Da in einer authentischen Hadith überliefert ist: „Mir wurde die Macht der Shafa`a gegeben.“ Ebenfalls habe ich die Aussagen zu dem qur´anischen Vers gesammelt, „Es kann sein, dass dein Herr dich zu einer erhabenen Position erheben wird.“ (17:79), mit dem Ergebnis das die erhabene Position die Shafa`a darstellt. Darüber hinaus, als die Mutter des Amir al Muminin `Ali starb, das der Prophet an ihrem Grab zu Allah betete und sagte: „Oh Allah, welcher lebt und niemals stirbt, der Leben schenkt und den Tod gibt, vergib die Fehltaten von meiner Mutter Fatima bin Asad, mache ihren Platz weit in das sie hineintreten wird, durch meine Fürsprache, Deines Propheten, und den Propheten welche vor mir kamen. Denn Du bist der Gnadenvollste von denen die Gnade erweisen.“ Das ist die Fürsprache, welche dem Propheten gehört. Aber das Ersuchen von Hilfe durch jemand anderen als Allah, so gleicht es dem Götzendienst; der Prophet befahl seinem Cousin `Abd Allah ibn `Abbas nicht Hilfe zu suchen bei etwas anderem als Allah.“

Ibn `Ata‘ Allah: „Allah gebe dir Wohlstand, oh Faqih! Der Ratschlag den der Prophet seinem Cousin Ibn Abbas gab, so wollte er ihn nahe zu Allah bringen, und zwar nicht durch seine Verwandtschaft zu dem Propheten, sondern durch sein Wissen. In Bezug auf dein Verständnis von istighatha, so dass du das Ersuchen von Hilfe durch jemand anderen als Allah als Shirk ansiehst, frage ich dich: „Gibt es einen Muslim mit wahrem Glauben an Allah und an Seinen Propheten, der denkt das es jemanden außer Allah gibt, welcher die unabhängige Macht hätte über die Ereignisse, und der die Fähigkeit hat diese nach seinem Wunsch zu beeinflussen? Gibt es einen wahren Gläubigen, der glaubt, dass es jemand anderen gibt der ihn belohnen könnte für seine guten Taten, und ihn bestrafen könnte für seine Fehltaten, außer Allah?“

Dazu müssen wir berücksichtigen, dass es Ausdrücke gibt, welche nicht einfach in ihrer wörtlichen Bedeutung genommen werde dürfen. Das nicht aus Angst Allah etwas gleichzustellen und die Wege zum Shirk zu blockieren. Denn wer die Hilfe von Propheten ersucht, erbittet nur seine Macht der Fürsprache bei Allah. Genauso wie wenn man sagt: „Das Essen stillt meinen Appetit.“ Stillt dann das Essen selber deinen Appetit? Oder ist es nicht der Fall, dass Allah durch das Essen deinen Appetit stillt?

Und zu deinem Argument, dass Allah den Muslimen verboten hat, jemand anderen um Hilfe anzurufen außer Ihn, hast du schon mal einen Muslim gesehen der jemand anderen außer Allah anruft? Der Vers, den du vom Qur´an zitierst, wurde wegen der Mushrikin offenbart, und wegen denen, die ihre falschen Götter anrufen und Allah ignorierten. Hingegen, der einzige Weg wie die Muslime die Hilfe des Propheten ersuchen, ist durch Tawassul, durch das Privileg, welches er von Allah erhalten hat -bi haqqihi `inda Allah- und tashaffu`, jene Fürsprache zu erbitten, durch das Privileg der Macht der Fürsprache, welche Allah ihm erwiesen hat.

Und zu deiner Aussage das istighatha, das Ersuchen von Hilfe in der Shari`a verboten ist, weil es zum Shirk leitet, wenn das der Fall wäre, dann müssten wir auch Weintrauben verbieten, da durch sie Wein hergestellt werden kann, und die nicht verheirateten Männer kastrieren, um in dieser Welt nicht eine Möglichkeit für Zina zu lassen.“

Bei dem letzten Kommentar mussten beide Shaykhs lachen.

Ibn `Ata Allah fuhr fort: „Ich bin mit der umfassenden und vorrausschauenden Madhhab von deinem Shaykh Imam Ahmad wohl vertraut, und weiß auch von der Vollständigkeit deiner eigenen Rechtstheorie, und um das Prinzip des Sadd al-dhara’i`, die Möglichkeiten des Schlechten zu blockieren. Genauso kenne ich die Verpflichtung, welche ein Mann von deiner Befähigung im islamischen Recht und deiner Integrität, empfinden muss. Ebenfalls erkenne ich, dass dein Sprachwissen es verlangt, das die du verborgenen Bedeutungen von Wörtern, welche sich oft hinter der offensichtlichen Bedeutung des Wortes verbergen, kennen musst. Für die Sufis, ist die Bedeutung wie ein Geist, und die Wörter selber sind wie der Körper. Man muss tief in den Körper des Wortes eindringen um die tiefere Realität des Geistes des Wortes zu erfahren.

Jetzt hast du eine Grundlage für deine Rechtsprechung gegen Ibn `Arabi in Fusus al-hikam gefunden. Ein Text, der von seinen Feinden entstellt wurde, nicht nur mit Sachen, die er niemals gesagt hat, sondern mit Sachen, welche er noch nicht einmal sich vorstellen könnte zu sagen. Als Shaykh al-Islam al-`Izz ibn `Abd al-Salam verstand, was Shaykh Ibn `Arabi wirklich gesagt hatte und die wahren Bedeutungen seiner symbolischen Äußerungen verstand, fragte er Allah um Vergebung für seine vorherige Meinung über den Shaykh und bestätigte das Muhyiddin ibn `Arabi ein Imam des Islam war.

Und für die Aussage von al Shadhili gegen Ibn Arabi, solltest du wissen das Abu al-Hasan al-Shadhili nicht die Person ist, die das sagte, sondern einer der Studenten der Shadhiliyya. Des weiteren, als diese Aussage gemacht wurde, sprach dieser Student über einige Anhänger von Shadhili. So wurden seine Worte in einer Art verstanden, die er selber nicht beabsichtigt hatte.

Was denkst du über den Amir al Muminin, Sayyidina `Ali ibn Abi Talib, möge Allah mit im zufrieden sein?“

Ibn Taymiyya: „In einer Hadith sagt der Prophet. „Ich bin die Stadt des Wissens und `Ali ist das Tor.“ (schwache Hadith) Sayyidina `Ali ist der Mujahid, welcher niemals in die Schlacht zog, außer das er siegreich zurückkehrte. Welcher Gelehrte oder Jurist, der nach ihm kam, vollzog den Jihad fi sabili lillah, indem er die Zunge, den Stift und das Schwert gleichzeitig anwendete? Er war der talentierteste Gefährte des Propheten. Seine Worte sind eine scheinende Leuchte, welche mich Zeit meines Lebens erhellt hat, nach dem Qur´an und der Sunna. Wehe! Ich bin einer der immer zu wenig Proviant besitzt und lange geht meine Reise.“

Ibn `Ata‘ Allah: „Nun hat Imam `Ali irgend jemanden auf seiner Seite gefragt, eine Gruppierung zu sein? Denn diese Gruppierung hat behauptet das Jibril einen Fehler gemacht hat und die Offenbarung zu Muhammad gebracht hat, anstatt zu `Ali! Oder hat er ihnen gesagt, das Allah in seinen Körper eindrang, und das der Imam göttlich wurde? Oder bekämpfte er sie und tötete sie und gab eine Fatwa, das sie getötet werden sollen, wo immer man sie antreffe?“

Ibn Taymiyya: „Auf Grundlage eben dieser Fatwa, bekämpfte ich sie in den Bergen von Syrien für mehr als zehn Jahre.“

Ibn `Ata‘ Allah: „Und Imam Ahmad, Allah möge mit ihm zufrieden sein, stellte die Taten einiger seiner Anhänger in Frage, welche die Angewohnheit hatten auf Streife zu gehen, und die Weinbehälter aufzubrechen, und deren Inhalt auf den Boden zu gießen, Sängerinnen zu verprügeln, und die Leute in der Strasse zu attackieren. Das alles taten sie im Namen vom „zum Guten auffordern und das Schlechte zu verbieten.“ Aber Imam Ahmad hatte keine Fatwa gegeben, dass sie diese Menschen verurteilen und zurechtweisen sollten. Als Konsequenz wurden diese Anhänger von ihm ausgepeitscht, ins Gefängnis geworfen, und vorgeführt, auf die Rücken von Eseln gebunden.

Ist nun Imam Ahmad, Allah möge mit ihm zufrieden sein, selber verantwortlich für dieses schlechte Verhalten, welches die schlechtesten und brutalsten Hanbalis im Namen von „zum Guten auffordern und das Schlechte zu verbieten“ bis in unsere Tage fortsetzen?

All das gibt es dazu zu sagen, dass Shaykh Muhyiddin Ibn `Arabi unschuldig ist, von dem was seine Anhänger machen, welche die Menschen von den rechtlichen und moralischen Verpflichtungen der Religion befreien, und sie zu Taten führen, welche verboten sind. Kannst du das nicht sehen?“

Ibn Taymiyya: „Aber wo stehen diese im Bezug auf Allah? Unter euch Sufis, sind solche die annehmen das, als der Prophet den Armen die gute Nachricht gab, dass sie das Paradies vor den Reichen betreten würden, die Armen in Ekstase verfielen und damit anfingen ihre Kleider zu zerreißen. Und das in jenem Moment Jibril aus dem Himmel herabstieg und zum Propheten sagte, dass Allah sich seinen Anteil von diesen zerrissenen Kleidern genommen hat, und das Jibril eines davon forttrug und an den Thron von Allah heftete? Und aus diesem Grund, so behaupten sie, tragen die Sufis Flickenkleider und nennen sich Fuqara’, die Armen!“

Ibn `Ata‘ Allah: „Nicht alle Sufis tragen Flickenwesten und Kleider. Ich stehe hier vor dir: Was missfällt dir an meinem Äußeren?“

Ibn Taymiyya: „Du bist ein Mann der Shari`a und du lehrst an der al Azhar.“

Ibn `Ata‘ Allah: „Al Ghazali war gleichzeitig ein Imam der Shari`a und des Tasawwuf. Er behandelte Fatawaas, die Sunna, und die Shari`a mit dem Geiste der Sufis. Und durch diese Methode war er imstande die Wissenschaften des Glaubens wiederzubeleben. Wir wissen das Tasawwuf anerkennt, dass jenes was falsch ist, keinen Anteil an der Religion hat, und das Reinheit den Charakter des Glaubens trägt. Der wahre und aufrichtige Sufi muss in seinem Herzen den Glauben so kultivieren, wie dieser von der Ahl al Sunna anerkannt wird.

Vor zwei Jahrhunderten entstand das Phänomen der Pseudo- Sufis, welche du selber kritisierst und zurückweist. Diese waren Personen welche das `Ibadah und die Pflichten zu verringern suchten, das Fasten zu erleichtern und die fünf täglichen Gebete vernachlässigten. Sie rannten wie wild in den weiten Gebieten der Faulheit und der Nachlässigkeit, und behaupteten, dass sie von den Fesseln der Sklaverei des`Ibadah befreit wurden. So Unzufrieden mit ihren eigenen schlechten Taten, bis sie behaupteten das sie die Geheimnisse der höchsten Realitäten und mystischen Erfahrungen erkannt haben, so wie Imam al Qushayri diese in seiner bekannten Risala beschreibt, welche er gegen sie verfasst hatte. Außerdem legte er im Detail dar, was den wahren Weg zu Allah ausmacht, welche aus dem Festhalten an dem Qur´an und der Sunna besteht. Die Imame des Tasawwuf begehren die Wahrheit zu erreichen, nicht nur durch rationale Beweise, welche vom menschlichen Verstand erdacht werden können, und daher sowohl richtig als auch falsch sein können, sondern indem sie das Herz reinigen, und das Ego durch geistige Übungen bekämpfen. Sie verabschieden sich von den Belangen dieser Welt, in dem Maße, wie sich der wahre Diener von Allah sich nicht mit etwas beschäftigt, außer der Liebe zu Allah und seinem Propheten. Das ist eine hohe Anforderung und eine welche den Diener tugendhaft, gesund und erfolgreich macht. Es ist eine Beschäftigung die jene Dinge beseitigt, welche den Menschen korrumpieren, wie etwa die Liebe zu Geld und das Begehren eines hohen gesellschaftlichen Status. Es ist eine Beschäftigung, die aus nichts weniger besteht als einem geistigen Krieg fi sabili lillah.

Mein gelehrter Freund, Texte in ihrer wörtlichen Bedeutung zu interpretieren kann einen manchmal zum Fehler geleiten. Es wortwörtlich zu nehmen, hat dich zu deinen Ansichten über Ibn `Arabi gebracht, welcher einer der Imame unseres Glaubens ist, bekannt für seine hohe Tugendhaftigkeit. Du dachtest, das er in einer oberflächlichen Art und Weise schreibt, wo doch die Sufis Meister von literarischen Figuren sind, welche viel tiefere Bedeutungen bergen, hyperbolische Sprache, welche erhöhte spirituelle Aufmerksamkeit indiziert und Worte, welche die Geheimnisse des Verborgenen vermitteln.“

Ibn Taymiyya: „Dieses Argument ist gegen dich, und nicht zu deinem Vorteil. Denn als Imam al-Qushayri sah, wie seine Anhänger von Weg zu Allah abwichen, unternahm er Schritte sie zu korrigieren. Und was machen die Sufi Shaykhs unserer Tage? Ich frage die Sufis nur dem Weg der Sunna zu folgen, jener der großartigen und tugendhaften Ahnen unserer Religion: den Zuhhad –der Asketen unter den Sahaba, und der Generation nach ihnen, und der Generation, welche nach bestem Vermögen versuchten ihren Fußspuren zu folgen! Wer immer auch so handelt, von dem habe ich eine hohe Meinung, und betrachte ihn als Imam unserer Religion. Und für die unnötigen Neuerungen und die Übernahme von Ideen der Polytheisten, wie den griechischen Philosphen und den indischen Buddhisten, oder die Idee, das der Mensch Allah inkarnieren (Hulul) kann, oder mit Ihm Einheit erlangen kann (ittihad), oder die Theorie, das alle Materie eine einzige Existenz ist (wahdat al wujud), und andere solche Dinge, welche dein Shaykh den Menschen vermittelt: Das ist eindeutig Gottlosigkeit und Unglaube.“

Ibn `Ata‘ Allah: „Ibn Arabi war einer der größten von denjenigen Rechtsgelehrten, welche der Madhhab von Dawud al Zahiri folgten, nach Ibn Hazm al Andalusi, welcher deiner Methode im Fiqh nahe steht, Oh Hanbalis! Aber obwohl Ibn `Arabi ein Zahiri war (Literalist im Fiqh), die Methode, welche er anwandte um die vollkommene Wahrheit -al Haqiqa- zu finden, war das Verborgene zu suchen, die spirituelle Bedeutung -Tariq al Batin-, also das innere Selbst zu reinigen -Tathir al Batin-. Wie dem auch sein, nicht alle Anhänger des Verborgenen sind einander gleich. Damit du nicht einen Fehler begehst oder vergisst, wiederhole noch einmal das Lesen von Ibn `Arabi mit neuem Verständnis seiner Symbole und Inspiration. Du wirst ihn sehr ähnlich wie al Qushayri finden. Er hat seinen Weg in Tasawwuf unter dem Schirm des Qur´an und der Sunna genommen, genauso wie „Hujjatul-Islam“ Shaykh al Ghazali, welcher Diskussionen über Unterschiede in der Aqida und Ibada führte, aber diese als ohne wirklichen Wert und Nutzen ansah. Er lud die Menschen ein, zu sehen das die Liebe zu Allah der Weg eines richtigen Dieners von Allah ist, in Bezug auf den Glauben.

Hast du da etwas gegen einzuwenden, oh Faqih? Oder liebst du die Diskussionen der islamischen Gelehrten? Imam Malik, Allah möge mit ihm zufrieden sein, praktizierte große Vorsicht bei solchen Streitigkeiten in Glaubensfragen und pflegte zu sagen: „Wann immer ein Mann mit dem Disput über Glaubensfragen beginnt, so verringert es seinen Iman.“ Genauso sagte al Ghazali: „Der schnellste Weg nahe zu Allah zu gelangen ist durch das Herz, nicht durch den Körper.“ Mit Herz meine ich nicht, jenes fleischige Ding, welches gesehen, gehört und getastet werden kann. Vielmehr habe ich im Sinn, das innerste von den Geheimnissen von Allah dem Erhabenen, was nicht gesehen oder getastet werden kann. Wahrlich, die Ahl al Sunna sind diejenigen welche den Sufi Shaykh al Ghazali „Hujjatul-Islam“ genannt haben, und es gibt niemanden der seine Ansichten bestreiten kann, auch wenn einer von den Gelehrten sein Werk zu sehr gelobt hatte, indem er sagte: „Ihya’ `ulum al-din ist fast genauso wie der Qur´an.“

Die religiösen Verpflichtungen auszuführen –Taklif- ist nach der Ansicht von Ibn `Arabi und Ibn al Farid ein Ibadah-Handlung, dessen Mihrab –Gebetsnische, welche die Gebetsrichtung angibt-, der inwärtige Aspekt ist, und nicht bloß das äußerliche Ritual. Was ist gut daran, wenn du im Gebet stehst und sitzt, und dein Herz ist mit etwas anderem als Allah beschäftigt. Allah lobt die Menschen im Qur´an: „Diejenigen die konzentriert in ihren Gebeten sind“ (23:2), und er beschuldigt die Menschen, indem Er sagt: „Diejenigen, welche unachtsam in ihren Gebeten sind.“ (107:5) Das ist es was Ibn `Arabi meint, wenn er sagt: „Ibadah ist die Mihrab des Herzen“, also der inwärtige Aspekt des Gebetes, nicht der Äußere.

Der Muslim ist nicht imstande das Wissen der Gewissheit -`Ilm al Yaqin- zu erlangen, genauso wenig die Gewissheit an sich -`Ayn al Yaqin-, von welchen der Qur´an spricht, es sei denn er befreit sein Herz von allem was es ablenkt von den weltlichen Einflüssen, und er konzentriert sich auf die innere Kontemplation. Dann werden die Äußerungen der göttlichen Realität sein Herz erfüllen, und daraus wird seine Versorgung entstehen. Der wahre Sufi ist nicht der, welcher seine Versorgung durch das Erbitten von Sadaqa erhält. Wahrhaft ist nur der sein Herz und seinen Geist in Gehorsam Allah unterwirft. Vielleicht hat Ibn `Arabi die Gelehrten deswegen gegen sich aufgebracht , wegen seiner Missbilligung für ihre Beschäftigung mit Diskussionen und Streit über Glaubensfragen, realen Rechtsfragen, hypothetischen Situationen im Recht, weil er bemerkte wie sehr es sie davon abhielt ihre Herzen zu reinigen. Er nannte sie die „Juristen der Monatsblutung.“ Möge Allah dich davor beschützen das du von ihnen bist! Hast du folgende Aussage von Ibn `Arabi gelesen? „Wer seinen Glauben nur auf demonstrativen Beweisen und Schlussfolgerungen aufbaut, hat seinen Glauben erbaut, auf das es unmöglich ist sich zu verlassen. Denn er ist negativ beeinflusst durch konstanten Widerspruch. Gewissheit –al Yaqin- entsteht nicht durch die Beweise des Verstandes, sondern es quillt aus den Tiefen des Herzens.“ Hast du jemals Sprache, rein und süß wie diese gelesen?“

Ibn Taymiyya: „Du hast gut gesprochen. Wenn nur dein Meister so wäre, wie du es sagst, dann wäre er soweit wie möglich entfernt vom Unglauben. Aber was er gesagt hat, gibt meiner Ansicht nach nicht das wieder, was du erklärt hast.“

Quellen: Ibn al-`Imad, Shadharat al-dhahab (1350/1931) 6:20f.; al- Zirikly, al-A`lam (1405/1984) 1:221; Ibn Hajar, al-Durar al-kamina (1348/1929) 1:148-273; Al-Maqrizi, Kitab al-suluk (1934-1958) 2:40-94; Ibn Kathir, al-Bidaya wa al-nihaya (1351/1932) 14:45; Subki, Tabaqat al-shafi`iyya (1324/1906) 5:177f. and 9:23f.; Suyuti, Husn al-muhadara fi akhbar misr wa al-qahira (1299/) 1:301; al-Dawadari, al-Durr al-fakhir fi sirat al-malik al-Nasir (1960) p. 200f.; al-Yafi`i, Mir’at al-janan (1337/1918) 4:246; Sha`rani, al-Tabaqat al-kubra (1355/1936) 2:19f.; al-Nabahani, Jami` karamat al-awliya‘ (1381/1962) 2:25f.

Wa Salam wa Rahmetullahi wa Barakatuhu

Das ist Islam !

Veröffentlicht: 19. Oktober 2010 in Angst vor dem Islam ?

Allahs Gesandter (saws) hat gesagt:
“Der Islam wurde auf fünf (Grundlagen) gebaut: dem Zeugnis, dass es keine Gottheit außer Allah gibt und dass Muhammad der Gesandte Allahs ist, dem Verrichten des Gebets, dem Entrichten der Zakat, dem Hadsch zum Hause (Allahs) und dem Fasten im Ramadan.”
(Ibn Umar; Sahih Al-Bucharyy)

1. Das Glaubensbekenntnis
2. Das Gebet
3. Die Armensteuer
4. Das Fasten zum Ramadan
5. Die Pilgerfahrt

Ein Weisheitsspruch der Qadiriyya Tariqat lautet :

„Der Islam ist ganz gewiss an sich in seiner reinsten Form :
Gerechtigkeit , Barmherzigkeit und Gesetzestreue „

Ein mir bekannter Gelehrter der malikitischen Rechtsschule sagte mal :

„Wer dem Islam eine Ideologie verpasst , sagt nichts anderes als :Der Islam , der Quran und die Sunnah ist nicht perfekt , erst durch „die ideologische Führerschaft der Kalifatsbewegung “ , sei der Islam erst perfekt. Das heisst : Sein Glaube dient der ideologie , nicht dem Islam

Shaykh Abdal Hakim Murad ra sagte :

„Terrorismus und Jihad miteinander gleichzusetzen , bedeutet Ehebruch mit Eheschliessung gleichzusetzen „

Ein palästinesischer Bruder sagte mal :

„Warum knallt es immer dann in Israel und Palästina ,
wenn es Friedensgespräche gibt ?“

Shaykh Abdal Hakim Murad ra sagte sehr drastisch:

„Selbstmordattentate sind die extremen Wege
sich selbst in die Füße zuschiessen „

Ayman Mayzek sagte :

„Wenn jmd. ein Deutscher seine Familie umbringt , dann ist es eine Tragödie ,
ist es ein Araber oder Türke , so ist es gleich ein Ehremnmord „

Viel Spass beim lesen ,Euer Bruder Talib


Vorzüglichkeiten der Prophetengefährten
Al-Bayan

Abu Bakr As-Siddiq, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich blickte auf die Füße der Götzenanbeter, die sehr nahe an uns standen, als wir in der Berghöhle waren, und ich sagte: „O Gesandter Allahs, wenn einer von ihnen auf seine Füße blicken würde, würde er uns unter ihnen sehen.“ Da erwiderte der Prophet: „Was hältst du, O Abu Bakr, von zwei (Menschen), bei denen Allah ein Dritter ist.“

[Sahih Muslim Nr. 4389 (im arabischen)]

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Abu Sa`id Al-Khudry, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, saß einmal auf der Kanzel und sagte: „Allah hat einem Seiner Diener die Wahl zwischen dem Schmuck des irdischen Lebens und dem, was sich bei Ihm befindet, gestellt, und dieser Diener entschied sich für das, was sich bei Allah befindet.“ Da weinte Abu Bakr und weinte. Er sagte anschließend: „Mögen dir unsere Väter und unsere Mütter dafür geopfert werden!“ Siehe, der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, war es, dem die Wahl gestellt wurde, und siehe, Abu Bakr war derjenige unter uns, der ihn am meisten verstand. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, fuhr fort: „Derjenige unter den Menschen, der mir den treuen Einsatz mit seinem Vermögen und mit seiner Person leistete, war Abu Bakr. Wenn ich einen besten Freund (außer Allah) nehmen würde, würde ich Abu Bakr nehmen. Es handelt sich doch um die Brüderlichkeit im Islam. In dieser Moschee soll es keine Tür mehr geben, die nicht zugemauert werden soll, mit Ausnahme der Tür von Abu Bakr.“ (Es handelte sich hier um die Türen einiger Häuser, die der Moschee angelegt waren und sich in die Moscheehalle öffneten.)

[Sahih Muslim Nr. 4390 (im arabischen)]

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`Amr Ibnal `As, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, entsandte mich mit dem Heer nach That As-Salasil und gab mir den Oberbefehl über die Truppen. Ich kam zu ihm und sagte: „Wen liebst du am meisten?“ Er sagte: „`A´ischa!“ Ich sagte: „Wen unter den Männern?“ Er sagte: „Ihren Vater!“ Ich sagte: „Wen sonst?“ Er sagte: „`Umar Ibnal Khattab!“ Danach nannte er weitere Männer.

[Sahih Muslim Nr. 4396 (im arabischen)]

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Der Hadith von Ğubair Ibn Mut`im, Allahs Wohlgefallen auf ihm: Muhammad Ibn Ğubair Ibn Mut`im berichtete von seinem Vater, dass dieser sagte: „Eine Frau kam (mit einem Anliegen von ihr) zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und er verlangte von ihr, dass sie noch mal kommen soll. Sie sagte zu ihm: „Was mache ich, wenn ich komme und dich nicht mehr finde?“ Der Überlieferer sagte weiter: Sie sprach so, als ob sie den Tod meinte! Er (der Prophet) sagte zu ihr: „Wenn du mich nicht findest, dann gehe zu Abu Bakr!““

[Sahih Muslim Nr. 4398 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte zu mir während seiner Krankheit, an der er starb: „Rufe Abu Bakr, deinen Vater, und auch deinen Bruder. Ich möchte ihnen ein Schreiben diktieren, denn ich fürchte, dass der eine sich die Sachen (das Kalifat) wünscht und sie der andere beansprucht, während Allah und die (echten) Gläubigen nur den Anspruch von Abu Bakr (gern) annehmen.“

[Sahih Muslim Nr. 4399 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Während ein Mann eine Kuh antrieb, die er beladen hatte, wandte sich die Kuh an ihn und sagte: „Dafür bin ich nicht geschaffen! Ich wurde geschaffen, um den Acker zu pflügen!“ Die Leute sagten bewundert und erschrocken: „Gepriesen sei Allah! Spricht eine Kuh?“ Da sagte der Gesandte Allahs: „Ich selbst glaube daran, und so auch Abu Bakr und `Umar!““ Abu Huraira berichtete weiter, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Während ein Hirte mit seiner Herde war, riss ein Wolf eins der Schafe weg. Der Hirte verfolgte den Wolf, bis er ihn einholte und das Schaf retten konnte. Da sagte der Wolf: „Wer wird sich am Tag, an dem die wilden Tiere kommen, um die Schafe kümmern, an einem Tag, da sie keinen Hirten außer mir haben?“ Die Leute riefen: „Gepriesen sei Allah!“ Da sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Ich selbst glaube daran, und so auch Abu Bakr und `Umar!““

[Sahih Muslim Nr. 4401 (im arabischen)]

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Der Hadith von `Ali, Allahs Wohlgefallen auf ihm:
Ibn Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: Als `Umar Ibn Al-Khattab auf die Totenbahre gelegt wurde, sammelten sich die Leute um ihn, damit sie Bittgebete für ihn sprechen, ihn loben und das Totengebet für ihn verrichten konnten, bevor die Bahre fortgetragen wurde. Ich war auch da. Was meine Aufmerksamkeit aber angezogen hatte, war ein Mann, der mich an der Schulter von hinten griff. Ich wandte mich ihm zu. Es war `Ali. Er bat Allah für `Umar um Erbarmen. Er sagte anschließend (seine Wörter an `Umar richtend): „Du hinterließest keine andere Person, mit deren Taten ich Allah lieber begegnen möchte als mit deinen Taten. Bei Allah, ich hoffe, dass Allah dich mit deinen beiden Gefährten begleiten lässt, da ich den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, oft sagen hörte: „Abu Bakr, `Umar und ich kamen. Abu Bakr, `Umar und ich traten ein. Abu Bakr, `Umar und ich gingen.“ Daher hoffe oder (sogar) glaube ich, dass Allah dich sie begleiten lassen wird.“

[Sahih Muslim Nr. 4402 (im arabischen)]

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Abu Sa`id Al-Khudry, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Während ich schlief, wurden mir Menschen, in Hemden bekleidet, vorgeführt. Einige trugen sie bis zur Brust, andere kürzer, und mir wurde auch `Umar Ibn Al-Khattab in einem Hemd gezeigt, dessen Ende er hinter sich herschleifte.“ Die Leute fragten: „Und wie hast du dies gedeutet, O Gesandter Allahs?“ Er sagte: „Es ist die Religion!“

[Sahih Muslim Nr. 4403 (im arabischen)]

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Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Während ich schlief, sah ich ein Glas Milch, das mir angeboten wurde. Ich trank davon, und konnte sehen, wie die Flüssigkeit in meine Fingernägel durchdrang. Dann gab ich `Umar (zu trinken). Die Leute fragten: „Wie deutest du das, O Gesandter Allahs?“ Er antwortete: „Das Wissen!“

[Sahih Muslim Nr. 4404 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen: „Während ich schlief, sah ich mich neben einem Brunnen mit einem Eimer stehend. Ich zog das Wasser hoch, wie Allah es wollte. Dann kam Ibn Abu Quhafa zu mir, nahm den Wassereimer von meiner Hand und zog ihn ein – oder zwei Mal hoch. Sein Hochziehen war mit einer Schwäche verbunden. Allah wird es ihm vergeben. Dann verwandelte sich der Eimer und wurde sehr groß. Da nahm ihn (`Umar) Ibn Al-Khattab. Ich sah keinen anderen, der das Wasser so stark und kräftig wie `Umar Ibn Al-Khattab hochzog. Er holte Wasser aus dem Brunnen, bis alle Leute genug tranken und ihre Kamele tränkten, so dass die Leute mit ihren Tieren sich um den Brunnen niederließen.“

[Sahih Muslim Nr. 4405 (im arabischen)]

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`Abdullah Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Im Traum sah ich, dass ich Wasser aus einem alten Brunnen mit einem Schöpfeimer hochzog. Dann kam Abu Bakr und zog den Eimer ein- oder zwei Mal hoch, und sein Hochziehen war mit einer Schwäche verbunden. Allah, Der Segensreiche und Hocherhabene möge ihm verzeihen. Dann kam `Umar und nahm den Eimer, um Wasser aus dem Brunnen zu holen. Darauf verwandelte sich der Eimer in einen gewaltigen großen Eimer. Niemals sah ich jemanden mit solcher Energie und Ausdauer Wasser schöpfen wie `Umar. Er wandte sich erst ab, als alle Leute ihren Durst gelöscht, ihre Reittiere getränkt und sich um den Brunnen niedergelassen hatten.“

[Sahih Muslim Nr. 4407 (im arabischen)]

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Dschabir, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Als ich das Paradies betrat, fand ich dort ein Haus oder einen Palast. Da fragte ich: „Wem gehört dieser Palast?“ Sie (die Bewohner des Paradieses) sagten: „Er gehört `Umar Ibnal Khattab.“ Als ich ihn betreten wollte, erinnerte ich mich an seine Eifersucht (und verließ die Gegend).“ Da weinte `Umar und sagte: „O Gesandter Allahs, dir gegenüber soll ich eifersüchtig sein?“

[Sahih Muslim Nr. 4408 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Während wir beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, waren, sagte er: „Während ich schlief, sah ich mich im Paradies und fand dort eine Frau, die gerade dabei war, die Gebetswaschung neben einem Palast zu vollziehen. Ich fragte: „Wem gehört dieser Palast?“ Sie (die Bewohner des Paradieses) sagten: „Er gehört `Umar Ibnal Khattab!“ Ich erinnerte mich dann an seine Eifersucht und verließ ruckartig die Gegend.“ Abu Huraira berichtete weiter: Da weinte `Umar, während wir alle in dieser Sitzung beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, waren. Dann sagte `Umar: „Mein Vater möge für dich Opfer sein. O Gesandter Allahs, dir gegenüber soll ich eifersüchtig sein?“

[Sahih Muslim Nr. 4409 (im arabischen)]

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Sa`d, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Einmal bat `Umar um Einlass beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, während Frauen aus dem Stamm Quraish bei ihm waren, die mit ihm sprachen und ihn mit Fragen überhäuften. Ihre Stimmen waren laut. Als `Umar um Einlass bat, standen die Frauen auf und gingen in aller Eile hinter einen Vorhang. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erlaubte ihm dann den Eintritt. Als dieser drinnen war, fand er, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, am Lachen war. Da sagte `Umar: „Allah möge dich immer fröhlich sein lassen, O Gesandter Allahs.“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Ich war erstaunt über diese Frauen, die vor mir waren! Als sie deine Stimme hörten, gingen sie eilig hinter einen Vorhang!“ `Umar sagte: „Dir steht das Recht eher zu, dass sie vor dir Ehrfurcht haben sollen, O Gesandter Allahs!“ Dann richtete `Umar sein Wort an die Frauen und sagte: „Ihr seid euch selbst eigener Feind! Empfindet ihr mir gegenüber Ehrfurcht, und gegenüber dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, empfindet ihr keine?“ Die Frauen erwiderten: „Jawohl, du bist – im Gegenteil zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, – rau und grob!“ Darauf sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Bei Dem, in Dessen Hand mein Leben ist, Satan wird dich nie auf einem Wege gehen sehen, ohne dass er einen anderen Weg einnimmt als den deinen!“

[Sahih Muslim Nr. 4410 (im arabischen)]

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`Umar Ibn Al-Khattab, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Dreimal entsprachen meine Gedanken den später erfolgten Offenbarungen Allahs, und zwar in Bezug auf die Stätte Ibrahims (Abrahams), die Anweisung der Frauen, sich zu verschleiern und bezüglich der Gefangenen der Schlacht von Badr.

[Sahih Muslim Nr. 4412 (im arabischen)]

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Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Als `Abdullah Ibn Ubayy Ibn Salul starb, kam sein Sohn `Abdullah Ibn `Abdullah zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und fragte, ob ihm der Prophet sein Hemd geben würde, in dem er den Leichnam seines Vaters hüllen könnte. Und er gab ihm ein Hemd. Dann fragte der Sohn, ob der Prophet das Totengebet für seinen Vater verrichten würde. Da stand der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, auf, um für ihn das Gebet zu verrichten. Gleich stand `Umar auf, packte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, an seiner Kleidung an und sagte: „Betest du für ihn, wo dein Herr dir verbot, das Totengebet für ihn zu verrichten?“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Wahrlich, Allah stellte es mir zur Wahl, indem Er sagte: »Bitte um Vergebung für sie, oder bitte nicht um Vergebung für sie; wenn du (auch) siebzig Mal um Vergebung für sie bittest, so wird Allah ihnen doch nicht vergeben.« Und ich werde für sie diese siebzig Mal überschreiten.“ `Umar sagte: „Er ist doch ein Heuchler!“ Anschließend verrichtete der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, doch das Totengebet für ihn, worauf Allah, Der Allmächtige und Erhabene, folgenden Koranvers offenbarte: »Und bete niemals über jemandem von ihnen, der gestorben ist, und stehe nicht an seinem Grab! Sie verleugneten ja Allah und Seinen Gesandten, und sie starben als Frevler.«

[Sahih Muslim Nr. 4413 (im arabischen)]

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Abu Musa Al-Asch`ary, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, saß einmal lehnend in einem Garten in Madina. Als er einen Zweig einmal ins Wasser und einmal in den Boden steckte, bat ein Mann um Einlass. Er (der Prophet) sagte zu mir: „Öffne die Pforte für ihn und verheiße ihm das Paradies!“ Ich öffnete die Pforte. Da sah ich Abu Bakr, und ich verkündete ihm die frohe Botschaft. Dann bat ein Anderer um Erlaubnis, einzutreten. Da sagte er (der Prophet) zu mir: „Öffne die Pforte für ihn und verheiße ihm das Paradies!“ Es war `Umar. Ich öffnete die Pforte für ihn und verhieß ihm das Paradies. Ein anderer Mann bat um Einlass. Da sagte er (der Prophet) zu mir: „Öffne die Pforte für ihn und verheiße ihm das Paradies. Jedoch geschieht das erst, nachdem er auf eine Probe gestellt worden ist!“ Es war `Uthman Ibn `Affan. Ich öffnete die Pforte für ihn, verhieß ihm das Paradies und teilte ihm das mit, was er (der Prophet) gesagt hat. Da sagte er: „O Allah, gib mir die Geduld! Oder Allah sei um Hilfe gebeten.“

[Sahih Muslim Nr. 4416 (im arabischen)]

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Sa`d Ibn Abu Waqqas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte zu `Ali: „Du nimmst mir gegenüber die Stellung ein, die einst Harun (Aaron) gegenüber Musa (Moses) einnahm. Jedoch gibt es keinen anderen Propheten nach mir.“

[Sahih Muslim Nr. 4418 (im arabischen)]

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Sahl Ibn Sa`d, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte am Tage der Schlacht von Khaibar: „Ich werde diese Fahne einem Mann übergeben, dem Allah den Sieg über die Feinde verleihen wird. Dieser Mann liebt Allah und Seinen Gesandten, und Allah und sein Gesandter lieben ihn!“ In der Nacht machten sich die Menschen fortgesetzt darüber Gedanken, wen er (der Prophet) wohl gemeint hatte. Am nächsten Morgen gingen sie zum Gesandten Allah, Allahs Segen und Heil auf ihm, während alle hofften, selbst gemeint zu sein. Da fragte er: „Wo ist `Ali Ibn Abu Talib?“ Sie antworteten ihm: „O Gesandter Allahs, er hat ein Augenleiden!“ Darauf sagte er: „Schicke nach ihm!“ Da wurde er herbeigeholt. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, spuckte ihm in die Augen und rief Allah für ihn an. Da wurden `Alis Augen wieder gesund – es war, als hätte ihnen nie etwas gefehlt! Anschließend übergab ihm der Prophet die Fahne. `Ali fragte: „O Gesandter Allahs, soll ich gegen die Feinde kämpfen, bis sie den Islam annehmen?“ Der Prophet erwiderte: „Geh ihnen langsam entgegen, bis du ihr Gebiet erreichst! Fordere sie auf, zum Islam überzutreten, und erzähl ihnen, welche Pflichten ein Muslim gegenüber Allah hat! Bei Allah, wenn Allah durch dich auch nur einen einzigen Mann auf den rechten Weg führte, so ist das besser für dich als der Besitz von roten Kamelen!“

(Die Araber legten großen Wert auf den Besitz von roten Kamelen.)

[Sahih Muslim Nr. 4423 (im arabischen)]

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Salama Ibn Al Akwa`, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Als der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, in Khaibar in den Kampf zog, kam `Ali nicht mit, denn er litt an einer Augenentzündung. Er sagte: „Es ist nicht meine Art, mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, am Kampf nicht teilzunehmen.“ Da brach er auf und holte den Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, ein. Am letzten Abend, bevor Allah es uns am Morgen öffnete, sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Morgen werde ich die Fahne einem Mann übergeben, oder (er sagte) morgen nimmt ein Mann die Fahne. Diesen Mann liebt Allah und Sein Gesandter, oder (er sagte:) Dieser Mann liebt Allah und Seinen Gesandten. Allah wird ihm den Sieg über die Feinde verleihen.“ Zu unserer Überraschung kam `Ali. Die Anwesenden sagten: „O, das ist `Ali! So übergab ihm der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, die Fahne, und Allah verlieh ihm den Sieg über die Feinde.

[Sahih Muslim Nr. 4424 (im arabischen)]

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Sahl Ibn Sa`d, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, begab sich zum Haus Fatimas (Tochter des Propheten), fand `Ali aber nicht. Er fragte sie: „Wo ist mein Vetter?“ Sie erwiderte: „Wir hatten einen Ehestreit.“ Er zürnte mir und entfernte sich, ohne wie sonst seinen Mittagsschlaf hier zu halten. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, beauftragte einen Mann, `Ali zu suchen. Wenig später kam dieser Mann zurück und sagte: „O Gesandter Allahs, `Ali liegt in der Moschee.“ Der Gesandte, Allahs Segen und Heil auf ihm, ging in die Moschee und fand `Ali dort liegend. Sein Obergewand war aufgegangen, ein Teil seiner Seite war entblößt und von dem Staub der Moschee bedeckt. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, begann, den Staub von ihm abzuwischen, und sagte ihm liebenswürdig: „Steh auf, Abu Turaab (Vater des Staubes)

[Sahih Muslim Nr. 4426 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, konnte in einer Nacht keinen Schlaf finden. Da sagte er: „Hoffentlich finde ich unter meinen Gefährten einen rechtschaffenen Mann, der für mich in dieser Nacht die Wache hält.“ Dann haben wir das Klirren einer Waffe gehört. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, rief: „Wer ist dort?“ Sa`d Ibn Abu Waqqas sagte: „O Gesandter Allahs, ich kam, um für dich die Wache zu halten.“ `A´ischa berichtete weiter: Hier dann schlief der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, bis ich sein Schnarchen hören konnte.

[Sahih Muslim Nr. 4427 (im arabischen)]

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`Ali, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte zu niemandem außer Sa`d Ibn Malik (Er wird auch Sa`d Ibn Abu Waqqas genannt): „Mein Vater und meine Mutter mögen für dich zum Opfer fallen.“ Das war am Tag der Schlacht von Uhud, als er zu ihm sagte: „Schieße einen Pfeil ab, mein Vater und meine Mutter mögen für dich zum Opfer fallen!“

[Sahih Muslim Nr. 4429 (im arabischen)]

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Sa`d Ibn Abu Waqqas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Am Tage der Schlacht von Uhud sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, zu mir: „Mein Vater und meine Mutter mögen für dich zum Opfer fallen!“

[Sahih Muslim Nr. 4430 (im arabischen)]

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Der Hadith von Talha und Sa`d, Allahs Wohlgefallen auf beiden:
Abu `Uthman, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Es geschah, in manchen Schlachten, an denen Allahs Gesandter, Allahs Segen und Heil auf ihm, selber teilnahm, dass niemand mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, so standhaft blieb, außer Sa`d und Talha. So erzählten mir die beiden.

[Sahih Muslim Nr. 4435 (im arabischen)]

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Dschabir Ibn `Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Am Tage der Schlacht von Al-Khandaq (Grabenschlacht) rief der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, die Leute. Da kam Az-Zubair dem Ruf nach. Der Prophet rief zum zweiten Mal, und wieder war es Az-Zubair, der dem Ruf nachkam. Der Prophet rief aber zum dritten Mal, und es war wieder Az-Zubair, der dem Ruf nachkam. Darauf sagte der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Für jeden Propheten gibt es Apostel, meiner ist Az-Zubair.“

[Sahih Muslim Nr. 4436 (im arabischen)]

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`Abdullah Ibn Az-Zubair, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Am Tag der Schlacht von Al-Khandaq (Grabenschlacht) blieb ich und `Umar Ibn Abu Salama mit den Frauen in der Festung von Hassan. Einmal neigte er (`Umar) sich nach unten, (um mich zu tragen,) damit ich einen kurzen Blick werfen konnte. Einmal machte ich dasselbe für ihn. Dabei konnte ich meinen Vater erkennen, wie er ausgerüstet auf seinem Pferd zu Banu Kuraitha ritt. Später erzählte ich ihm davon. Da sagte er: „O mein Sohn, hast du mich wirklich gesehen?“ Ich sagte: „Ja!“ Da sagte er: „Bei Allah, der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte zu mir an diesem Tag: „Mein Vater und meine Mutter mögen für dich zum Opfer fallen.““

[Sahih Muslim Nr. 4437 (im arabischen)]

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Der Hadith von `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr:
`Urwa Ibn Az-Zubair berichtete, dass `A´ischa zu ihm sagte: „Bei Allah, deine Eltern gehören zu denjenigen, »Diejenigen, die auf Allah und den Gesandten hörten, nachdem ihnen eine Wunde zugefügt worden war – für diejenigen unter ihnen, die Gutes tun und gottesfürchtig sind, wird es großartigen Lohn geben.«“

[Sahih Muslim Nr. 4440 (im arabischen)]

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Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Für jedes Volk gibt es ein Treuhänder und unser Treuhänder – für dich meine Ummah (Gemeinschaft) – ist Abu `Ubaida Ibn Al-Garrah.“

[Sahih Muslim Nr. 4442 (im arabischen)]

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Huthaifa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Eine Delegation von den Bewohnern von Nağran kam zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und sagte: „O Gesandter Allahs, schicke uns einen vertrauenswürdigen Mann, damit er uns in der Religion unterweist!“ Da sagte er: „Wahrlich, ich werde euch einen recht treuen Mann schicken, recht treu, recht treu!“ So hofften alle Anwesenden, selbst gemeint zu sein. Er schickte ihnen aber Abu `Ubaida Ibn Al-Garrah.

[Sahih Muslim Nr. 4444 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Prophet, Allahs Segen Und Heil auf ihm, sagte zu Hasan: „O Allah, ich habe ihn lieb, so liebe ihn und liebe diejenigen, die ihn lieben!“

[Sahih Muslim Nr. 4445 (im arabischen)]

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Al-Bara´ Ibn `Azib, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich sah einmal Al-Hassan Ibn `Ali auf den Schultern des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, sitzen, während er (der Prophet) sagte: „O Allah, ich habe ihn lieb, so liebe ihn!“

[Sahih Muslim Nr. 4447 (im arabischen)]

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Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Wir pflegten Zaid Ibn Haritha nicht anders als Zaid Ibn Muhammad zu nennen, bis dieser qur’anische Vers erfolgte: »Nennt sie (eure Adoptivsöhne) nach ihren Vätern; das ist gerechter vor Allah.«

[Sahih Muslim Nr. 4451 (im arabischen)]

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Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, entsandte eine Kampftruppe und ernannte über sie Usama Ibn Zaid als Befehlshaber. Derartige Führerschaft wurde von den Leuten beanstandet. Darauf stand der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, auf und sagte: „Wenn ihr seine Führerschaft beanstandet, so habt ihr zuvor auch die Führerschaft seines Vaters beanstandet. Ich versichere bei Allah, dass er einst für die Führerschaft fähig war, und dass er bei mir zu den liebsten Menschen gehörte, und dass dieser (sein Sohn) bei mir zu den liebsten Menschen nach ihm gehört.“

[Sahih Muslim Nr. 4452 (im arabischen)]

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Der Hadith von `Abdullah Ibn Ğa`far, Allahs Wohlgefallen auf beiden:
`Abdullah Ibn Abu Mulaika berichtete, dass `Abdullah Ibn Ğa`far zu Ibn Az-Zubair sagte: „Erinnerst du dich daran, als ich, du, und Ibn `Abbas den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, trafen?“ Er (Ibn Az-Zubair) entgegnete: „Ja, als er uns (hinter ihm) auf das Kamel setzte und dich stehen ließ.“

[Sahih Muslim Nr. 4454 (im arabischen)]

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`Abdullah Ibn Ğa`far, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Wenn der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, von einer Reise zurückkam, wurden die Knaben seiner Familie zu ihm auf den Weg gebracht. Einmal kam er von einer Reise zurück, und ich wurde zu ihm als erster gebracht. Da trug er mich in seinen Händen. Danach wurde einer der Söhne Fatimas zu ihm gebracht. Er setzte ihn hinter sich auf das Kamel, und wir drei Personen traten in Madina auf einem Kamel ein.

[Sahih Muslim Nr. 4455 (im arabischen)]

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`Ali, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen: „Maryam Bint `Imran war die beste Frau in ihrer Zeit, und Khadija Bint Khuwailid war die beste Frau in ihrer Zeit.“

[Sahih Muslim Nr. 4458 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ğibril (Gabriel) kam einmal zum Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, und sagte: „O Gesandter Allahs, da ist Khadija, sie wird zu dir mit einem Topf kommen, in dem Zukost, Speise oder Getränk – der Überlieferer ist sich nicht sicher – zu finden ist. Wenn sie zu dir kommt, grüße sie mit dem Friedensgruß von ihrem Herrn, Dem Allmächtigen und Erhabenen, und von mir, und verkünde ihr die frohe Botschaft, dass ihr ein Haus aus Perlen im Paradies zuteil wird. In diesem Haus ist kein Lärm zu hören und keine Anstrengung zu erleiden.“

[Sahih Muslim Nr. 4460 (im arabischen)]

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Der Hadith von `Abdullah Ibn Abu Aufa, Allahs Wohlgefallen auf ihm:
Isma`il berichtete, dass er `Abdullah Ibn Abu Aufa fragte: „Verkündete der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, Khadija die frohe Botschaft, dass ihr ein Haus im Paradies zuteil wird?“ Er sagte: „Ja, er verhieß ihr ein Haus aus Perlen im Paradies, in dem kein Lärm zu hören und keine Anstrengung zu erleiden sind.“

[Sahih Muslim Nr. 4461 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Der Gesandte Allahs verkündete Khadija Bint Khuwailid die frohe Botschaft, dass ihr ein Haus im Paradies zuteil wird.

[Sahih Muslim Nr. 4462 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Hala Bint Khuwailid, die Schwester von Khadija bat einmal um Erlaubnis, beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, einzutreten. Da erinnerte er sich an die Weise, wie Khadija dies tat. Er wurde von Erinnerungen befallen, und das war in seinem Gesicht zu sehen. Da sagte er: „O Allah, sie ist Hala Bint Khuwailid.“ Ich wurde eifersüchtig und sagte: „Warum erinnerst du dich noch an eine zahnlose Greisin von den Quraish, die schon gestorben war, während Allah dir eine bessere Frau gab?“

[Sahih Muslim Nr. 4467 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Ich sah dich im Traum für drei Nächte. Ich sah, dass der Engel dich in einem seidenen Tuch trug. Er sagte zu mir: „Das ist deine Frau!“ Als ich dein Gesicht entblößte, sah ich, dass du diese warst. Ich sagte zu mir: „Sollte dies von Allah eine Weisung sein, so wird Er es bestimmt vollenden.““

[Sahih Muslim Nr. 4468 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte zu mir: „Ich weiß doch genau, wann du mit mir zufrieden bist, und wann du mit mir unzufrieden bist!“ Ich erwiderte: „Und wie kannst du dies feststellen?“ Da entgegnete er: „Wenn du mit mir zufrieden bist, sagst du: „Nein, beim Herrn des Muhammad!“ Und wenn du über mich verärgert bist, sagst du: „Nein, beim Herrn des Ibrahim (Abraham).““ Ich sagte zu ihm: „Das stimmt! Bei Allah, O Gesandter Allahs, Ich vermied dabei nichts anderes als deinen Namen!“

[Sahih Muslim Nr. 4469 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Ich pflegte mit Puppen zu spielen, als ich mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, verheiratet war, und ich hatte einige Freundinnen, die auch mit mir spielten. Sie verhielten sich so, dass sie – wenn der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, kam – das Haus aus Scheu verließen. Er aber sprach zu ihnen so lieb und leise, dass sie wieder kamen und mit mir weiter spielten.

[Sahih Muslim Nr. 4470 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Die Muslime pflegten, wenn sie dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, etwas schenken wollten, den Zeitpunkt abzuwarten, da er bei `A´ischa war, und schickten ihm dann das Geschenk dorthin, denn sie strebten nach der Zufriedenheit des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm.

[Sahih Muslim Nr. 4471 (im arabischen)]

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`A´ischa, Gattin des Propheten, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Die Gattinnen des Propheten schickten Fatima, Tochter des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm. Fatima bat ihn um Einlass, als er mit mir auf meinem wollenen Gewand lag. Er erlaubte ihr einzutreten. Da sagte sie: „O Gesandter Allahs, deine Frauen schickten mich zu dir. Sie beanspruchen von dir, dass du sie und die Tochter von Abu Quhafa (`A’ischa) gleich liebst.“ Währenddessen war ich schweigend. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte zu ihr: „O Töchterchen, liebst du denn nicht, wen ich liebe?“ Fatima erwiderte: „Doch, gewiss.“ Er sagte: „Dann liebe diese!“ Als sie das hörte, stand sie auf, kehrte zu den Gattinnen des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, und erstattete ihnen Bericht von dem, was sie gesagt hatte, und was der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, zu ihr gesagt hatte. Sie sagten: „Du hast uns gar nichts genützt. Geh noch einmal zu ihm und sag ihm: „Deine Gattinnen fordern von dir, sie und die Tochter von Abu Quhafa gleich zu lieben.““ Fatima aber weigerte sich und sagte: „Bei Allah, ich werde das nie machen.“ `A´ischa berichtete weiter: Da schickten die Gattinnen des Propheten Zainab Bint Gahsch, Gattin des Propheten zu ihm, die fast den gleichen hohen Rang wie meinen bei dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, hat. Ich sah niemals eine so fromme Frau, so gottesfürchtig, so wahrhaft bei ihren Reden, so großzügig, die die verwandtschaftliche Bände bewahrt, und so hart arbeitet, um Wohltaten zu erweisen, und um Allah, Dem Erhabenen nahe zu sein, wie Zainab. Was ich nur gegen sie halte, ist, dass sie leicht angeregt wird, jedoch wird sie auch schnell ruhig. Sie bat den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, um Einlass, als er mit mir auf einem wollenen Gewand lag, in dem selben Zustand, wie er war, als Fatima zu ihm kam. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erlaubte Zainab einzutreten. Sie sagte: „O Gesandter Allahs, deine Gattinnen schickten mich, um dich zu bitten, sie gleich wie die Tochter von Abu Quhafa zu lieben.“ Sie redete schlecht über mich und sie überschritt das Maß. Währenddessen beobachtete ich den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und seine Augen, um zu erkennen, ob er mir erlaubt, ihre Argumente zu widerlegen oder nicht. Zainab war noch da, als ich wusste, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, nichts dagegen hatte, wenn ich ihr entgegnete. Also ergriff ich das Wort und redete auf Zainab ein, bis ich ihre Argumente widerlegte. Da sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, lächelnd: „Sie ist die Tochter von Abu Bakr!“

[Sahih Muslim Nr. 4472 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, pflegte, während er zuletzt erkrankt war und anschließend daran starb, oft folgende Frage zu stellen: „Wo bin ich heute? Wo bin ich morgen?“ er meinte (und erwartete) damit seinen gemeinsamen Tag mit `A´ischa. `A´ischa selbst erzählte davon: „Er starb also an dem Tag, an dem er bei mir war. Allah nahm ihn dann in dem Augenblick zurück, als sein Kopf an meiner Brust unter meinem Kinn lag.“

[Sahih Muslim Nr. 4473 (im arabischen)]

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Der Hadith von `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr:
Der Gesandte Allahs Segen und Heil auf ihm, traf normalerweise die Entscheidung durch das Los, wenn er sich auf eine Reise begeben und eine oder mehrere seiner Frauen mitnehmen wollte. Einmal geschah es, dass die Entscheidung für `A´ischa und Hafsa zusammen fiel. So reisten die beiden Frauen mit ihm. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, pflegte, wenn er nachts die Reise unternahm, neben `A´ischa (mit seinem Reittier) zu laufen, um sich mit ihr zu unterhalten. Da sagte Hafsa zu ihr: „Willst du nicht auf meinem Kamel reiten und dass ich auf deinem Kamel reite, damit jede von uns da und dort Ausschau halten kann?“ Sie erwiderte: „Doch!“ Da ritt `A´ischa auf dem Kamel von Hafsa und Hafsa ritt auf dem Kamel von `A´ischa. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, begab sich zum Kamel von `A´ischa, auf dem Hafsa ritt, grüßte sie und setzte seinen Marsch fort, bis er für einen Rast soweit war. Da vermisste `A´ischa ihn (den Propheten) und wurde eifersüchtig. Während des Aufenthalts steckte sie (`A’ischa) ihre Beine ins Gebüsch, in dem normalerweise Tiere kriechen, und sagte: „O Herr, schicke mir einen Skorpion oder eine Schlange, die mir einen Stich versetzt, weil ich keine Rechtfertigung dafür erbringen kann!“

[Sahih Muslim Nr. 4477 (im arabischen)]

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Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen: „Die Vorzüglichkeit von `A´ischa über alle anderen Frauen ist wie die Vorzüglichkeit eines Fleischgerichts über alle anderen Speisearten.“

[Sahih Muslim Nr. 4478 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte zu mir: „Hier ist Ğibril (Gabriel); er lässt dich mit dem Friedensgruß (Salaam) grüßen.“ Ich erwiderte: „Wa-`alaihi-s-Salaam, wa-rahmatu-llah (Und ebenfalls, auf ihm sei der Friede und die Barmherzigkeit Allahs)!“

[Sahih Muslim Nr. 4479 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Elf Frauen saßen zusammen. Sie hatten einander versprochen, sich nichts über ihre Ehemänner zu verschweigen. Die erste Frau erzählte: „Mein Mann ist wie das Fleisch eines abgemagerten Kamels, das auf einem schwer zugänglichen Berggipfel lebt – ein Tier, das weder an einem zugänglichen Ort lebt, dass man zu ihm gelangen kann, noch Fett angesetzt hat, dass es sich lohnen würde, es an einen anderen Ort zu bringen.“ Die zweite Frau sagte: „Ich sollte besser nicht über meinen Mann sprechen, denn ich fürchte, dass ich zu keinem Ende kommen werde. Würde ich ihn beschreiben, so müsste ich alle seine sichtbaren und verborgenen Mängel aufzählen, und das sind unendlich viele!“ Die dritte Frau berichtete: „Meiner ist ein Hochgewachsener Mann. Wenn ich von ihm erzähle und er erfährt davon, wird er mir die Scheidung geben. Und wenn ich nichts sage, verstößt er mich nicht, behandelt mich aber auch nicht als seine Frau!“ Die vierte Frau sagte: „Mein Mann ist wie eine Nacht in der Tihama (einer Landschaft in Südarabien), nicht heiß und nicht kalt. Weder versetzt er mich in Aufregung noch langweilt er mich.“ Die fünfte Frau berichtete: „Wenn mein Mann nach Hause kommt, ist er wie ein Gepard, indem er zu viel schläft. Geht er aber von Zuhause weg, dann ist er ein Löwe. Nie fragte er danach, was bei mir im Haus vorgefallen ist.“ Die sechste Frau erzählte: „Wenn mein Mann isst, isst er alles weg. Wenn er trinkt, trinkt er alles leer. Und wenn er schläft, hüllt er sich vollständig ein. Nie streckte er seine Hand nach mir aus, um sich um mich zu kümmern.“ Die siebte Frau sagte: „Mein Mann ist schwerfällig, impotent und ein Dummkopf. Alle Mängel und Laster dieser Welt sind in ihm vereinigt. Er schlägt mir ins Gesicht so heftig, dass er es verletzt, fügt mir Knochenbrüche zu, oder sogar beides zugleich.“ Die achte Frau sagte: „Mein Mann duftet wie wohlriechendes Gras und fühlt sich weich und flauschig an wie ein Kaninchen.“ Die neunte Frau erzählte: „Meiner ist ein angesehener und Hochgewachsener Mann. Bei ihm wird gut und reichlich gespeist. Und sein Haus ist ein Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens.“ Die zehnte Frau berichtete: „Mein Mann ist sehr reich und angesehen. Ich kenne keinen anderen reichen Mann, der etwas Besseres besitzt. Er besitzt viele Kamele, die im Stall gehalten werden, nur wenig werden sie noch auf die Weide getrieben. Wenn die Kamele im Stall den Klang der Leute hören, wissen sie schon, dass ihre Schlachtung unmittelbar bevorsteht.“ Die elfte Frau erzählte: „Mein Mann ist Abu Zar`! Welch wunderbarer Mann er ist! Er sorgte dafür, dass meine Ohren mit schwerem Schmuck versehen sind, dass meine Oberarme Fett angesetzt haben. Er machte mich so glücklich, dass ich mich über mich selbst freuen konnte. Ich komme aus einer Familie vom Land, die Schafe und Ziegen hält (d.h. meine Familie war arm). Er aber führte mich in ein Haus, wo die Pferde wiehern und die Kamele unter der Last, die sie tragen müssen, aufstöhnen. Immer ist das Geräusch zu hören, das durch das Dreschen und Reinigen des Getreides entsteht (Im Haus von Abu Zar` herrscht also Reichtum und Überfluss). Und was auch immer ich zu Abu Zar` sage, er tadelt mich nicht. Ich schlafe bis tief in den Tag hinein und trinke, bis ich genug habe. Und die Mutter von Abu Zar`! Welch wunderbare Frau die Mutter von Abu Zar` ist! Ihre Vorratssäcke sind prall gefüllt, ihr Haus ist sehr geräumig! Der Sohn von Abu Zar`! Welch wunderbarer Sohn der Sohn von Abu Zar` ist! Seine Schlafstätte ist so schmal wie die Klinge eines Schwerts (d.h. ein sehr schlanker Mann, der dem Schönheitsideal entspricht.) Er ist schon satt, wenn er den Vorderfuß eines vier Monate alten Schafes verzehrt hat. Die Tochter von Abu Zar`! Welch wunderbare Tochter die Tochter von Abu Zar` ist. Sie gehorcht ihrem Vater und ihrer Mutter. Ihr Kleid füllt sie prächtig aus, und ihre Nachbarin beneidet sie darum. Und die Dienerin von Abu Zar`! Welch wunderbare Dienerin die Dienerin von Abu Zar` ist! Sie verbreitet keine Geschichten über unser Zuhause, sie verschwendet die Vorräte nicht und macht kein Durcheinander. Eines Tages verließ Abu Zar` unser Haus. Es war zu der Zeit, als die Milchschläuche zur Butterherstellung geschleudert wurden. Er begegnete einer Frau mit zwei Knaben, die Geparden glichen und mit Granatäpfeln spielten. Da schied er sich von mir und heiratete diese Frau. Ich heiratete darauf einen angesehenen und großmütigen Mann, der ein vorzügliches Pferd ritt und immer eine Lanze mit sich führte. Er machte mir viele Geschenke, er gab mir von allen Weidetieren ein Paar und sagte: Iss, O Umm Zar`, und trag Sorge um die Deinen! Doch selbst wenn ich alles zusammenrechne, was er mir gegeben hat, so kommt es doch dem unbedeutendsten Utensil, das Abu Zar` mir schenkte, nicht gleich.“ `A´ischa ergänzte zu ihrem Bericht: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte zu mir: „O `A´ischa, ich bin zu dir wie Abu Zar` zu Umm Zar`!“

[Sahih Muslim Nr. 4481 (im arabischen)]

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Al-Miswar Ibn Makhrama, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, als er auf der Kanzel stand, sagen: „Banu Hischam Ibn Al-Mughira haben mich um meine Zustimmung gebeten, dass sie ihre Tochter mit `Ali Ibn Abu Talib verheiraten. Nein, das erlaube ich nicht! Das erlaube ich nicht! Das erlaube ich nicht! Es sei denn, Ibn Abu Talib will meiner Tochter die Scheidung geben und ihre Tochter heiraten. Denn meine Tochter ist ein Stück von mir! Es beunruhigt mich, was ihr Sorge macht! Es schmerzt mich, was ihr weh tut!“

[Sahih Muslim Nr. 4482 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, bat Fatima, ihm näher zu kommen. Als sie zu ihm kam, flüsterte er ihr heimlich ins Ohr; darauf weinte sie. Er flüsterte ihr abermals weiter heimlich ins Ohr; demnach lächelte sie. `A´ischa berichtete weiter: „Ich fragte Fatima nach dem, was ihr der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, geflüstert hatte, und sie zum Weinen und dann zum Lächeln bewegte.“ Sie sagte: „Er flüsterte (mir), sein Tod rückt nahe, darum weinte ich. Dann flüsterte er, ich werde die erste seiner Familie sein, die ihm dahin folgt, darum lächelte ich.“

[Sahih Muslim Nr. 4486 (im arabischen)]

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Usama Ibn Zaid, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Ich wurde informiert, dass Ğibril (Gabriel), Allahs Heil auf ihm, zum Propheten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, kam, als Umm Salama bei ihm war. Er begann zu sprechen, danach ging er weg. Da fragte der Prophet Allahs Umm Salama: „Wer war dieser Mann?“ (So oder ähnlich sagte er) Sie antwortete: „Das ist Dihya!“ Danach sagte sie: „Ich schwöre bei Allah, dass ich noch dachte, dass es niemand anders als er wäre, bis ich die Predigt des Propheten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, hörte, in der er unsere Geschichte erzählte.“ (So oder ähnlich sagte er)

[Sahih Muslim Nr. 4489 (im arabischen)]

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`A´ischa, Mutter der Gläubigen, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte (zu seinen Frauen): „Die erste von euch, die mir nach meinem Tod ins Grab folgt, ist die mit den längsten Händen!“ Da wetteiferten sie miteinander darum, wer mehr Almosen gibt. Zainab hatte die längsten Hände, denn sie sorgte selbst für die Hausarbeit und gab sehr gern und oft Almosen.

[Sahih Muslim Nr. 4490 (im arabischen)]

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Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, trat bei keiner Frau ein, außer bei seinen Ehefrauen und Umm Sulaim; er pflegte sie zu besuchen. Er wurde gefragt, warum er so etwas macht. Er antwortete: „Ich fühle (großes) Mitleid mit ihr. Ihr Bruder wurde getötet, als er mit mir war.“

[Sahih Muslim Nr. 4493 (im arabischen)]

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Dschabir Ibn `Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Mir wurde das Paradies gezeigt. Dort sah ich die Frau von Abu Talha und hörte etwas vor mir rascheln. Da fand ich Bilal.“

[Sahih Muslim Nr. 4495 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte zu Bilal beim Morgengebet: „O Bilal, erzähl mir von einer Tat, die du im Islam begingst, und auf deren Lohn du am meisten hoffst! In dieser Nacht hörte ich deine Schritte vor mir im Paradies.“ Da sagte Bilal: „Ich habe keine Tat im Islam begangen, auf deren Lohn ich am meisten hoffe, außer dass ich keine vollständige große rituelle Waschung bei Tag oder bei Nacht unternehme, ohne dass ich mit dieser Reinheit bete, solange es Allah wollte.“

[Sahih Muslim Nr. 4497 (im arabischen)]

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Abu Musa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Mein Bruder und ich kamen aus dem Jemen (nach Madina.) Dort verweilten wir einige Zeit, während wir dachten, dass Ibn Mas`ud und seine Mutter zu der Familie des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, gehören würden, weil sie ihn sehr oft besuchten und stets mit ihm blieben.

[Sahih Muslim Nr. 4499 (im arabischen)]

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`Abdullah Ibn Mas`ud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich fragte einmal: „Nach wessen Lesart befielt ihr mir, den Qur’an (Koran) zu rezitieren? Ich las dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, mehr als siebzig Suren vor. Die Gefährten des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, wissen bereits, dass ich zwar zu denjenigen unter ihnen gehöre, die das meiste Wissen über das Buch Allahs besitzen. Wenn ich wissen würde, dass jemand mehr Wissen über dieses Buch als ich besäße, würde ich zu ihm reisen.“ Schaqiq (Ein Überlieferer) sagte: „Anschließend begab ich mich zu den verschiedenen Gesprächskreisen der Gefährten Muhammad, Allahs Segen und Heil auf ihm, und ich hatte niemanden gehört, der eine solche (Behauptung) widerlegte oder tadelte.“

[Sahih Muslim Nr. 4502 (im arabischen)]

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Der Hadith von `Abdullah Ibn `Amr, Allahs Wohlgefallen auf beiden:
Masruq berichtete: Wir pflegten zu `Abdullah Ibn `Amr zu kommen und mit ihm zu sprechen. – Ibn Numair (ein anderer Überlieferer) sagte: „Bei ihm. – Eines Tages erwähnten wir `Abdullah Ibn Mas`ud.“ Da sagte er: „Ihr habt einen Mann erwähnt, den ich nicht aufhörte zu lieben, seitdem ich den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen hörte: „Nehmt den Qur’an (Koran) von vier (Männern): Von Ibn Umm `Abd (er begann mit ihm), von Mu`adh Ibn Ğabal, von Ubayy Ibn Ka`b und von Salim, Diener von Abu Huthaifa.““

[Sahih Muslim Nr. 4504 (im arabischen)]

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Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Diejenigen, die zur Zeit des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, den Qur’an (Koran) gesammelt haben, sind vier (Männer) von den Ansar (den muslimischen Helfern aus Madina): Mu`adh Ibn Ğabal, Ubayy Ibn Ka`b, Zaid Ibn Thabit und Abu Zaid.

[Sahih Muslim Nr. 4507 (im arabischen)]

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Dschabir Ibn `Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte, als sie (die Gefährten) die Totenbahre von Sa`d Ibn Mu`adh trugen: „Der Thron des Allerbarmers schüttelte sich, als er (Sa`d) starb.“

[Sahih Muslim Nr. 4511 (im arabischen)]

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Al-Bara‘, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, wurde ein seidenes Kleid geschenkt. Seine Gefährten betasteten es und staunten über den feinen Stoff. Da sagte er: „Wundert ihr euch über diesen feinen Stoff? Sogar die Taschentücher von Sa`d Ibn Mu`adh im Paradies sind feiner und von einer besseren Qualität als dieses Kleid!“

[Sahih Muslim Nr. 4514 (im arabischen)]

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Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, wurde ein langes Obergewand aus feiner Seide geschenkt. Er verbot aber das Tragen von seidenen Kleidern (für die Männer). Die Leute staunten über den herrlichen Stoff. Da sagte er: „Ich schwöre bei Dem, in Dessen Hand das Leben von Muhammad ist, dass sogar die Taschentücher von Sa`d Ibn Mu`adh im Paradies von einer besseren Qualität als dieses sind!“

[Sahih Muslim Nr. 4515 (im arabischen)]

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Dschabir Ibn `Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Am Tage der Schlacht von Uhud wurde der Leichnam meines Vaters zugedeckt gebracht. Er war völlig verstümmelt. Ich wollte ihm die Decke wegziehen. Meine Leute aber hinderten mich daran. Ich versuchte nochmals, ihm die Decke wegzuziehen. Meine Leute aber hinderten mich daran. Als der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sie wegzog; oder als er sie wegziehen ließ, hörte er den Klageruf oder den Schrei einer Frau. Da fragte er: „Wer ist diese?“ Sie sagten: „Es soll die Tochter oder die Schwester von `Amr gewesen sein.“ Er fragte sie: „Warum weint sie? Die Engel hörten nicht auf, ihm mit ihren Flügeln Schatten zu spenden, bis er aufgehoben wurde.“

[Sahih Muslim Nr. 4517 (im arabischen)]

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Abu Dharr, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Mein Bruder Unais, unsere Mutter, und ich brachen aus Ghifar (ein arabischer Stamm) auf, der den Kampf während der heiligen Monaten für erlaubt zu erklären pflegte. Wir wohnten bei einem Onkel von uns, der großzügig und nett zu uns war, und deshalb beneideten uns seine Leute und sagten zu ihm: „Wenn du weggehst und dabei deine Frau allein lässt, treibt Unais Unzucht mit ihr.“ So kam unser Onkel zu uns und sagte das, was zu ihm gesagt wurde. Da sagte ich: „Du hast deine vorherigen Wohltaten zu uns verdorben. Das, was du gesagt hast, führte zur Trennung zwischen uns und dir von jetzt an.“ Darauf begannen wir unsere Kamele vorzubereiten. Als wir darauf ritten, deckte sich mein Onkel mit seinem Gewand (aus Scham) und weinte sehr. Wir fuhren ab, und verweilten in der Nähe von Makka. Da schloss Unais eine Wette mit einem Mann um unsere Kamele und eine gleiche Zahl von Kamelen ab, und die beiden gingen zu einem Wahrsager. Der Wahrsager ließ das Los zwischen beiden entscheiden, und das Los fiel auf Unais. Später kam er zu uns mit unseren Kamelen und eine gleiche Anzahl an Kamelen aus der gewonnenen Wette. Abu Dharr erzählte weiter: „Ich sagte zu meinem Neffen: „Ich hatte das Gebet für drei Jahre verrichtet, bevor ich den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, traf.“ Er fragte mich: „Zu wem betetest du?“ Ich sagte: „Zu Allah.“ Er sagte: „Nach welcher Richtung wandtest du dich beim Gebet?“ Ich sagte: „Nach der Richtung, nach der Allah mich wenden ließ.“ Ich pflegte in der Nacht zu beten, bis ich vom Schlaf im letzten Abschnitt der Nacht so bewältigt wurde, dass ich wie ein Gewand fiel, und ich schlief bis die Sonne am Himmel stand. Unais sagte: „Ich habe ein Geschäft in Makka zu erledigen. Bleibe hier und warte auf mich.“ Unais ging, bis er Makka erreichte. Dann kam er zu mir spät. Ich sagte: „Was hast du dort getrieben?“ Er erwiderte: „In Makka begegnete ich einem Mann, der zu deiner Religion gehörte. Er behauptete, dass Allah ihn gesandt habe.“ Ich sagte: „Was sagten die Leute über ihn?“ Er sagte: „Sie meinen, dass er ein Dichter, ein Wahrsager, oder ein Zauberer sei.“ Unais sagte weiter (Unais selbst war ein Dichter): „Ich kenne die Worte der Wahrsager, aber seine Worte sind anders.“ Ich zog auch einen Vergleich zwischen seinen Worten und den Versen. Ich fand, dass es niemandem auf keinen Fall gelang, etwas ähnliches zu machen. Ich schwöre bei Allah, dass er die Wahrheit sagte, und sie die wahren Lügner sind. Darauf sagte ich: „Bleibe hier, und warte auf mich, bis ich dorthin fahre, um die Sache genauer zu betrachten.“ So kam ich in Makka an, und fragte einen Mann, den ich für schwach ansah: „Wo ist dieser Mann, den sie den Sabäer nennen.“ Da zeigte er auf mich und sagte: „Der Sabäer!“ Alle anwesenden Leute griffen mich an. Dabei schlugen sie mich mit getrockneter Erde und Knochen, bis ich in Ohnmacht fiel. Später stand ich auf wie ein mit Blut beflecktes Idol. Dann kam ich zu dem Wasserbrunnen Zamzam und reinigte mich vom Blut und trank von seinem Wasser. Dort blieb ich, O mein Neffe, dreißig Tage. Meine Nahrung war nichts anders als das Wasser von Zamzam. Ich wurde so beleibt, dass an meinem Bauch Falten zu sehen waren, und ich empfand keinen Hunger. Als die Leute von Makka in einer Mondnacht tief schliefen, so dass keiner die Ka`ba umschritt. Es gab aber zwei Frauen von ihnen, die um Isaf und Na’ilah beteten. Als sie die Ka`ba umschritten, kamen sie an mir vorbei. Da sagte ich: „Warum verheiratet ihr die beiden nicht miteinander?“ Als sie fertig mit ihrem Gebet waren, gingen sie noch einmal an mir vorbei. Da sagte ich: „Sie sind einem Stück Holz gleich. Ich sage das ganz offen.“ Sie gingen, und dabei erhoben sie Klagegeheule und sagten: „Wenn nur einer unserer Leute hier wäre. Sie begegneten dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und Abu Bakr, als sie sich dorthin begaben. Er (der Gesandte) sagte: „Was ist los mit euch?“ Sie sagten: „Der Sabäer verstecke sich zwischen der Ka`ba und ihren Vorhängen.“ Er sagte: „Was hat er zu euch gesagt?“ Sie sagten: „Er hat uns ein Wort gesagt, das wir wegen seines Übels nicht aussprechen können.“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, begab sich zum Schwarzen Stein, den er küsste. Dann schritt er mit seinem Gefährten um die Ka`ba herum, dann verrichtete er das Gebet. Als er das Gebet beendete, entrichtete ich ihm den Gruß vom Islam (ich war der erste, der das gemacht hat.) Ich sagte: „Friede sei auf dir, O Gesandter Allahs.“ Er sagte: „Friede sei auf dir auch und Gnade von Allah.“ Darauf sagte er: „Wer bist du?“ Ich sagte: „Ein Mann aus dem Stamm Ghifar.“ Da lehnte der Gesandte, Allahs Segen und Heil auf ihm, seine Finger an seine Stirn. Ich sagte zu mir selbst: „Vielleicht mag er es nicht, dass ich aus Ghifar stamme.“ Ich versuchte seine Hand zu greifen, aber sein Freund, der ihn mehr als ich verstand, brachte mich davon ab. Er (der Gesandte) hob seinen Kopf und sagte: „Wie lange bist du da geblieben?“ Ich sagte: „Dreißig Tage.“ Er sagte: „Wer gab dir deine Nahrung?“ Ich sagte: „Meine Nahrung war nichts anders als das Wasser von Zamzam. Trotzdem wurde ich so beleibt, dass Falten an meinem Bauch zu sehen sind, und ich empfinde auch keinen Hunger.“ Er sagte: „Dieses Wasser ist gesegnet und genügt als Nahrung.“ Abu Bakr sagte: „O Gesandter Allahs, gib mir Erlaubnis, ihm diese Nacht Essen zu geben!“ Da gingen der Gesandte Allah, Allahs Segen und Heil auf ihm, und Abu Bakr fort, und ich begleitete sie. Abu Bakr öffnete eine Tür, und bot uns Rosinen aus der Stadt Ta’if an, und das war mein erstes Gericht dort. Ich blieb dort für einige Zeit, dann begab ich mich zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm. Da sagte er: „Mir wurde offenbart, dass ich nach einer Stadt auswandern muss, in der sich viele Palmen befinden. Ich glaube, dass diese Stadt keine andere als Yathrib ist. Kannst du deine Leute die Botschaft überbringen. Vielleicht wird Allah ihnen durch dich helfen, und dir Lohn dafür geben.“ Darauf ging ich zu Unais. Er sagte: „Was hast du getan?“ Ich sagte: „Ich bekannte mich zum Islam, und ich glaube jetzt daran.“ Da sagte er: „Ich habe nichts gegen deine Religion. So bekenne ich mich auch zum Islam, und ich glaube daran.“ Darauf begaben wir uns zu unserer Mutter. Da sagte sie: „Ich habe nichts gegen eure Religion. Ich bekenne mich zum Islam, und ich glaube jetzt daran.“ Da ritten wir, bis wir unseren Stamm erreichten. Die Hälfte von ihnen bekannte sich zum Islam. Dabei war Aima´ Ibn Rahda Al-Ghifariy ihr Oberhaupt. Die andere Hälfte sagten: „Wenn der Gesandte Allahs nach Madina kommt, werden wir uns zum Islam bekennen.“ Später kam der Gesandte Allahs nach Madina. Da bekannte sich die übrige Hälfte zum Islam. Dann kam der Stamm von Aslam. Sie sagten: „Wir bekennen uns zum Islam, wie es unsere Brüder aus Ghifar getan haben. Und sie bekannten sich schon zum Islam. Darauf sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Dem Stamm von Ghifar wird Allah vergeben, und dem Stamm von Aslam wird Allah Sicherheit garantieren.““

[Sahih Muslim Nr. 4520 (im arabischen)]

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Dscharir Ibn `Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, lehnte nie ab, mich bei ihm eintreten zu lassen, und sah mich nie an, ohne dass er lächelte, seitdem ich mich zum Islam bekannte.

[Sahih Muslim Nr. 4522 (im arabischen)]

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Ibn `Abbas, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, trat zu seiner Notdurft aus. So sorgte ich für das Wudu‘-Wasser und stellte das Gefäß hin zu seiner Verfügung. Als er herauskam, fragte er nach dem Stifter dieser Tat. Zuhair (ein Überlieferer) sagte: „Als sie ihm mitteilten, Abu Bakr (ein Überlieferer) sagte: Als Ibn `Abbas ihm mitteilte, sagte er: „O Allah, schenke ihm Wissen in der Religion.“

[Sahih Muslim Nr. 4526 (im arabischen)]

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Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Ich sah im Traum, dass ich ein Tuch aus Brokat in meiner Hand trug, mit dem ich zu keiner Stelle im Paradies zu kommen wünschte, ohne dass es mich dorthin fliegend brachte. Ich erzählte es Hafsa. Hafsa erzählte dies ihrerseits weiter dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, worauf er sagte: „Ich glaube, dass `Abdullah ein Rechtschaffener Mann ist.“

[Sahih Muslim Nr. 4527 (im arabischen)]

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Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Umm Sulaim sagte: „O Gesandter Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, Anas ist dein Diener! So rufe Allah für ihn an!“ Er sagte: „O Allah mein Gott, vermehre seine Güter und seine Kinder und segne das, was Du ihm gegeben hast!“

[Sahih Muslim Nr. 4529 (im arabischen)]

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Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, kam zu mir, als ich mit den Kindern spielte. Er grüßte uns und schickte mich, um eine Angelegenheit zu erledigen. Deshalb kam ich spät zu meiner Mutter. Darauf sagte sie zu mir: „Was hat dich ferngehalten?“ Ich sagte: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, schickte mich, um eine Angelegenheit zu erledigen.“ Sie sagte: „Und was ist diese?“ Ich sagte: „Diese ist ein Geheimnis.“ Sie sagte: „Dann darfst du niemandem vom Geheimnis des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erzählen.“

[Sahih Muslim Nr. 4533 (im arabischen)]

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Sa`d Ibn Abu Waqqas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Nie hörte ich den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, einem lebendigen Menschen das Paradies verheißen, außer `Abdullah Ibn Salaam.

[Sahih Muslim Nr. 4535 (im arabischen)]

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Der Hadith von `Abdullah Ibn Salaam, Allahs Wohlgefallen auf ihm:
Qais Ibn `Ubaad berichtete: Einmal war ich in Madina mit Leuten, unter denen es einige Gefährten des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, gab. Da kam ein Mann, in dessen Gesicht die Demut (vor Allah) erkennbar war. Einige Leute sagten: „Dieser Mann gehört zu den Bewohnern des Paradieses. Dieser Mann gehört zu den Bewohnern des Paradieses.“ Er verrichtete das Gebet mit zwei Rak’a (Gebetsabschnitten), wobei er es kürzer fasste, dann ging er raus und ich folgte ihm nach. Er trat in sein Haus ein, und ich war mit ihm, und wir redeten miteinander. Als ich mit ihm vertraulich wurde, sagte ich zu ihm: „Als du (in die Moschee) eintratest, sagte ein Mann dies und jenes.“ Er sagte: „Allah sei gepriesen. Es geziemt niemandem, das auszusprechen, wovon er keine Kenntnis hat. Ich sage dir den Grund für all dies. Zu Lebzeiten des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, träumte ich und erzählte ihm meinen Traum: Ich sah als wäre ich in einem Garten (und er beschrieb seine Weite, seine Wiesen und sein Grün.) In der Mitte des Gartens war ein eiserner Pfeiler. Seine Basis war im Boden und ganz oben an dem Pfeiler war ein Griff, und es wurde mir gesagt: „Erklimme ihn!“ Ich sagte: „Ich kann nicht.“ Da kam ein Mensaf. Ibn `Aun sagte: Der Mensaf ist der Diener. Er hob meine Gewänder, und ich stieg empor. (Er machte ein Zeichen mit der Hand, um die Weise zu beschreiben) Ich erreichte die Spitze und hielt den Griff fest. Zu mir wurde gesagt: Halt dich an ihm fest. Ich wurde wach und hielt fest daran, und ich erzählte dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, von diesem Traum. Da sagte er: „Dieser Garten ist der Islam und dieser Pfeiler ist der Pfeiler des Islam, und dieser Griff ist die feste Handhabe und du wirst Muslim bleiben, bis du stirbst.“ Dieser Mann war `Abdullah Ibn Salaam.

[Sahih Muslim Nr. 4536 (im arabischen)]

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Der Hadith von Hassaan Ibn Thabit, Allahs Wohlgefallen auf ihm:
Sa`id Ibn Al-Musayyib berichtete: `Umar ging an Hassan vorbei, als dieser einige Gedichte in der Moschee vortrug. Dabei sah er (`Umar) ihn missbilligend an. Da sagte er (Hassan): „Ich pflegte Gedichte in der Moschee vorzutragen, wenn sich der Bessere als du darin befand.“ Dann wandte er sich an Abu Huraira und sagte: „Ich beschwöre dich bei Allah, zu sagen, ob du den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen hörtest: „Antworte für mich.“ O Allah, unterstütze ihn durch heilige Eingebung (Ğibril), oder nicht. Er (Abu Huraira) antwortete: „Ja, bei Allah!“

[Sahih Muslim Nr. 4539 (im arabischen)]

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Al-Bara´ Ibn `Azib, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, zu Hassan Ibn Thabit sagen: „Mach Spottgedichte auf sie, und Ğibril steht dir bei.“

[Sahih Muslim Nr. 4541 (im arabischen)]

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Der Hadith von `A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr:
`Urwa berichtete, dass Hassan Ibn Thabit einer derjenigen war, die von den angeblichen Vorwürfen gegen `A´ischa redeten, deshalb beschimpfte ich ihn. Da sagte sie: „O mein Neffe, lass ihn; er verteidigte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, (indem er Spottgedichte auf die Ungläubigen machte.)

[Sahih Muslim Nr. 4542 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete, dass Hassan sagte:
O Gesandter Allahs, gib mir die Erlaubnis, Spottgedichte auf Abu Sufyan zu machen. Er (der Gesandte Allahs) sagte: „Wie würdest dir das gelingen, während ich und er zu derselben Sippe gehören?“ Er sagte: „Bei dem, der dich gewürdigt hat, ich werde dich davon ausschließen genauso, wie ein Haar vom Teig herausgezogen wird.“ Hassan sagte in seinem Gedicht: (Und unter der Sippe von Hashim gebührt Banu Bint Makhzum und deinem Vater, Al-`Abd der höchste Ruhm)

[Sahih Muslim Nr. 4544 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ihr sagt, Abu Huraira würde zu viele Hadithe vom Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erzählen. Bei Allah, bei Dem wir alle den festgesetzten Termin haben, ich war nur ein bedürftiger Mann, der den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, bediente und war mit allem zufrieden, was mir den Bauch füllte. Die Muhağirun (die muslimischen Auswanderer aus Makka) waren auf den Märkten tätig und betrieben Handelsgeschäfte. Und die Ansar (die muslimischen Helfern aus Madina) waren damit beschäftigt, ihren Besitz zu verwalten. Einmal sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Wer sein Gewand ausbreitet, wird nicht vergessen, was ich sage.“ Ich bereitete mein Gewand aus. Und als er seine Rede beendet hatte, schlug ich es vor meiner Brust zusammen. Seit dieser Zeit habe ich nichts von den Worten des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, vergessen.

[Sahih Muslim Nr. 4547 (im arabischen)]

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`A´ischa, Allahs Wohlgefallen auf ihr, berichtete:
Ich sagte zu `Urwa Ibn Az-Zubair: Ruft Abu Huraira bei dir keine Bewunderung hervor? Er kam und setzte sich hin in der Nähe meines Gemachs, um über den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, zu erzählen. Er beabsichtigte zugleich, mich dies hören zu lassen. Zu jenem Zeitpunkt war ich gerade dabei, die Lobpreisung Allahs (Tasbih) zu sprechen, und er stand auf und ging, bevor ich meine Lobpreisung zu Ende brachte. Wenn ich es geschafft hätte, mit ihm zu sprechen, hätte ich ihn belehrt, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, seine Sprüche nicht in der (schnellen) Art und Weise zu machen pflegte, wie ihr dies tut.

[Sahih Muslim Nr. 4548 (im arabischen)]

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`Ali, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, ließ mich, Az-Zubair und Al-Miqdad zu sich kommen und sagte: „Reitet zum Garten Khakh! Dort werdet ihr eine reisende Frau antreffen, die einen Brief bei sich hat. Nehmt diesen Brief an euch und bringt ihn mir!“ Wir ritten los und ließen unsere Pferde weit ausgreifen, bis wir jene Frau fanden. Wir sagten zu ihr: „Gib uns den Brief.“ Sie entgegnete: „Ich habe keinen Brief!“ Wir sagten: „Gib uns den Brief, oder wir müssen dich von Kopf bis Fuß durchsuchen!“ Da holte sie den Brief, den sie in ihrem geflochtenen Haar versteckt hatte, hervor und gab ihn uns. Da kehrten wir zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, zurück. Bei dem Brief handelte es sich um ein Schreiben von Hatib Ibn Abu Balta`a an einige Götzendiener in Makka, in dem er sie von einigen Plänen des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, unterrichtete. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, (ließ Hatib zu sich kommen und) sagte zu ihm: „O Hatib, was ist mit diesem Brief?“ Er sagte: „O Gesandter Allahs, verurteile mich nicht vorschnell! Ich war anhänglich an Quraish. Sufyan (ein Überlieferer) sagte: „Er stand in Verbindung mit einigen Quraish, ohne aber mit ihnen verwandt zu sein. Alle Muhağirun, die bei dir sind, haben Verwandte in Makka, die ihre Frauen und Kinder dort beschützen. Ich aber habe keine Verwandtschaft dort und wollte mit diesem Brief das Wohlwollen einiger Quraish erwerben, damit sie sich meiner Angehörigen annehmen. Ich habe es nicht getan, weil ich ein Ungläubiger bin, oder weil ich vom Islam abgefallen bin, und den Unglauben dem Islam vorziehe!“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte zu seinen Gefährten: „Er hat die Wahrheit gesagt.“ `Umar, Allahs Wohlgefallen auf ihm, rief: „O Gesandter Allahs, lass mich diesem Heuchler den Kopf abschlagen.“ Der Prophet aber entgegnete: „Er hat an der Schlacht von Badr teilgenommen und – wer weiß – vielleicht hat Allah sich der Kämpfer von Badr in besonderer Weise angenommen und gesagt: „Macht, was ihr wollt! Ich habe euch bereits verziehen!“ Darauf offenbarte Allah, Der Allmächtige und Erhabene, den Koranvers: »
O die ihr glaubt, nehmt nicht Meine Feinde und eure Feinde zu Schutzherren, …«

[Sahih Muslim Nr. 4550 (im arabischen)]

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Abu Musa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich war bei dem Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, während seines Aufenthalts in Ge`rana (einem Ort zwischen Makka und Madina). Bilal war auch da. Ein Beduine kam zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und sagte ihm: „O Muhammad, erfüllst du nicht, was du mir versprochen hast?“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erwiderte: „Freue dich (auf frohe Botschaft)!“ Der Beduine entgegnete: „Du hast mir das schon mehrmals gesagt!“ Da wandte sich der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, an Abu Musa und Bilal. Er sah zornig aus. Er sagte: „Dieser Mann hat die frohe Botschaft abgelehnt. Aber ihr beide sollt sie annehmen.“ Gleich erwiderten Sie: „O Gesandter Allahs, wir nehmen sie an.“ So ließ sich der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, Wasser in einem Gefäß bringen, in dem er seine Hände und sein Gesicht wusch, spuckte dann das Wasser, das er im Mund hatte, in das Wassergefäß. Er sagte dann zu ihnen: „Trinkt von diesem Wasser und schüttet es euch über Gesicht und Brust, und freut euch auf frohe Botschaft!“ Sie nahmen das Gefäß und machten, was ihnen der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, befahl. Umm Salama (Gattin des Propheten) rief sie hinter einem Vorhang und sagte: „Lasst eurer Mutter etwas davon im Gefäß übrig!“ So ließen sie ihr ein bisschen Wasser übrig.

[Sahih Muslim Nr. 4553 (im arabischen)]

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Abu Musa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Als der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, fertig mit der Schlacht von Hunain war, setzte er Abu `Amer zum Führer des Heeres ein, das nach Autaas aufbrechen sollte. Er (Abu `Amer) kämpfte mit Duraid Ibn As-Simma. In der Schlacht wurde (Duraid) getötet, und Allah verlieh uns den Sieg über seine Leute. Abu Musa erzählte weiter: „Ich war mit Abu `Amer in dieser Schlacht. Es geschah, dass ein Mann von Banu Guscham einen Pfeil auf Abu `Amer abschoss. Der Pfeil traf ihn ins Knie. So eilte ich zu ihm und sagte: „O mein Onkel, wer hat auf dich diesen Pfeil abgeschossen?“ Abu `Amer zeigte auf einen Mann und sagte: „O Abu Musa, dieser Mann, den du siehst, hat diesen Pfeil auf mich abgeschossen, und ich glaube, er hat mich dadurch getötet.“ Abu Musa sagte: „Ich ritt in aller Entschlossenheit hinter ihm her, bis ich ihn erreichte. Als er mich sah, versuchte er zu fliehen, und ich ritt weiter hinter ihm her, und sagte: „Schämst du dich gar nicht? Bist du kein Araber? Hältst du nicht stand?“ So hörte er auf, zu fliehen. So begann ein Zweikampf. Nach zwei Schläge mit den Schwertern erschlug ich ihn mit meinem Schwert, und tötete ihn, dann kehrte ich zu Abu `Amer zurück und sagte: „Allah tötete denjenigen, der einen Pfeil auf dich abgeschossen hatte.“ Da sagte er: „Nimm mir diesen Pfeil heraus!“ Ich nahm ihn heraus, und das Blut floss aus der Wunde. Da sagte er: „O mein Neffe, geh zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sprich zu ihm den Friedensgruß von mir aus und sag ihm: Abu `Amer sagt zu dir: Bitte für mich um Verzeihung!“ Abu `Amer setzte mich dann zum Führer ein, und wenig später starb er. Als ich zum Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, zurückkehrte, trat ich bei ihm ins Haus. Er lag in einem Bett, dessen Matratze aus Palmblättern hergestellt wurde. Die Palmblätter hatten Druckstellen auf dem Rücken und auf beiden Seiten des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, hinterlassen. Ich erzählte ihm von dem, was uns geschah und von dem Tod Abu `Amers. Ich sagte zu ihm, dass er (Abu `Amer) mir befahl, ihn (den Propheten) darum zu bitten, dass er (der Prophet) für ihn um Verzeihung bitten soll. Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, ließ für sich Wasser holen und nahm die kleine Gebetswaschung vor, dann erhob er seine Hände, und sagte: „O Allah, vergib `Ubaid Abu `Amer!“ Dabei waren die hellen Stellen seiner Achselhöhlen zu sehen. Dann sagte er: „O Allah, gib ihm den Vorrang vor vielen deiner Geschöpfe oder der Menschen!“ Da sagte ich: „O Gesandter Allahs, bitte für mich auch um Verzeihung!“ Da sagte der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm: „O Allah, vergib `Abdullah Ibn Qais seine Sünde und führe ihn an einen ehrenvollen Platz am Tag der Auferstehung!““

[Sahih Muslim Nr. 4554 (im arabischen)]

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Abu Musa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Ich kann die Stimmen der Leute von Asch`ar (einem Stamm) erkennen, wenn sie den Qur’an (Koran) nachts rezitieren, und dadurch kann ich leicht bestimmen, wo sie sich niedergelassen haben, auch wenn ich diesen Ort am hellen Tag vorher nicht gesehen hatte. Unter ihnen befindet sich Hakim, der sagt, wenn er den Pferden (ein anderer Überlieferer sagte: den Feinden) begegnet: Meine Leute befehlen euch, auf sie zu warten. (d.h. sie sind sehr mutig.)“

[Sahih Muslim Nr. 4555 (im arabischen)]

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Abu Musa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Haben die Leute von Asch`ar (einem Stamm) während der Kriegszüge Mangel an Nahrung, oder gibt es nicht genügend Essen für ihre Kinder in Madina, dann sammeln sie alles, was sie haben, in einem Gewand, legen es in einem einzigen Teller und essen davon, wobei jeder von ihnen einen gleichen Anteil hat. Daher gehören sie zu mir und ich gehöre zu ihnen.“

[Sahih Muslim Nr. 4556 (im arabischen)]

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Abu Musa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Wir hörten von der Auswanderung des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, als wir im Jemen waren. So brachen wir auf, um zu ihm auszuwandern. Wir waren eine große Gruppe, die aus zwei- oder dreiundfünfzig Personen aus meinen Leuten bestand. Mich begleiteten auch zwei meiner älteren Brüder, und zwar Abu Burda und Abu Ruhm. Wir gingen an Bord eines Schiffes, das in See stach, bis es beim Negus in Abessinien ankam. Dort trafen wir Ga`far Ibn Abu Talib und seine Begleiter. Ga`far sagte uns: „Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sandte uns hierhin und befahl uns, hier zu bleiben. So bleibt auch mit uns!“ Wir blieben dort mit ihm, bis wir alle (nach Madina) auswanderten. Als wir dort ankamen, hatte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, kurz davor Khaibar erobert. Der Prophet wies uns aus der Beute von Khaibar zu, obwohl er niemanden, der bei der Eroberung von Khaibar abwesend war, aus der Beute zuteilte, außer Ga`far, seinen Begleitern und den Leuten, die an Bord des Schiffes mit uns waren. So sagten einige Leute zu uns (den Schiffgästen): „Wir sind euch mit der Auswanderung zuvorgekommen.“ Asma´ Bint `Umais besuchte einmal Hafsa, Gattin des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm. Sie war auch eine von denjenigen, die zum Negus auswanderten. `Umar trat bei seiner Tochter Hafsa ein, als Asma´ bei ihr war. Als `Umar Asma´ sah, fragte er seine Tochter: „Wer ist diese?“ Sie erwiderte: „Das ist Asma´ Bint `Umais.“ Da sagte `Umar: „Der Schiffsgast, die nach Abessinien auswanderte?“ Asma´ sagte: „Ja, das bin ich.“ `Umar sagte ihr: „Wir sind euch mit der Auswanderung zuvorgekommen. Daher haben wir größeres Anrecht auf den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, als ihr.“ Sie wurde ärgerlich und sagte: „Das stimmt doch einfach nicht, O `Umar. Nein, bei Allah, ihr wart mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, wobei er den Hungrigen unter euch ernährte und den Unwissenden unter euch anleitete, während wir in einem weit entfernten Land unter den Feinden in Abessinien Allahs und Seines Gesandten zugunsten waren. Bei Allah, ich werde nichts essen oder trinken, bis ich das, was du gesagt hast, dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, mitteile. Wir hatten dort ständige Schwierigkeiten und Angst. Das werde ich auch dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erwähnen und ihn danach fragen. Bei Allah, ich werde dabei nicht lügen, von der Wahrheit nicht abweichen, und nichts anderes hinzufügen.“ Als der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, kam, sagte sie: „O Gesandter Allahs, `Umar hat dies und jenes gesagt.“ Da sagte der Gesandte Allah, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Er hat kein größeres Anrecht auf mich als ihr. Er und seine Gefährten wanderten nur einmal aus, aber ihr, die Schiffsgäste, wandertet zweimal aus.“ Sie berichtete: Abu Musa und die anderen Schiffsgäste kamen danach zu mir in Gruppen, um mich nach diesem Hadith zu fragen. Für sie gab es nichts anderes, das sie sehr erfreute und für sie wertvoller war, als das, was der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sie betreffend sagte. Abu Burda berichtete, dass Asma´ sagte: „Abu Musa forderte von mir, diesen Hadith für ihn mehrmals zu wiederholen.“

[Sahih Muslim Nr. 4558 (im arabischen)]

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Dschabir Ibn `Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Der Qur’anvers »Als zwei Teil(gruppen) von euch vorhatten, aufzugeben, wo doch Allah ihr(er) (beider) Schutzherr ist.« wurde wegen der beiden Stämme Banu Salama und Banu Haritha offenbart. Wir hätten die Tatsache nicht gemocht, dass dieser Qur’anvers wegen uns herabgesandt wurde, hätte Allah, Der Allmächtige und Hocherhabene, nicht gesagt: »… wo doch Allah ihr(er) (beider) Schutzherr ist.«

[Sahih Muslim Nr. 4560 (im arabischen)]

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Zaid Ibn Arqam, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „O Allah, vergib den Ansar (den muslimischen Helfern von Madina), den Kindern der Ansar, und den Enkelkindern der Ansar!“

[Sahih Muslim Nr. 4561 (im arabischen)]

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Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Als der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, Kinder und Frauen sah, die gerade von einer Hochzeitsfeier zurückkamen, stand er auf und sagte: „O Allah, Du weißt, dass diese zu den liebsten Menschen bei mir gehören! O Allah, Du weißt, dass diese zu den liebsten Menschen bei mir gehören!“ gemeint sind die Ansar.

[Sahih Muslim Nr. 4563 (im arabischen)]

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Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Einmal kam eine Frau von den Ansar (den muslimischen Helfern aus Madina) zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm. Er nahm sie beiseite und sagte ihr: „Bei Dem, in dessen Hand mein Leben ist, ihr (Ansar) gehört zu den liebsten Menschen bei mir.“ Dabei wiederholte er diesen Satz dreimal.

[Sahih Muslim Nr. 4564 (im arabischen)]

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Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Die Ansar (die muslimischen Helfer aus Madina) sind meine Familie und meine zuverlässigen Freunde. Die Menschen werden immer mehr, und die Ansar unter den Bewohnern von Madina werden immer weniger. So kommt den guten Menschen von ihnen entgegen und verzeiht den Übeltätern!“

[Sahih Muslim Nr. 4565 (im arabischen)]

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Abu Usaid, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Die besten Ansar (Die muslimischen Helfern von Madina) sind Banu An-Nağğar, dann Banu `Abdel Aschhal, dann Banu Alharith Ibn Al-Khazrağ, dann Banu Sa`ida. Und alle Ansar sind gut.“ Sa`d sagte: „Meiner Ansicht nach, zog der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, uns anderen vor.“ Jemand sagte zu ihm: „Er zog euch allerdings vielen vor.“

[Sahih Muslim Nr. 4566 (im arabischen)]

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Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich war einmal mit Dscharir Ibn `Abdullah Al-Badschaliy auf Reisen. Während der Reise bediente er mich. Da sagte ich: „Tue es bitte nicht!“ Er sagte: „Ich sah die Ansar dasselbe mit dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, machen. So schwor ich, dass ich nie mit einem von ihnen reise, ohne dass ich ihn bediene.“

[Sahih Muslim Nr. 4570 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Dem Stamm von Aslam wird Allah Sicherheit garantieren, und dem Stamm von Ghifar wird Allah vergeben. Ich bin es nicht, der dies gesagt hat, sondern Allah, Der Allmächtige und Hocherhabene.“

[Sahih Muslim Nr. 4574 (im arabischen)]

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Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Dem Stamm von Ghifar wird Allah vergeben, und dem Stamm von Aslam wird Allah Sicherheit garantieren, und der Stamm von `Usayya hat Allah und seinem Gesandten den Gehorsam versagt.“

[Sahih Muslim Nr. 4576 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Der Stamm von Quraish, die Ansar, Muzaina, Dschuhaina, Aslam, Ghifar, und Aschğa` sind meine Helfer. Sie haben keinen Schutzherrn außer Allah und seinem Gesandten.“

[Sahih Muslim Nr. 4578 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Der Stamm von Aslam, Ghifar, Muzaina, und diejenigen aus Dschuhaina oder Dschuhaina selbst sind besser als Banu Tamiem, Banu `Amer, und die beiden Alliierten, Assad und Ghatafan.“

[Sahih Muslim Nr. 4579 (im arabischen)]

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Abu Bakra, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Al-Aqra` Ibn Habis kam zum Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und sagte: „Diejenigen aus dem Stamm Aslam, Ghifar, Muzaina, und ich glaube, dass er Dschuhaina auch sagte – Darin ist der Überlieferer, Muhammad unsicher -, die dir den Treueid leisteten, sind nichts anderes als diejenigen, die die Pilger plündern.“ Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Was meinst du, wenn der Stamm von Aslam, Ghifar, Muzaina, und ich glaube, er sagte auch Dschuhaina. besser als Banu Tamiem, Banu `Amer, Assad und Ghatafan sind, schlugen diese fehl und erlitten einen Verlust?“ Er sagte: „Ja!“ Darauf sagte er (der Prophet): „Bei dem, in dessen Hand mein Leben ist, die erst erwähnten Leute sind besser als die anderen.“

[Sahih Muslim Nr. 4582 (im arabischen)]

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`Umar Ibn Al-Khattab, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Die erste Sadaqa (Spende bzw. Almosen), die den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und seine Gefährten mit Freude erfüllt hat, war die Sadaqa (Spende bzw. Almosen) von Tai‘. Ich brachte sie dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, persönlich.

[Sahih Muslim Nr. 4585 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Tufail und seine Leute kamen zum Propheten und sagten: „O Gesandter Allahs, der Stamm Daus ist wahrlich in Ungehorsam verfallen und verhält sich nur ablehnend, so richte zu Allah ein Bittgebet gegen ihn (den Stamm)!“ Jemand sagte: „Nieder mit den Daus!“ Der Prophet aber sagte: „O Allah, führe die Daus zum rechten Weg und bringe sie zu uns zurück.“

[Sahih Muslim Nr. 4586 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Ich werde die Banu Tamiem wegen dreierlei für immer lieben, die ich vom Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, hörte:

1. Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagen: „Sie sind diejenigen unter meiner Ummah (Anhängern), die dem falschen Messias am heftigsten Widerstand leisten.“
2. Als ihm ihre Zakah gebracht wurde, sagte der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Das ist die Zakah unserer Leute.“
3. Als eine Frau von ihnen aus der Gefangenschaft bei `A´ischa als Dienerin tätig war, sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Lasse sie frei! Sie gehört zu den Nachkommen von Isma`il.“

[Sahih Muslim Nr. 4587 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Die besten arabischen Frauen sind: – (Ein Überlieferer sagte:) die rechtschaffene Frauen aus Quraish. – (Ein anderer Überlieferer sagte:) die Frauen aus Quraish, die am meisten Mitleid mit den Waisenkindern fühlen, und die am meisten für den Besitz ihrer Männer sorgen.“

[Sahih Muslim Nr. 4589 (im arabischen)]

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Der Hadith von Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm:
`Asim berichtete, dass er zu Anas, Allahs Wohlgefallen auf ihm, sagte: „Hast du gehört, dass der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Es gibt keine Allianz im Islam?““ Anas sagte: „Der Gesandte Allahs hat aber eine Allianz zwischen Quraish und den Ansar in seinem Haus geschlossen.“

[Sahih Muslim Nr. 4593 (im arabischen)]

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Abu Sa`id Al-Khudry, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Eine Zeit wird auf die Menschen zukommen, in der eine Gruppe in den Kampf zieht. Zu ihnen wird gesagt: „Gibt es jemanden unter euch, der den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, gesehen hat?“ Sie werden sagen: „Ja!“ Dann verleiht Allah ihnen dafür den Sieg. Nachher zieht eine Gruppe in den Kampf. Zu ihnen wird gesagt: „Gibt es jemanden unter euch, der die Gefährten des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, gesehen hat?“ Sie werden sagen: „Ja!“ Da verleiht Allah ihnen dafür den Sieg. Nachher zieht eine Gruppe in den Kampf. Zu ihnen wird gesagt: „Gibt es jemanden unter euch, der die Gefährten von den Gefährten des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, gesehen hat?“ Sie werden sagen: „Ja!“ Da verleiht Allah ihnen dafür den Sieg.“

[Sahih Muslim Nr. 4597 (im arabischen)]

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`Abdullah Ibn Mas`ud, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Die besten in meiner Ummah (Gemeinschaft) sind diejenigen in der folgenden Epoche. Dann diejenigen, die nach ihnen folgen, dann diejenigen, die nach ihnen folgen. Danach werden Menschen kommen, deren Zeugnisse ihren Eiden zuvorkommen, und deren Eide ihren Zeugnissen zuvorkommen.“

[Sahih Muslim Nr. 4599 (im arabischen)]

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`Imran Ibn Hussain, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Die besten von euch sind diejenigen in meiner Epoche, dann diejenigen, die nach ihnen folgen, dann diejenigen, die nach ihnen folgen, dann diejenigen, die nach ihnen folgen.“ `Imran (der Überlieferer) sagte: „Ich weiß nicht, ob er nach seiner Epoche, noch zwei oder drei Epochen nannte.“ Dann fuhr er fort: „Nach ihnen werden Menschen kommen, die als Zuschauer leben und nicht als Märtyrer wirken, und die sich untreu verhalten und nicht vertrauenswürdig sind, und die Gelübde ablegen und diese dann nicht erfüllen. Das Übergewicht wird an ihren Körpern sichtbar sein.“

[Sahih Muslim Nr. 4603 (im arabischen)]

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Abdullah Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Einmal leitete uns der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, beim Nachtgebet. Das war in seinem letzten Lebensabschnitt. Als er den Taslim (Formel, die man am Ende des Gebets spricht.) sprach, stand er auf und sagte: „Seht ihr diese Nacht? Hundert Jahre danach wird niemand auf der Erdoberfläche übrig bleiben.“ Ibn `Umar sagte: „Die Leute verstanden diese Aussage von dem Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, nicht, besonders das, was mit hundert Jahren gemeint ist. In Wirklichkeit meinte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, dass niemand von uns hundert Jahre nach dieser Nacht noch leben wird, d.h. da wird das Ende dieser Generation.“

[Sahih Muslim Nr. 4605 (im arabischen)]

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Abu Sa`ied, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Khalid Ibn Al-Walid und `Abdu-r-Rahman Ibn `Auf gerieten einmal in Streit. Da beschimpfte ihn Khalid. Darauf sagte der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm: „Beschimpft keinen meiner Gefährten! Denn wenn einer von euch soviel Geld wie der Berg von Uhud spenden würde, würde er nie den geringsten Teil der Leistung des einen von ihnen erreichen; auch nicht einmal die Hälfte davon!“

[Sahih Muslim Nr. 4611 (im arabischen)]

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Der Hadith von Asma´ Bint Abu Bakr, Allahs Wohlgefallen auf beiden:
Abu Naufal berichtete: Al-Hağğağ Ibn Yusuf Ath-Thaqafy sagte zu Asma´ Bint Abu Bakr: „Was meinst du zu dem, was ich dem Feind Allahs (deinem Sohn) antat?“ Sie sagte: „Du hast ihm sein Leben im Diesseits verdorben, aber er hat dir dein Leben im Jenseits verdorben.“ Er (Al-Hağğağ ) erwiderte: „Ich hörte, dass du ihn den Sohn der von den zwei Gürteln nanntest.“ Sie (Asma´ Bint Abu Bakr) sagte: „Bei Allah, Ich bin die von den zwei Gürteln. Mit Hilfe eines Gürtels trug ich das Essen vom Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, und das von Abu Bakr mit mir auf den Reittieren. Der andere ist der unentbehrliche Gürtel für die Frau. Wahrlich, der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, erzählte uns, es werde einen großen Lügner und einen großen Mörder geben, die zum Stamm der Thaqief gehören. Den Lügner haben wir schon gesehen. Ich glaube aber, dass du der gemeinte Mörder ist.“ Da ging er raus, ohne ein Wort zu sagen.

[Sahih Muslim Nr. 4617 (im arabischen)]

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Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Wenn das Wissen in Religion in den Plejaden wäre, würde ein Mann aus Persien oder (er sagte:) ein Perser dorthin fahren, um es zu erwerben.“

Kommentar: Die Plejaden (Siebengestirn), auch Atlantiden oder Atlantiaden, sind ein offener Sternhaufen, der mit bloßem Auge gesehen werden kann. Deutsche Namen der Plejaden sind Siebengestirn, Sieben Schwestern und Gluckhenne. Quelle: wikipedia

[Sahih Muslim Nr. 4618 (im arabischen)]

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Ibn `Umar, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete:
Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte: „Die Leute werden soviel wie hundert Kamele sein. Trotzdem sucht man ein geeignetes Reittier unter ihnen, findet aber keins!“ (d.h. obwohl die Leute so viel werden, ist eine zuverlässige Person schwer zu finden.)

[Sahih Muslim Nr. 4620 (im arabischen)]


Der Gesandte Allahs (s) sagte: „Ich wurde nur gesandt um die edlen Charaktereigenschaften zu vervollkommnen.“ (Imam Malik)

„Wahrlich, ihr habt an dem Gesandten Allahs ein schönes Vorbild für jeden, der auf Allah und den Letzten Tag hofft und Allahs häufig gedenkt.“ [33:21]

…Ich sagte: „Mutter der Gläubigen! Erzähle mir vom Charakter des Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm. Sie erwiderte: „Liest du den Quran nicht? Ich sagte: Doch! Sie sagte: „Der Charakter des Propheten, Allahs Segen und Heil auf ihm, war der Quran. (Das heißt, daß er sich laut dem Quran benahm.) (Auszug aus dem Hadith, überliefert von Sa`d Ibn Hischam Ibn ‚Amer, Muslim)

Der Gesandte Allahs (s) sagte: „Unter den Gläubigen ist derjenige am vollkommensten im Glauben, der sich am besten benimmt, und die Besten unter euch sind diejenigen, die ihre Frauen am besten behandeln.“ (At-Tirmidhi)

`Abdullah Ibn `Amr, Allahs Wohlgefallen auf beiden, berichtete: „Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, war nicht unzüchtig und sprach keine schlechten Worte. Er pflegte zu sagen: ‚Die besten von euch, sind diejenigen, die den besten Charakter haben.'“ (Sahih Bucharyy)

Jemand, mit gutem Charakter, sucht sich nicht die Menschen aus, welchen er mit Güte begegnet, sondern er behandelt jeden Mensch gut, ob Muslim, Jude, Christ, Atheist etc. sogar die Tiere und die Umwelt erfahren von ihm nur Güte.

Allah sagt im Quran (60:8): „Allah verbietet euch nicht, gegenüber denjenigen, die nicht gegen euch der Religion wegen gekämpft und euch nicht aus euren Wohnstätten vertrieben haben, gütig zu sein und sie gerecht zu behandeln. Gewiß, Allah liebt die Gerechten.“

Der gute Charakter erhöht den Rang, wie Allahs Gesandter (s) gesagt hat: „Die schwerwiegendste Sache, die für den Gläubigen am Tage der Auferstehung in die Waagschale gelegt wird, ist ein guter Charakter, und Allah verabscheut gewiß den (Menschen), der unanständige und beleidigende Worte gebraucht.“ (Abu Darda; Tirmidhi)

Abdullah Ibn Masud berichtete, dass der Gesandte Allahs (s) gesagt hat: „Die Aufrichtigkeit führt zum Weg der Rechtschaffenheit und die Rechtschaffenheit führt ins Paradies. Ein Mensch, der nur die Wahrheit spricht, wird bei Allah als Siddiq* geschrieben…“ (Muslim, Bucharyy)


Es existieren sehr viele realitätsfremde Sichtweisen über die muslimische verhüllte Frau “ , die dann mit solchen Bezeichnungen tituliert werden , wie unterdrückt , rückständig , antimodernistisch ,aggressiv , fanatisch , weibliche Glaubenstiere , intolerant , usw.

Es sagte einmal eine deutsche konvertierte Naqschibandiyya Schwester , welche ich von ihren Söhnen hörte :“ Ach ja , is ja doll , einerseits sagt man , wir als Muslime sollen tolerant sein , aber bei solchen Themen wie das Hijaab zeigen die Intoleranten ihre eigene Intoleranz & begründen das mit dem jüdisch-christlichen Abendland & deren Traditionen . Aber dass es seit 17 Jahrhundert schon deutsche Muslimas gab , interessiert wohl keinen , wahrscheinlich interessiert es auch keinen , dass es nichtmuslimische Männer sind , die über meinen Kopf & das Tuch entscheiden wollen , was ich darauf trage “

Es ist schon sehr skurill , dass sich die heutigen Muslime, insbesondere die Muslimas , nicht darum kümmern bzgl. ihrer Rechte , da man sehr gerne immer nur über die Pflichten spricht & es keine spezielle islamische Frauenliteratur gibt .Was noch nicht ist , kann ja noch werden .

Der Quran erhebt die muslimische Frau auf die Höhe des Mannes & bietet ihr zeitgleich viele Erleichterung bei der Periode , Schwangerschaft , usw.

4 – An-Nisa‘ – Die Frauen 23 Verboten sind euch (zur Heirat) eure Mütter, eure Töchter, eure Schwestern, eure Vaterschwestern und Mutterschwestern, eure Brudertöchter und Schwestertöchter, eure Nährmütter, die euch gestillt haben, und eure Milchschwestern und die Mütter eurer Frauen und eure Stieftöchter, die in eurem Schutze sind, von euren Frauen, mit denen ihr (die eheliche Beziehung) vollzogen habt. Habt ihr dies jedoch noch nicht mit ihnen vollzogen, so ist es keine Sünde. Ferner die Ehefrauen eurer Söhne aus eurer Abstammung, und ihr sollt nicht zwei Schwestern zusammen haben, es sei denn (, es ist) bereits geschehen. Seht, Allah ist Allverzeihend und Barmherzig.

Auch hier wird die muslimische Frau in mehrfacher Hinsicht geschützt , um viele geschichtliche Verwerfungen von Milchschwestern in den europäischen Herrschaftshäusern gegeben hat .

zitat:4 – An-Nisa‘ – Die Frauen 24 Und (verwehrt sind euch) verheiratete Frauen außer denen, die ihr von Rechts wegen besitzt. Dies ist Allahs Vorschrift für euch. Und erlaubt ist euch außer diesem, daß ihr mit eurem Geld Frauen begehrt, zur Ehe und nicht zur Hurerei. Und gebt denen, die ihr genossen habt, ihre Brautgabe. Dies ist eine Vorschrift; doch soll es keine Sünde sein, wenn ihr über die Vorschrift hinaus miteinander eine Übereinkunft trefft. Seht, Allah ist Allwissend und Allweise.

!Verwehrt sind euch verheiratete Frauen „, so heisst es im Quranvers , muss wiederum in der historischen Gegebenheit verbunden werden , denn bei den Arabern war es meist üblich sich über heirat & Ehre der Frau hinwegzusetzen . Ein entscheidener Fortschritt , was in der heutigen Zeit meist in Europa vergessen worden ist .

zitat:4 – An-Nisa‘ – Die Frauen 32 Und begehrt nicht das, womit Allah die einen von euch vor den anderen ausgezeichnet hat. Die Männer sollen ihren Anteil nach ihrem Verdienst erhalten, und die Frauen sollen ihren Anteil nach ihrem Verdienst erhalten. Und bittet Allah um Seine Huld. Wahrlich, Allah hat vollkommene Kenntnis von allen Dingen.

Die beiden letzten Verse verweisen auf die Gleichwertigkeit der Geschlechter , auch wenn jetzt bestimmt solche „aufgeklärten “ Menschen auftreten werden , dann sagen werden , dass die muslimischen andererseits durch das Erbe & der Zeugenschaft benachteiligt werden :

1. Erbe : Dadurch das die musl. Frauen schon durch Brautgabe & im Heiratsvertrag gesonderte Vereinbarungen geschützt werden , erhält die musl. Frau ein Drittel des Erbes ,

2. Zeugenschaft : Eine sunnitische Rechtsgelehrte, der Maliki Rechtsschule zugehörig , nannte bzgl. diesem Vorwurfs die weibliche Verfasstheit , welche sich auf Emotionalität bezieht , was nicht bedeutet , dass sie deswegen kein Verstand hat , muss die Zeugenschaft ohne Hintergedanken& möglicher Fehlerquellen gewährleistet sein , weshalb die Unterstützung der Zeugin durch zwei oder mehrere musl. Frauen eine Barmherzigkeit darstellt .

Dieser Quranvers als Beweis :

zitat:9 – At-Tauba – Die Reue 71 Und die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen sind einer des anderen Beschützer: Sie gebieten das Gute und verbieten das Böse und verrichten das Gebet und entrichten die Zakah und gehorchen Allah und Seinem Gesandten. Sie sind es, derer Allah Sich erbarmen wird. Wahrlich, Allah ist Erhaben, Allweise.

Die Behauptung „daß die muslimische Frau an den Herd gehört & auf die Kinder aufpassen soll “ entspricht der christlichen -jüdischen Vorstellung einerseits , was aber der islamischen Geschichte & der heutigen Zeit extrem widerspricht .Aber auch der Vorwurf ,dass die muslimischen Männer den musl. Frauen das Arbeiten verbieten , ist auf der Grundlage ihres Verständnisses heraus abzuleiten ist, was aber kein prinzipielles Gebot bedeutet .

Aber es gibt auch konvertierte muslimische Frauen , welche nicht arbeiten wollen & sich intensiv mit der Erziehung der Kinder widmen wollen .Anders herum ist es aber auch üblich , dass sie arbeiten möchte ,aufgrund der finanziellen Notlage , wie wir sehen hängt dies meist von der finanziellen Lage ab & nicht von der islamischen Religion .

Ich werde in nicht-chronologischer Reihenfolge einige muslimische Frauen erwähnen , welche Mütter derGläubigen ,Gefährtinnen ,
Rechtsgelehrte ,Herrscherinnen & Hadithexpertinnen waren .

Ein sehr berühmte Geschichte , welche ich von einem hanafitischen Rechtsgelehrten & Imam al Khatibi gehört habe , möchte ich euch nicht vorenthalten :

Shaikhul Islam Nurud Deen Ibn Hajar al Haythami ra hatte einen Studenten ,welcher bei ihm ra studierte ( der Name des Studenten ist unbekannt ) , welcher sich über einen anderen Studenten aufregte & beim Shaikhul Islam zur Sprache brachte , da sich dieser darum bemühte einer seiner Studenten zu werden .Derjenige ,der sich nun bemühte ein Student Ibn Hajars zu werden ,stellte sich vor & Shaikhul Islam , welcher vom anderen Studenten gewarnt wurde ,stellte nach einiger Zeit die berühmte Frage :“ Was hältst Du von muslimischen Frauen ?“
Der Student war etwas verdutzt & sagte nur :“ Musl. Frauen gehören an Herd & sollen auf die Kinder aufpassen !“
Shaikhul Islam ra erwiderte :“ Es gibt keine Ehrwürdigeren unter den musl. Frauen , welches die Mütter der Gläubigen & die Gefährtinnen sind.
Ich kenne keine muslimische Frau , welche sich so sehr für den Islam wie jene & ich kenne keine besseren Geschöpfe unter den Menschen als die muslimischen Frauen , welche Rechtsgelehrte & Hadithgelehrte sind & trotzdem für ihre Ehemänner da sind & auf die Kinder aufpassen .Ich kenne keine besseren Geschöpfe als jene Kinder aus solchen ehrwürdigen Ehen. Denn ich selbst habe unter einer muslimischen Hadithexpertin studiert & habe von mehrere Ijazas ( Lehrerlaubnisse ) erhalten .Daher verwehre ich Dir den Studienplatz bei mir , denn wer dem Schutzgewand des Glaubens ( gemeint ist hier die muslimische Frau ) verachtet , verachtet einen Teil des Glaubens “

Da stellt sich doch die Frage : Wie kann es sein , dass dieses Prinzip vernachlässigt wurde ?

In der Islamischen Zeitung standen mehrere interessante Artikel dazu :

IZ-Serie: „Weibliche Persönlichkeiten aus der muslimischen Geschichte“ – Von Aisha Bewley
(iz)Aischa, die Frau des Propheten, sagte: „Wie großartig sind die Frauen der Ansar. Ihre Bescheidenheit hielt sie nicht davon ab, zu Gelehrten im Din zu werden.“ Es gibt keinen Zweifel, dass der Islam die Wichtigkeit des Wissens betont. Jeder kennt den berühmten Ausspruch des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden schenken: „Suche Wissen, selbst wenn es in China ist.“ Der Qur’an befiehlt uns ebenfalls, Wissen zu suchen. Allah sagt: „Sprich: Herr, mehre mein Wissen.“ (Ta-Ha, 114) Die Bedeutung von Wissen und dessen Konsequenzen wird den ganzen Qur’an hindurch zum Ausdruck gebracht: „Nur diejenigen, die Wissen haben, werden es begreifen“ (Al-Ankabût, 43) und „Und sie sagen, ‘Hätten wir nur zugehört und unseren Verstand gebraucht, so wären wir nicht unter den Leuten des Feuerbrandes’.“ (Al-Mulk, 10) Die Liste der Ayat (Verse) über dieses Thema könnte immer weiter fortgeführt werden. Die Leute des Wissens sind „die Erben der Propheten“, wie der Gesandte Allahs gesagt hat. Er sagte auch: „Wissen fügt dem Edlen Ehre hinzu und erhebt den Sklaven, bis er die Ebene von Königen erreicht.“Der Befehl, nach Wissen zu streben, ist ebenso an die Frauen gerichtet.

A’ischa, Mutter der Gläubigen Das Wissen ‘A’ischas über den Din ist berühmt. Der Prophet sagte zu seinen Gefährten: „Nehmt die Hälfte eures Dins von Humaira (‘A’ischa).“ Und die Berichte, die uns von den Gefährten vorliegen, belegen das unbeschreibliche Maß von Wissen, über das sie verfügte. Abu Musa Al-Asch’ari sagte: „Wann immer wir, die Gefährten des Propheten, auf irgendeine Schwierigkeit bezüglich eines Hadith stießen, brachten wir es ‘A’ischa vor und fanden, dass sie eindeutiges Wissen darüber hatte.“ ‘Urwa ibn Az-Zubayr stellte fest: „Ich habe keinen größeren Gelehrten gesehen als ‘Ai’scha, was das Lernen des Qur’an betrifft, die Aufteilung der Erbschaft, erlaubte und verbotene Dinge, Poesie und Literatur, arabische Geschichte und Genealogie.“ Ibn Al-Dschauzi erwähnt eine Überlieferung von Hischam ibn ‘Urwa, dass dieser zu ‘A’ischa sagte: „Umm! (Mutter, da sie als Frau des Propheten eine der „Mütter der Gläubigen“ ist) Ich bin nicht überrascht von deinem Wissen über Poesie, denn du bist die Tochter von Abu Bakr, und er war derjenige, der am meisten von allen Menschen über Dichtung wusste. Doch ich wundere mich über dein Wissen in Medizin.“ Sie klopfte ihm auf die Schulter und sagte, „Der Gesandte Allahs, Allah segne ihn und schenke ihm Frieden, war am Ende seines Lebens krank, während die Delegationen der Araber aus allen Richtungen zu ihm kamen. Sie verschrieben Dinge für ihn und ich behandelte ihn entsprechend. Daher kommt es.“ Al-Qasim ibn Muhammad sagte: „‘A’ischa übernahm das Geben von Fatwas (Rechtsgutachten) während der Khalifate Abu Bakrs, ‘Umars, ‘Uthmans und so weiter, bis sie starb.“ Bei Abu ‘Abdullah Al-Ghafiqi heißt es über ‘A’ischa: „Sie hatte die meisten Überlieferungen vom Propheten und den meisten Fiqh (Rechtsverständnis) von denen, die Fatwa gaben. Sie wurde von Menschen aus den entferntesten Ländern zwecks Wissen von der Sunna und den Verpflichtungen aufgesucht. Sie erzählte alle Dichtungen der Araber mit großer Reinheit. Sie war wundervoll im Tafsir (Kommentar) des Qur’an und in eloquenter Ausdrucksweise. Sie hatte den reichsten Anteil von Wissen in Medizin.“ Sie übertrug ihr Wissen auf mindestens 77 Männer und acht Frauen, von denen 14 (elf Männer und drei Frauen) mit ihr verwandt waren. ‘Urwa sagte: „Nie sah ich jemanden mit mehr Wissen über das Erlaubte und Verbotene, Allgemeinwissen, Wissen über Dichtung und Medizin als ‘A’ischa.“ Masruq sagte, „Ich sah die Gefährten ‘A’ischa über die Aufteilung der Erbschaft befragen.“ An-Nabulisi schreibt: „Es gibt keinerlei Vorwurf oder Tadel für eine Frau, sich mit irgendeinem Aspekt des Strebens nach Wissen zu befassen und es zu lehren (…) ‘A’ischa pflegte die Wissenschaften zu interpretieren und herausragenden Männern Information über unklare Dinge zu geben.

Sie korrigierte eine Anzahl von Gefährten in zahlreichen Hadithen – unter anderem ‘Umar und seinen Sohn, Abu Huraira, Ibn ‘Abbas, ‘Uthman ibn ‘Affan, ‘Ali ibn Abi Talib, Ibn Az-Zubair, Zaid, Abu’d-Darda’, Abu Sa’id, Al-Bara’, Fatima bint Qais und andere.“ Dies war nicht auf ‘A’ischa beschränkt. Es war so bei allen Frauen des Propheten und den weiblichen Gefährten, wie Umm Sulaim, Umm Ad-Darda’, Fatima bint Qais Al-’Adawijja und anderen Frauen nach ihnen. Die Leute erhielten Wissen und Unterweisung von diesen Frauen, so wie sie es auch von Männern erhielten. Dies wird in den Büchern des Hadith, der Geschichte und den biographischen Sammlungen (Tabaqat) bestätigt. Der Prophet legte großen Wert darauf, dass Frauen ebenso wie die Männer im Islam ausgebildet werden. Frauen können von Männern ausgebildet werden, und wir finden eine Darstellung dessen, als der Prophet ‘Umar ibn Al-Khattab sandte, um den Frauen der Ansar von den Grundlagen des Islam zu berichten. In Ibn Sa’ds „Kitab At-Tabaqat Al-Kabir“ berichtet Umm ‘Atijja, dass der Gesandte Allahs, als er nach Medina kam, die Frauen der Ansar anwies, sich in einem Haus zu versammeln, und ‘Umar ibn Al-Khattab zu ihnen schickte, um ihnen die Lehren des Islam zu vermitteln. Al-Bukhari befasst sich in einem Kapitel mit dem Imam, der die Frauen ermahnt und unterrichtet. Darin erwähnt er den Bericht von Ibn ‘Abbas, wonach der Prophet mit Bilal (dem ersten Gebetsrufer des Islam) hinausging. „Der Prophet dachte, er sei nicht gehört worden, daher gab er einige Ermahnungen an die Frauen“. Ad-Dimamini stellte fest: „Dies ist die Grundlage für die Anwesenheit von Frauen bei Treffen und Versammlungen, unter der Voraussetzung, dass diese frei von Versuchungen sind.“

(Der vollständige Text finden Sie in der Printausgabe Nr.90)