Archiv für September, 2009


Fethullah Gülen und der nationalistische Pferdefuß

Auch wenn Fethullah Gülen weit entfernt ist von seinem großen Traum, jenem großtürkischen Reich „Turan“, das von einer türkisch-islamischen Herrschaftsschicht regiert werden würde, ist er immerhin erfolgreich in der Verbreitung der türkischen Thesen in der ganzen Welt. Über seinen Traum klärte er bereits 1996 auf:

„Ich konnte mich niemals zufrieden geben mit dieser kleinen Gestalt einer Nation [gemeint ist die Türkei, d.Red], die eine große Geschichte vorweisen kann. Ich lebte in meinen Träumen stets mit Gedanken, die Utopien glichen. Manchmal ertränkte ich sie mangels Handlungsfähigkeit mit meinen Tränen.“ [1]

An einer anderen Stelle sagte Fethullah Gülen:

„Ich konnte niemals diese Verkleinerung eines großen Staates akzeptieren. Ich lebte mit dem Bewusstsein um meine Nation, als sei ich gefesselt.“ [2]

Wie bereits erwähnt im ersten Teil dieser Serie über Fethullah Gülen, spendete Gülen der ultranationalistischen Partei MCP [„Partei der nationalistischen Arbeit“] 3.5 Milliarden Lira für die am 20.10.1991 anstehenden Wahlen.

Fethullah Gülen soll im August 1987 mit der Ausbildung von Predigern begonnen haben, die seine Ideen verbreiten sollten und in einem seiner Vorträge gesagt haben, dass ein Treffen zwischen Alparslan Türkeþ und ihm zustande gekommen sei, in dessen Verlauf er Türkeþ seine Absicht über die Ausbildung im Sinne der Scharia offenbart habe, die dieser akzeptierte. [3]

Gülens besondere Vorlieben für türkische Rassisten wurden durch zahlreiche Preise und Ehrungen belohnt:

1995 nahm Fethullah Gülen den Preis „Nihal Atsýz Türk Dünyasý Hizmet Ödüllü“ [„Nihal-Atsýz–Preis für Dienste an der türkischen Welt“] entgegen, der durch die „Türk Ocaklarý“, jene Vereine türkischer Ultranationalisten, Turanisten und Faschisten, die sich selbst als „Ülkücü“ bezeichnen, ausgegeben wurde; Nihal Atsýz [4] selbst ist allgemein als türkischer Rassist bekannt.

Auch 1998 erhielt er einen Preis der „Türk Ocaklarý“, diesmal die „Hamdullah Suphi Tanrýöver – / Türk Ocaklarý Kültürü Armaðaný“ [„Hamdullah-Suphi Tanrýöver-Ehrung für Verdienste um die Kultur des Türkischen Heimes“], die den Namen des nationalistischen Politikers Hamdullah Suphi Tanriöver trägt.

Auch Gülens Beziehungen zum Geheimdienst und sogar zu Ergenekon [5], jener tiefstaatlichen Organisation, die für zahlreiche Morde unbekannter Täter an Kurden beteiligt war, wie auch an den Bestrebungen einen Chaoszustand in Nordkurdistan zu verursachen, sind Gesprächsthemen zahlreicher seriöser Journalisten.

Bereits kurz nach dem Susurluk-Skandal, der das kriminelle Beziehungsgeflecht des türkischen Staates deutlich machte, tauchte Fethullah Gülen in einem Bericht des türkischen Geheimdienstes MIT auf. MIT wurde aufmerksam auf Behauptungen, die im Umlauf waren, wonach Fethullah Gülen der geheime Partner der ehemaligen türkischen Ministerpräsidentin Tansu Ciller in einer Schwarzgeldaffäre gewesen sei bzw. die Gülen-Prediger Verbindungsleute der CIA in der Türkei seien [6]. Der Bericht vom 17.12.1996 aus der Feder des MIT-Untersekretärs Sönmez Köksal wurde dem damaligen Ministerpräsident Necmettin Erbakan vorgelegt.

Auch Prof. Robert W. Olson von der Universität in Kentucky, der sich bereits intensiv mit der Kurdenproblematik beschäftigte, stellte interessante Details über den Machtkampf zwischen dem ehemaligen und nun pensionierten Generalstabschef Kývrýkoðlu, der im Ergenekon-Prozess von dem Angeklagten Doðu Perinçek als Ergenekons Nummer 1 beschuldigt wurde, und Fethullah Gülen fest [7]:

Nach Ansicht Olsons herrschte ein Machtkampf zwischen Kývrýkoðlu und Gülen, der vor allem im „Telekulak-Skandal“ offenbart wurde; in diesem Skandal geht es um die 1999 veröffentlichten Videos mit Fethullah Gülen, in welchem er seine Pläne zur Machtergreifung des Staates verdeutlichte. Diese Videos, die später zu einer Anklage gegen Gülen führten, sollen durch das Militär verbreitet worden sein. Kývrýkoðlu sagte damals [30.08.2000], das Militär „sei von Gülen-Anhängern bereinigt“ und forderte auch die „Abservierung [der Gülen-Anhänger] von anderen staatlichen Institutionen“.

Heute registrieren wir, dass zahlreiche Angeklagte im Ergenekon-Prozess, beispielsweise der pensionierte General Veli Kücük, der den Auftrag zum Aufbau einer Konterarmee durch den pensionierten General Kývrýkoðlu erhielt [8], zugleich enge Beziehungen zu Gülen pflegten.

Aus zahlreichen Artikeln des religiösen Spektrums, die entweder mit Gülen sympathisieren oder ihm sogar angehören, wird die Herstellung einer Verbindung Kývrýkoðlus mit Ergenekon angedeutet.

Der bereits im ersten Teil dieser Serie erwähnte Faik Bulut, der vor allem mit seinen Beiträgen und Untersuchungen zum politischen Islam bekannt ist, stellte am Ende seines Buches „Wer ist dieser Fethullah Gülen? Seine Vergangenheit, die Gegenwart und seine Ziele“ folgende unbeantwortete Fragen, die ich kommentarlos in den Raum stelle:

1. Warum endeten vier Tage nach dem Tod des Ministerpräsidenten Turgut Özal im Jahr 1993 abrupt alle Beziehungen Fethullah Gülens mit der Regierung? Unter welchem Vorbehalt beendete Gülen diese Beziehung?

2. Stimmt es, dass der derzeit verurteilte Hanefi Avcý [9] mit Fethullah Gülen sympathisierte?

3. Und was ist mit Mahmut Yýldýrým, unter dem Deckname Yeþil [10] für zahlreiche Morde verantwortlich, welcher derselben religiösen Gemeinde beigetreten war?

– Stimmt die Behauptung, dass [der Mafioso] Abdullah Catlý für Gülen-Kreise als „Mann fürs Grobe“ arbeitete?

Der derzeit von der AKP-Regierung geführte Kampf gegen die Geheimorganisation Ergenekon wird nicht umsonst als ein Machtkampf für Gülens Interessen analysiert. Dabei handelt Gülen weniger aus Interesse nach Gerechtigkeit und einer Lösung des Kurdenproblems, sondern vielmehr für die Einführung einer neuen Politik zur Assimilation der Kurden, die nun offensichtlich effektiver und nicht mehr mit der aggressiven Kriegsführung der kemalistischen und linksnationalistischen Elite des Militärs geführt werden soll.

Auch dazu stellt Faik Bulut fest, dass Gülen seine Kontrahenten auf geschickte Weise langsam aus dem Verkehr ziehen möchte, um sein Imperium zu gestalten.

Fethullah Gülen ist sicherlich kein „einfacher Prediger“, denn bereits seine Vergangenheit straft diese bescheidene Analyse Lügen, da er stets Kontakte tief im Staate pflegte. Burhan Basgün, ehemaliger MIT-Mitarbeiter, klärte bereits in vielen Berichten über die MIT-Berichte auf. Dabei berichtete er über die Tatsache der Ausforschung einzelner Personen und stellt fest:

„Selbstverständlich werden über Autoren, Intellektuelle und Prediger der Gemeinden biografische Protokolle geführt. Ist es beispielsweise möglich, dass über den Gemeinde-Führer Fethullah Gülen keine Berichte vorliegen?“ [HürHaber, 17.07.2007]

Bereits April 2007 vertraute Fethullah Gülen dem Hürriyet-Journalisten Ahmet Hakan seine besonderes Interesse an Geheimdienst-Aktivitäten an.

In seiner Kolumne „Fethullah Gülen und Ergenekon“ stellt der renommierte Journalist Can Dündar fest, dass Tuncay Güney, ein Kronzeuge des Ergenekon-Prozesses, im Verhör bei der Erwähnung Fethullah Gülens unruhig wurde. Güney verkündete jedoch, dass die Gülen-Gemeinde einst eine Unterabteilung Ergenekons bildete, sich weiterentwickelte und schließlich sogar innerhalb der Polizei an Macht gewann. Nach dem 28. Februar [11] sei jedoch die Gülen-Abteilung geschwächt worden und seitdem existiere ein (Macht-)kampf zwischen beiden Fraktionen.

Nach seiner Atatürk-Verfilmung „Mustafa“ hat Can Dündar nun auch einen Film über Said-i Kurdi gedreht, der Gerüchten nach von der Gülen-Gemeinde mit 1.4 Millionen Euro unterstützt worden sein soll. Can Dündar bestritt die Gerüchte, da er sich selbst als Kritiker Gülens bezeichnet wie er in zahlreichen Artikeln demonstriert habe [Odatv.com, 08.02.2009] .

Es mag weniger überraschen, dass die Ergenekon-Affäre nun von der AKP-Regierung aufgerollt wird, denn die AKP-Regierung wird bekanntermaßen durch Fethullah Gülen unterstützt, wie alle Gülen-Medien in ihren Artikeln klarstellen, denn die heute extrem einflussreiche internationale Gemeinschaft Fethullah Gülens ist Teil des Nurcu-Ordens, der wiederum ein Zweig der Nakschibendi ist. Turgut Özal, der ehemalige Ministerpräsident und Vorsitzende der liberal-konservativen „Mutterlandspartei“ ANAP, und Necmettin Erbakan, der Ideologe der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, sind ebenso Angehörige der Nakschibendi-Bruderschaft. Auch Recep Tayyip Erdogan, der Vorsitzende der Regierungspartei AKP und amtierende Ministerpräsident, ist als Nakschibendi bekannt.

Gülen und seine Gemeinde waren stets bemüht über gute Beziehungen zur jeweiligen Regierung und ihren Parteien; im Gegenzug bieten sie ihnen Wählerstimmen. Als sich Mitte der 90er Jahre ein Stimmenzuwachs für Bülent Ecevits Demokratische Linkspartei [DSP] abzeichnete, erklärte Gülen offen seine Unterstützung. Im Gegenzug lobte Ecevit die Aktivitäten der Gemeinde Gülens im In- und Ausland.

In seinem Beitrag führt Can Dündar weiter aus, dass bereits Doðu Perinçek im Verhör hinsichtlich des laufenden Ergenekon-Prozesses eine vermutete Liste über die „Fethullahciler“ bei der Polizei bestätigte, jene Fraktion und Anhängerschaft Fethullah Gülens. Dabei fragt sich Can Dündar verwundert: Wenn doch Gülen keine Beziehung zu Ergenkeon pflege, warum dann dieses besondere Interesse an seiner Person?

Bereits der Enthüllungsjournalist Zübeyir Kýndýra offenbarte in seinem Buch „Die Knüppel des Fethullahs“ [12] die Machenschaften und Unterwanderung durch Gülen in der Polizei, im Geheimdienst und staatlichen Organisationen.

Zübeyir Kýndýra verbrachte ab 1979 viele Jahre an der Polizei-Akademie und wurde nach seinen Analysen über die Gülen-Gemeinde suspendiert. Damals wunderte sich Zübeyir Kýndýra über die große Anzahl von Personal aus den „Iþýk-Anwesen“ [„ýþýk“ heißt im Türkischen „Licht“], die zur Gülen-Gemeinde gehören; auch in Südkurdistan wurde eine Iþýk-Universität errichtet.

Tuncay Güney hatte auch mit einer anderen Behauptung für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach seinen Aussagen wurde die BBP [13] unter dem Vorsitz Muhsin Yazýcýoðlus nach Gülens Wunsch und mit seiner Unterstützung gegründet. Später jedoch revidierte Güney seine Meinung öffentlich und bat Yazýcýoðlu um Vergebung [Bugün, 20.12.2008]. Seine Worte seien damals so wiedergegeben worden, weil er gefoltert worden sei, rechtfertigte sich Güney, der ansonsten recht offen, medienwirksam und furchtlos im Ergenekon-Prozess aussagt.

Ganz verkehrt kann die Behauptung Güneys jedoch nicht sein, denn Yazýcýoðlu und Fethullah Gülen verbindet eine alte Freundschaft: Nachdem Yazýcýoðlus 1992 die MCP verließ, unterstützte ihn Fethullah Gülen finanziell (Cumhuriyet, 07.08.2008).

Inwiefern die Behauptungen über Fethullah Gülen nun stimmen mögen und der Wahrheit entsprechen, bleibt ungewiss, denn viele Behauptungen werden entweder verborgen bleiben oder erst mit der Zeit ans Tageslicht rücken. Seine Beziehungen, seine Kontakte und seine Worte haben aber sicherlich demonstriert, dass er kein Freund der Kurden ist und nur jene Kurden akzeptiert, die bereit sind nach seiner Weltanschauung dem Türkentum zu dienen und ein Teil des „großen türkischen Volkes“ zu sein.

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[1] Ahmet Ersöz: „Pensilvanya Günlüðü“ in Ufuk Yayýnlarý, Ýstanbul 2006

[2] ebenda

[3] Ergün Poyraz [Zeuge im Ergenekon-Prozess]: „GÜLEN ve ÝSTÝHBARAT“, 11.03.2008

[4] Nihal Atsýz war ein nationalistischer und rassistsicher Autor, der mitunter als geistiger Vater der Ülkücü-Bewegung gilt. 1945 wurde Atsýz, wie auch Alparslan Türkeþ, im „Rassismus- und Turanismusverfahren“ zu mehr als 6 Jahren Haft verurteilt. In seiner Verteidigungsrede äußerte er sich derart:

„Ich sage es zum Schluss ganz offen: Türkismus ist Nationalismus. Rassismus und Turanismus gehören dazu. Entweder wird das Land sich auf der Basis dieser beiden Termini erheben oder untergehen. Rassismus und Turanismus widersprechen nicht der Verfassung. Da ich Rassist und Turanist bin, wird eine mögliche Verurteilung wegen Rassismus und Turanismus die höchste Ehre meines Lebens darstellen.“[Cenk Saraçoðlu: „Nihal Atsýz’s World-View and Its Influences on the Shared Symbols, Rituals, Myths and Practices of the Ülkücü Movement“, Leiden 2004]

Über die Kurden sagte er unter anderem:

„Wenn Ihr Kurden weiter Eure primitive Sprache sprecht […], werdet Ihr von den Türken auf dieselbe Weise ausgerottet, wie man schon die Georgier, die Armenier und die Griechen bis auf die Wurzeln ausgerottet hat“ [Jürgen Roth/Kamil Taylan: „Die Türkei. Republik unter Wölfen“, Bonn 1983]

[5] Kurdmania: Sammelthread – Ergenekon

[6] Enis BERBEROÐLU: „Fethullah Gülen kimdir sorusu“ in Hürriyet, 26.03.1998

[7] Robert Olson: „Turkey’s Relations with Iran, Syria, Israel and Russia, 1991-2000“

[8] Kurdmania: Bülent Orakoðlu, die „Mörder Turgut Özals“ und der „tiefe Staat“

[9] ebenda, Erstbeitrag

[10] ebenda, Antwort # 9

[11] Am 28. Februar 1998 wurde die RP [„Refah Partisi“ / „Wohlfahrtspartei“] unter dem Vorsitz Necmettin Erbakans verboten. Der 28. Februar wird allgemein als „Postmoderner Putsch“ bezeichnet.

[12] Zübeyir Kýndýra: „FETHULLAH’IN COPLARI“ in Su Yayýnlarý, 2001

[13] Die BBP, „Büyük Birlik Partisi / „Partei der Großen Einheit“, ist eine ultranationalistisch-islamistische Partei in der Türkei.

Quelle: http://www.kurdmania.com/News-sid-Fe…defuss-1005.html

Das Küssen

Veröffentlicht: 11. September 2009 in Ahlus Sunnah wal Jamaah

Das Küssen von Händen und Füßen

Unter Muslimen ist verstärkt die Frage aufgekommen, ob man die Hände oder Füße eines anderen Muslims küssen darf. Das ist ganz eindeutig zu bejahen, es sei denn, es geschieht in Bewunderung von Reichtum, Macht oder sonstiger Heuchelei. Liebe, Zuneigung und Respekt zu einem geistigen Führer, und generell zu den Auliaa‘ Allahs, ist Voraussetzung für jeden Muslim, wenn er am spirituellen Weg weiterkommen will, denn Islam ist Liebe und Näher kommen; und wer keine Liebe zu denjenigen, welche ihm dabei helfen hat, der hat zu Allah und seinen Gesandten auch keine Liebe und für den ist der Weg der Liebe eine unverständliche Geschichte, was er dann mit allerlei Logik erklärt. Zur Zeit des Gesandten Allahs war es selbstverständlich seine Hände und Füße zu küssen und heute ist es auch noch so; für diejenigen aber, deren Arroganz sie zu sagen zwingt: „es gibt nur die direkte Beziehung zu Allah und es gibt keine geistigen Vermittler“, für sie ist solche Zuneigung und Liebe fremd und vieles, was in diesem Zusammenhang geschieht, erscheint ihnen in Ermangelung anderer Realität, als schirk; wenn solche sehen, wie Muslime z.B. einem Schaikh von Schülern die Hände und Füße geküsst werden indem sie sich dabei mit ihrem Körper abwärts beugen müssen, so behaupten sie, das dies sadjdah vor einem Menschen sei, was ja tatsächlich Götzendienst wäre; sie können offensichtlich nicht zwischen notwendiger Bewegung zum Küssen von Hände- und Füßen als Ausdruck ihres Zustandes und der Absicht zur Anbetung Allahs (wie im salaah Gebet) unterscheiden, und so leugnen sie dann auch Hinweise aus den hadiithen, obwohl diese im Grunde nicht unbedingt nötig sind um natürliche Liebes- und Respektäußerungen zu verstehen. das Hand- und Fußküssen lehnen meist diejenigen ab, welcher Allah als Wesen mit Händen und/oder Füßen interpretieren, und alsdann gegenüber diesem erfunden Wesen sadjdah (Niederwerfung) machen, was schirk ist, auch wenn es äußerlich nicht so aussieht. Um diesen eigenen, versteckten schirk vor sich selbst weiterhin versteckt zu halten, lehnen sie das Küssen von Händen und Füßen bei den geschaffenen Wesen als schirk ab. Auf dieser Leugnung der Auliaa‘ usf. finden bleiben Seelen wie Vögel auf Pech kleben. Natürlich sammeln sich um die Auliaa‘ auch die Unfähigen, Unwissenden mit all ihren Fehlern, und so ist dort wie überall auch Übertreibung zu finden oder manche mögen in Zustände geraten, wo sie nicht recht wissen was sie tun. Muhammad Abu Bakr Mueller. 1428 / 2007

Nachstehend eine kleine Sammlung von Hinweisen aus Hadiithen, welche zeigt, dass Hände und Füße Küssen vollkommen in Ordnung ist; entnommen aus einem Chat bei www.ahlu-sunnah.de 1428 / 2007

972 – Ibn Umar sagte: „……. Der Prophet kam zum Fadjr Gebet und wir sagten: „Wir sind diejenigen die geflohen sind.“ Wir küssten seine Hand. Er sagte: „Ich bin euer Führer dem ihr euch angeschlossen habt.“

973 – Abdurrahman b. Razin sagte: Wir kamen an Ar-Rabdha vorbei und man sagte uns: „Da ist Salama b. al-Akwa.“ Wir gingen zu ihm und grüßten ihn. Dann hat er seine Hände ausgestreckt und sagte: „Mit diesen Händen habe ich dem Propheten s.a.w. den Treueeid geleistet.“ Er streckte seine Handfläche aus – welche so groß war wie die eines Kamels – und wir standen auf und küssten sie.“

974 – Thabit sagte zu Anas: „Hast du den Propheten s.a.w. mit deinen Händen angefasst?“ Er sagte: „Ja.“ Alsdann küsste Er (Thabit) sie.

975 – Al Wazi b. Amr sagt: „Wir kamen und man sagte uns: „Dies ist der Gesandte Allahs.“ Wir nahmen seine Hände und Füße und küssten sie.“

976 – [Athar 224] Suhayb sagte: „Ich sah Ali die Hände und Füße von seinem Onkel Abbas küssen.“

Al-Adab al-Mufrad von Imam Buhari Seite 194: Imam Buhari erwähnt es in seinem Buch al-Adab al-Mufrad, worin er die Anstandsregeln der Sahaba und Tabiin und Tebe Tabiin erwähnt. Er erwähnt es unter dem Kapitel: „Das Küssen der Hände“ – daraus sehen wir, dass dies eigentlich gar nicht so „fremd“ ist und zu der Adab gehört.

976 – [Athar 224] Suhayb sagte: „Ich sah Ali die Hände und Füße von seinem Onkel Abbas küssen.“

Bint al-Wazza‘ sagte mein Vater sagte: Als wir nach Medina kamen wir stiegen eilig aus unseren Reittieren aus und gingen zum Propheten und sagte dabei und wir kamen zu ihm näher und küssen ihn die Hand.(3)

In einem langen Hadith sagte der Prophet: warum wolltet ihr kein Muslime werden …(4)

Sufyan ibn ‚unayha sagte: Das Küssen von der Hand eines Gerechten Imam ist eine Sunna. (5)

Ibn Ja’dan sagte zu dem Sahabi Anas ibn Malik: hast du die Hand des Gesandten Allahs, die Hand vom al ‚Abaas“ küsste, und zu ihm sagte, O Onkel sei Zufrieden mit mir.(7)

Ibn Hajjar sagt im Kommentar zum Sahih al Bukhari , Al Imam an-Nawawi sagte: Über das Küssen der Hand eines Mannes weil er ein Asket oder ein frommer oder Gelehrter oder Sharif oder so was in der art ist, wird nicht gesagt, dass es Unbeliebt ist sondern es ist Empfehlenswert . (8)

(1) Imam Bayhaqi, Shu’ab al Iman
(2) Imam Bayhaqi, Shu’ab al Iman
(3) Sunan Abi Dawud Kapitel von Handkuss
(4) Musnad al Imam Ahmad in Musnad al Kufiyyin / al Hakim in Al Mustadraq Kapitel über Iman
(5) Zadan ibn Al Muqri, Ar-rukhsa fi taqbili al yad
(6 )ibid.
(7) ibid.
(8) Ibn Hajra al Askalani , Fath al Bari, Kapitel das Nehmen von Händen.

Fataawa al-Imaam An-Nawawi, Seite 71: Es ist empholen (mustahab) die Hände von rechtschaffenen Leuten und den großen Gelehrten zu küssen, und es ist verpönt (makruh) die Hand von jemanden anderem zu küssen. Die Hand von einem bartlosen Mann soll unter keinem Umständen geküsst werden. Wenn eine Person die Hand einer anderen Person küssen möchte, aufgrund seiner Askese, Rechtschaffenheit, Wissen, Stellung oder Sittsamkeit, oder einem anderen Grund der mit der Praktizierung der Religion zu tun hat, so ist dieses nicht verpönt (makruh). In diesen Fällen ist es empfohlen (mustahab), weil Abu Ubayda die Hand von Umar (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein) küsste. Aber wenn dieses aufgrund des Reichtums, Besitz, hohen Rank oder Status einer Person in den Augen der Leute des Diesseits ist, und so weiter, dann ist es sehr verpönt (makruh); Al-Mutawalli, sagte dies ist nicht zulässig und er verwies darauf das verboten (haraam) ist.

Es ist überliefert in Sunan Abi Dawud, dass Zaari ( Möge Allah mit ihm zufrieden sein), welcher unter der Delegation von Abd Qays war, sagte: Wir begannen uns vorzubereiten von unseren Haudahs und wir küssten die Hände und Füße des Propheten.

Fataawa al-Imaam An-Nawawi, Taliq al-Hadjaar (s. 71): Es ist die absolute sunna Hände küssen, auch Füße .

Ibn Abidin [rahimuAllah] sagt in Reddul Muhtar [5:244-246]: „Es liegt kein Schaden darin, die Hand der Gelehrten und Evliya zu küssen um dadurch Segen zu erhalten, und es ist Sunna. Den Kopf der Gelehrten und Evliya zu küssen ist besser. Die Hand eines Freundes beim Treffen [bei der Begrüßung] zu küssen ist makruh nach idjma. Das Küssen des Bodens vor den Ulema oder den Würdenträgern ist verboten [Haram], und beide, der es tut und der, der es zulässt, begehen eine Sünde, da dies den [Handlungen der] Muschrik ähnelt.

Mawlana Ibrahim Dehlwa: Die Religion fühlt sich „schwer“ an, weil sie Haq [Wahrheit] ist. Batil [Unwahrheit] hat kein Gewicht.

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Chat – Ausschnitte zum Thema aus www.ahlu-sunnah.de

Die La Mahhab-Sekten die ja versuchen den Islam von innher zu zerstören haben Schriften in denen sie schreiben das niemand die Hand des Nebi s.w.s. geküßt hat und das Er nie als erster vorrausgegangen wär wenn Er mit einer Gruppe von Muslimen unterwegs war . Alles Lüge und Fitna . In Sufi-Tariqa ist es ganz üblich dem Shaykh und auch manchen seiner Khafifas und seiner Familie die Hand zu küssen . Glaubt jemand das es unislamisch war Abu Bakr r. die Hand zu küssen ? Auch für Gelehrte und Islamische Lehrer kann man es machen. Das Gift der La Mahhab -Sekten ist tief in die Herzen der Muslime gedrungen.

Alle die hier gepostet haben Al Hamdulilh haben gute Dinge getan die Zweifer waren von Shaytan .Allah huma hilf uns nur gutes zu tun um DIR näher zu kommen .

Was sollte da in Richtung Schirk gehen? Wenn ich während der Liebelei meine Frau berühre, sie liebe und in dem moment eigentlich nur an sie denke, ist das dann wohl auch Schirk? Ist die Ehrerbietung eine Ibadet? Wo habt ihr jemals gesehen, dass Menschen einen Gelehrten angebetet haben? Richtig Ibadah gemacht haben? Also ich bitte euch Brüder, man sollte das Wort Schirk nicht so einfach in den Mund nehmen. Wieso liebt man denn diese Gelehrten? Wieso küsst man ihnen die Hände? Weil ihre Hände so schön sind oder doch eher wegen ihrem Wissen? Und wieso lieben sie die Menschen wegen dem Wissen? Weil sie nämlich Allah lieben. Die Liebe zu dem religiösen Wissen und die Liebe zu den Gelehrten Menschen spiegelt die Liebe die man zu Allah hat, da man diese Menschen nicht liebt weil sie schöne Hände haben und deswegen die Hände küssen will. Ich würde dann da eher darauf tendieren, dass der Geschlechtsakt mit der eigenen Frau in Richtung Schirk gehen kann… Das Händküssen ist in dieser Zeit fast nur noch in Tariqas zu finden . Der Grund ist das Wahabitische (La Madhhab) Einflüsse die Umat Welweit unterwandert haben deswegenversuchen wir das hier für uns und für jeden der an der Sache interesse hat zu klären.

Quelle : Islam.at