Was ist Islam ?

Was ist Islam?

Das Gottesbild

Der Islam verkündet die reinste Form des Monotheismus. Gott ist der eine Gott; Er ist unteilbar und hat niemand neben sich. Er ist unvergleichlich und nichts ist ihm auch nur ähnlich. Nichts geschieht ohne seinen Willen. Er ist der Erste, der Letzte, der Ewige, der Unendliche, der Allmächtige, der Allwissende. Er ist der Schöpfer und Erhalter aller Dinge. Er ist der Gerechte, der Allerbarmer, der Gnädige, der Liebende, der Gütige, der Erhabene, Preiswürdige, der Wahrhaftige. Er ist der Inhaber und Besitzer aller vollkommenen Eigenschaften.
Alle diese, und noch andere im Koran erwähnten Eigenschaften Gottes, müssen in ausgewogener Weise betrachtet werden, ohne dass die eine Eigenschaft zugunsten einer anderen vernachlässigt wird, oder zum Nachteil einer anderen überbetont wird; denn Gott allein hat sich mit all diesen Namen benannt.

Einheit der Religionen

Der Islam betont den einheitlichen Ursprung aller monotheistischen Religionen. Nach seiner Lehre sind dem menschlichen Geist, trotz seiner großen Möglichkeiten, bestimmte Grenzen gesetzt, die er weder mit den exakten, noch mit empirischen Wissenschaften überschreiten kann. So liegt für den Menschen das sichere Wissen um die letzten Wahrheiten jenseits dieser Grenzen, und die einzige Quelle, die dem Menschen für die Erreichung dieses Wissens offen steht, ist die göttliche Offenbarung, die ihm von Anbeginn der Zeit zur Verfügung stand.
Die Propheten des Einen Gottes erschienen im Verlauf der Geschichte in jedem Land und bei jeder Gemeinschaft und überbrachten den Menschen die Weisungen Gottes. Die Menschheit wurde so auf die endgültige und an die ganze Welt gerichtete Botschaft stufenweise vorbereitet. Diese letzte göttliche Offenbarung, die durch den letzten Propheten Muhammad überbracht wurde, berichtigt und ergänzt alle inzwischen durch menschliche Schwächen veränderten Botschaften. Allein diese letzte Botschaft ist wissenschaftlich beweisbar, bis auf den heutigen Tag den Menschen unverfälscht zugänglich.
Alle Propheten, von Adam über Abraham, Moses Jesus bis hin zu Muhammad sind die Propheten, an die der Muslim glaubt und die er ohne Unterschied verehrt. Alle göttlichen Offenbarungen, von der Thora über die Psalmen und das Evangelium bis des einen Gottes; nur ist der Koran die letzte dieser Offenbarungen, die unverfälscht geblieben ist, und die all das enthält, was der Mensch zu einem gottgewollten Leben benötigt.

Einheit der Botschaft

Der Islam lehrt die Einheit der gesamten Menschheit. Er betont, dass Unterscheidungen nach Rassen, Hautfarben, Sprachen usw., niemals den Grund für Überlegenheitensansprüche einer Gruppe gegenüber einer anderen bilden können. Die einzige, wirkliche Unterscheidung zwischen den Menschen ergibt sich auf geistig sittlicher Ebene, nämlich die Unterscheidung nach Rechtschaffenheit und Gottesehrfurcht.

Einheit Lebensweg

Der Islam ist ein allumfassender Lebensweg, der sich auf alle Bereiche des menschlichen Daseins erstreckt und der in grundsätzlicher Übereinstimmung mit der Natur, ihren Gesetzen und ihren Anforderungen steht. Islam ist das in die Praxis umgesetzte Wissen um die Existenz Gottes, die Wahrhaftigkeit seiner Propheten, seiner Bücher, seiner Engel und des Lebens nach dem Tode.
Ein Muslim ist derjenige, der die Gesetze Gottes in allen Lebenssituationen befolgt, und die islamische Gesellschaft ist die nach Wissen um den Willen Gottes strebende Gemeinschaft der jeder Einzelne direkt und ohne Vermittlung eines Priesters mit Gott in Verbindung steht. Und schließlich ist die islamische Gesellschaft die jedem Nichtmuslim größte Toleranz entgegenbringende Gemeinschaft der Gottgläubigen, denn das Wort Islam hat sowohl die Bedeutung Unterwerfung unter den Willen Gottes, als auch die Bedeutung Frieden .

Die Vernunft

Der Islam betrachtet die Vernunft als ein kennzeichnendes Merkmal des Menschen und als eine Gabe Gottes. Sie ist der Grund für die Verantwortlichkeit des Menschen vor Gott und gleichzeitig sein Führer in allen Lebenssituationen. Weil der Islam der Vernunft einen so bedeutenden Platz einräumt, gibt es für mystische Kulte und Dogmen keinen Platz in ihm.

Islam und Wissenschaft

Der Islam macht das Streben nach Wissen zur Pflicht eines jeden Muslims. Er geht sogar so weit, die wissenschaftliche Arbeit zum Gottesdienst zu erheben. In ständigen Appell fordert der Koran den Menschen dazu auf, die Natur zu erforschen, damit er die Existenz Gottes und Seine Eigenschaften erkennt. Im Koran findet der Muslim die Grundlagen und Richtlinien für ein wissenschaftliches Forschen. Die einzige Einschränkung auf diesem Gebiet bestehet darin, dass die Forschung selbst nie zum Ziel werden darf, sondern immer ein Mittel zur Erreichung menschlichen Fortschritts und zur Vervollkommnung der Moral bleiben muss.
Ziele des Islam
Der Islam befasst sich nicht nur mit dem ewigen Leben im Jenseits, sondern er richtet sein Augenmerk in gleichem Maße auch auf das diesseitige Leben. Sittliche Vollkommenheit, sozialer Fortschritt, wirtschaftliche Gerechtigkeit, zwischenmenschliche Liebe und Barmherzigkeit, politische Vernunft und Friede sind Ziele, die der Islam zur Erreichung wahren menschlichen Glücks in diesem Leben zu verwirklichen sucht.
Pflichten des Muslims
Der Islam schreibt den Gläubigen das tägliche Gebet vor. Dadurch wird neben der äußeren Reinigung durch Waschung auch die Reinigung der Seele erzielt. Die Vermögensabgabe (Zakat) ist nicht nur ein Faktor des sozialen Systems des Islam, sondern auch gleichzeitig ein Mittel zur seelischen Entlastung, denn sie soll allein aus dem Glauben an Gott gezahlt werden. Das vorgeschriebene Fasten im Monat Ramadan gibt dem Gläubigen nicht nur ein Mittel zur Erlangung von Selbstbeherrschung. Die Pilgerfahrt nach Mekka schließlich lässt den Gläubigen die wahre Hinwendung an Gott, die Opferbereitschaft und die Brüderschaft der Muslime aus aller Welt spüren. Neben diesen vier Hauptpflichten, die dem Gläubigen vorgeschrieben sind, gibt es im Gesetz Gottes noch viele andere Gebote und Verbote, die dem Menschen den Weg zu einem glücklichen Leben in dieser Welt und einem gottnahen ewigen Leben im Jenseits weisen. Somit kann jede Arbeit des Menschen zum Gottesdienst werden, nämlich dann, wenn sie gemäß dem Willen Gottes und mit der aufrichtigen Absicht durchgeführt wird.
© 1994 Islamisches Zentrum Aachen (IZA)
 

Geduld führt Dich zum Ziel

Die Geduld gehört zu den höchsten Tugenden eines Muslims.
Sie verleiht ihm Ausdauer und eine ungeheure Stärke, den inneren wie äußeren Einflüssen entgegentreten zu können.

Standhafte Menschen erreichen ihre Ziele durch Geduld und Ausdauer, wohingegen ungeduldige Menschen meist zu schnell resignieren und ihre Hoffnung auf das Erreichen ihrer Ziele aufgeben.

Im Zusammenspiel mit dem Wissen, das Deine Unterscheidungsfähigkeit fördert, bietet Dir die Geduld einen großen Schutz vor Sünden.

Deine Geduld ist vollkommen, wenn Du die folgenden drei Merkmale erfüllst:

  • Zeige Geduld bei der Verrichtung der Dir auferlegten Pflichten, da Du verpflichtet bist, den Geboten Allahs gehorsam zu leisten.
  • Zeige Geduld bei der Unterlassung der Dir verbotenen Dinge, da Du verpflichtet bist, Dich von Sünden fernzuhalten.
  • Zeige Geduld in den Prüfungen des Lebens!
Der Heilige Qur’an lässt klar erkennen, dass der Mensch auf Erden geprüft werden wird:

Und Wir werden euch (sicherlich) mit ein wenig Furcht und Hunger, sowie dem Verlust eines Teils des Vermögens und der (euch nahestehenden) Personen und dem (Mangel) an Früchten prüfen.
Und verkünde den Geduldigen die frohe Botschaft.

(Al-Baqara, 155)

Der Gesandte verspricht den Standhaften einen hohen Lohn, der sich im Wohlgefallen von Allah ausdrückt und warnt den Ungeduldigen vor dem Zorn von Allah, indem er sagt:

Wenn Allah, der Erhabene, das Volk liebt, prüft er es.
Wer sich nun zufrieden gibt, dem steht das Wohlgefallen (von Allah) zu, und wer zürnt, dem wird der Zorn (von Allah) zuteil.

(von Ibn Majah überliefert)

Die Geduld zeigt sich demnach in der Beständigkeit Deiner Handlungen.

Für das Verrichten der Pflichten ist Dir großer Lohn versprochen.

Die Geduld schützt Dich vor verwerflichen Handlungen und bewahrt Dir die Reinheit in Deinem Herzen und einen schönen Charakter.

Der Islam lehrt dem Menschen sowohl in Zeiten der Annehmlichkeit als auch Unannehmlichkeit Geduld zu zeigen.

Der Gesandte sagte:

Die Lage des Gläubigen ist wahrlich erstaunlich.
Jeder Zustand ist gut (für ihn) und keinem anderen außer dem Gläubigen wird dies zuteil.
Trifft ihn etwas Erfreuliches und er dankt dafür, so ist es gut für ihn.
Trifft ihn etwas Unerfreuliches und er zeigt sich darin standhaft, so ist (auch) dies gut für ihn.

(von Muslim überliefert)

Sei dankbar, wenn Dir Gutes widerfährt, und setze die Gaben in rechtschaffener Weise ein und bleibe darin geduldig!

Zu den Prüfungen gehört auch, dass der eine oder andere mehr an Vermögen, Versorgung, Kindern, Gesundheit, Wissen und desweiteren bekommt.

Bemühe Dich aufrichtig um Standhaftigkeit und bitte Allah, Dich mit mehr Geduld auszustatten!

Wie Du Deine Standhaftigkeit verbessern kannst

  • Das Verrichten der fünf täglichen Pflichtgebete verschafft Dir einen geregelten Tagesablauf.
    Das gewohnte Befolgen dieser Ordnung verleiht Dir Standhaftigkeit gegenüber den Dingen, die Dich davon ablenken wollen.

  • Das freiwillige Fasten außerhalb des Monats Ramadan hilft Dir Deine Begierden zu kontrollieren und steigert Deine Geduld, weil Du bis zum Sonnenuntergang ausharren musst, um die erlaubten Dinge wieder genießen zu können.
  • Anderen Menschen zu vergeben und sie gut zu behandeln, auch wenn sie Dir Schlechtes angetan haben, ist ein Mittel zur Steigerung Deiner Geduld.
Wer geduldig ist und vergibt: so ist dies gewiss (ein Zeichen) von fester Entschlossenheit.
(Ash-Shura, 43)

Mit den Geduldigen sind jene gemeint, die gleich zu Beginn einer Prüfung standhaft sind.

Nur in diesem Moment zeichnet sich der geduldige Mensch aus, da seine Standhaftigkeit während der ersten Konfrontation mit einer Prüfung auf die Kontrolle und Standfestigkeit seines Herzens hinweist und damit sein angewandtes Wissen signalisiert.

Wahrlich, den Geduldigen wird ein unbegrenzter Lohn gewährt.
(Az-Zumar, 10)

Nur dieser erste entscheidene Moment, in dem Geduld gezeigt wird, zieht den von Allah versprochenen, unbegrenzten Lohn nach sich.

Vergeht in aller Regel der erste Schmerz nach einer Prüfung, dann vermögen die meisten Menschen Geduld zu zeigen.

Der Gesandte näherte sich eines Tages einer Frau, die über dem Grab (ihres kleinen Kindes) weinte.

Der Gesandte sprach zu ihr: Fürchte Allah und harre in Geduld aus.

Sie wusste nicht, dass es der Gesandte war, und erwiderte: Gehe fort von mir, denn du wurdest nicht mit dem heimgesucht, womit ich heimgesucht wurde.

Ihr wurde gesagt: Es ist der Prophet.

Sie ging (daraufhin) zum Haus des Gesandten und sagte: Ich wusste nicht, dass du es bist.

Er sprach: Die Geduld ist bei der ersten Konfrontation.
(von Al-Bukhari und Muslim überliefert)

Und geduldige dich mit schöner Geduld.
(Al-Ma^arij, 5)

Wer die Auswirkungen der Prüfungen nicht an sich erkennen lässt, schmückt seinen Charakter mit einer schönen Geduld.

Allah lobt die Gläubigen, die in guten wie schlechten Zeiten standhaft im Islam leben:

Die, wenn ihnen ein Unglück widerfährt, sagen: Wahrlich, von Allah sind wir (geschaffen) und zu Ihm (dem Ort seiner Rechenschaft) kehren wir zurück.
Jenen wird die Vergebung ihres Herrn und Seine Gnade zuteil – und jene sind es, die rechtgeleitet sind.

(Al-Baqara, 156-157)

…und Er belohnt gewaltig, entsprechend der Schwere einer Prüfung:

Von Anas: Ich hörte den Gesandten sagen:

Allah, der Erhabene, sagt:
Wenn Ich Meinen (gläubigen) Diener an seinen beiden Augen prüfe (indem er erblindet) und er geduldig ausharrt, dann belohne Ich ihn (dafür) mit dem Paradies.

(von Al-Bukhari überliefert)

Said fragte den Gesandten:

Welcher Mensch wird der schwersten Prüfung unterzogen?

Der Gesandte erwiderte:

Die Propheten, dann die, die nach ihnen kommen, dann die, die nach denen kommen.
Der Mann wird gemäß seiner Religion(sstufe) geprüft:
seine Prüfung wird schwer sein, wenn seine Religion standfest ist, und entsprechend (schwächer) ausfallen, wenn in seiner Religion Nachlässigkeit liegt.
Die Prüfung lässt erst dann vom Diener ab, bis er durch sie frei von Sünden auf der Erde umhergeht.

(von At-Tirmidhi überliefert)


Allah ta^ala bestraft nicht unmittelbar und gnadenlos jede begangene Sünde

Er beschreibt Sich mit dem Namen As-Sabur, der überaus Geduldige, und bezeichnet mit diesem Namen Seine Eigenschaft, dass Er die Sünder meistens nicht sofort ihrer gerechten Strafe unterzieht, sondern ihnen Zeit zur Abkehr von den Sünden (At-Tauba) und zur Reue gibt.

Halte Dich an den wichtigsten Grundsatz des islamischen Erziehungssystems, der sich in den folgenden Worten zusammenfassen läßt:
Glaube, rechte Werke und Geduld.

Die Sura Al-^Asr beweist mit wenigen Worten überaus eindrucksvoll, dass die Rechtschaffenen durch die islamische Erziehung vor einem endgültigen Schaden bewahrt sein werden:

Beim Nachmittag!
Wahrlich, der Mensch ist im Verlust.
Außer diejenigen, die glauben, gute Werke verrichten, einander zur Wahrheit und einander zur Geduld ermahnen.

Die meisten Menschen versuchen immer wieder ihre Sorgen und Probleme durch Dinge zu kompensieren, die bekanntlich kein einziges ihrer Probleme lösen können, sondern darüberhinaus viele neue Probleme erzeugen.

Letztendlich geraten sie in Unzufriedenheit auf dieser Welt und im Jenseits.


Lieber Bruder und liebe Schwester,


sei standhaft und begegne den Prüfungen mit Entschlossenheit.
Handle rechtschaffen und bereite viel Gutes für den einen gewaltigen Tag vor, vor dem es kein Entrinnen gibt, und übe Dich dabei in Geduld und bitte Allah um Seine Gnade!

Der Gesandte, der Friede und Segen von Allah seien mit ihm, sagte:

Niemand erhält ein besseres Geschenk als die Geduld.
(von Al-Bukhari und Muslim überliefert)

 
Drei gewaltige Dhikr!


Die Schönheit des Islam liegt im Praktizieren!

Täglich werden wir auf die Probe gestellt -
und trotz guter Absichten stehen wir manchen Prüfungen scheinbar hilflos gegenüber.

Im Islam gibt es für jede Situation die richtige Lösung, für jeden Zustand die passende Medizin!

Oh ihr, die ihr glaubt! Gedenkt Allahs in häufigem Gedenken und lobpreist Ihn morgens und abends.
(Al-Ahzab, 41-42)


Sag’:

  • subhan Allah wa bihamdihi
    subhan Allahi-l-^athim

Der Gesandte sagte über dieses Dhikr:
Zwei Worte, leicht auf der Zunge, schwer auf der Waage, beliebt beim Erbarmer.
Er sagte:
Wer „subhan Allah wa bihamdihi“ hundertmal am Tag ausspricht, dem werden seine Sünden vergeben, selbst wenn sie soviel wären wie der Meeresschaum.

Sag’ es auf, egal wo Du bist!
Ob im Auto oder Bus, beim Gehen oder Sitzen, in der Moschee oder Zuhause -
dieses Dhikr löscht Sünden!

…und sag’:

  • astaghfirullah wa atubu ilaih

Der Gesandte sagte:
Ich spreche jeden Tag hundertmal „astaghfirullah wa atubu ilaih“ aus.
Wer beim Bekunden der Reue („atubu“) tatsächlich im Herzen Reue für alle seine Sünden empfindet, dem vergibt Allah ta^ala seine Sünden.
Es heißt im Hadith:
Wer Reue zeigt von seinen Sünden, ist wie jemand, der keine Sünden hat.
In einem weiteren heißt es:
Jeder Mensch begeht Fehler; die besten von ihnen sind die, die Reue zeigen.

Sag’ hundertmal am Tag „astaghfirullah“, wann immer Du möchtest und in welchem Zustand auch immer Du Dich befindest!
Auch der Prophet sprach es aus, obwohl er keine Sünden beging, der Friede und Segen von Allah seien mit ihm.

…und sag’ auch:

  • la haula wa la quwatta illa billah (Al-Hauqala genannt)

Allah ta^ala bewahrt vor dem Schlechten, wen Er will,
und gibt Kraft, das Gute zu verrichten, wem Er will.
Für denjenigen, der Al-Hauqala ausspricht, erschafft Allah im Paradies einen Baum, dessen Stamm aus Gold ist – ein jedesmal, wenn er es ausspricht.

Während seiner Himmelfahrt begegnete der Gesandte Muhammad u.a. dem Propheten Ibrahim, welcher zu ihm sagte:

Befiehl deiner Gemeinschaft, viel im Paradies zu pflanzen, denn die Erde (des Paradieses) ist sehr gut und der Boden ist sehr weit!

Der Gesandte fragte:
Und wie wird im Paradies gepflanzt?

Ibrahim antwortete:
(Indem gesagt wird) la haula wa la quwatta illa billah!

Der Friede und Segen Allahs sei mit ihnen beiden.


Al-Hauqala hat auch vielerlei Nutzen für das Diesseits.

In einem Hadith heißt es, dass es ein Heilmittel gegen 90 Krankheiten ist, und das mindeste davon ist das Bedrücktsein (Kummer).
Ein Bruder berichtete uns von einer Angelegenheit, durch die er sehr in Sorge geraten war. Diese Angelegenheit betraf auch noch eine andere Person und er wusste nicht, wie er das Problem lösen könnte – er befürchtete sogar, dass es sich vergrößern würde.
Als er sich auf dem Weg befand, die andere Person zu treffen, sagte er den ganzen Weg über „la haula wa la quwatta illa billah“.
Als er ankam, war zu seinem Erstaunen das Problem geklärt!
Al-Hamdulillah!

Al-Hauqala spendet Ruhe und Frieden.

Sage „la haula wa la quwatta illa billah“, so häufig Du kannst!


Oh Allah, gib uns das Wissen, das uns nutzt, und gib uns den Nutzen durch dieses Wissen;
mehre unser Wissen und erinnere uns an das, was wir vergessen haben. Amin!

Oh Allah, gib uns Gelegenheit, das Wissen weiterzugeben.
Oh Allah, beschere uns dankbare Zungen, die Deiner häufig gedenken und demütige Herzen und Körper, die die Plagen geduldig ertragen. Amin!

Wahrlich, die muslimischen Männer und die muslimischen Frauen,
die gläubigen Männer und die gläubigen Frauen,
die gehorsamen Männer und die gehorsamen Frauen,
die wahrhaftigen Männer und die wahrhaftigen Frauen,
die geduldigen Männer und die geduldigen Frauen,
die demütigen Männer und die demütigen Frauen,
die Männer, die Almosen geben, und die Frauen, die Almosen geben,
die Männer, die fasten, und die Frauen, die fasten,
die Männer, die ihre Keuschheit wahren, und die Frauen, die ihre Keuschheit wahren,
die Männer, die Allahs häufig gedenken, und die Frauen, die (Allahs häufig) gedenken -
Allah hat ihnen (allen) Vergebung und großen Lohn bereitet.

(Al-Ahzab, 35)

 

At-Taqwa

At-Taqwa ist eine Gnade von Allah gegenüber dem Menschen.

At-Taqwa ist eine Schutzfunktion, die einerseits im Menschen vorhanden ist, andererseits jedoch erst durch die Aneignung von Wissen und dessen zielgerichtete Umsetzung in aufrichtigen Taten größere bzw. ihre volle Wirksamkeit erfährt.

Und bei einer (jeden) Seele und Dem, Der sie vollendete
und ihr (Neigung zur) Sündhaftigkeit und Taqwa eingab.
Erfolgreich ist, wer sie (die Seele) rein hält
und unglücklich, wer sie (mit Sünden) bedeckt (und somit verkommen läßt).

(Ash-Shams, 7-10)

Allah ta^ala liebt nicht das Schlechte und befiehlt uns das Gute.

In der Hoffnung auf das Paradies und die vielen Freuden des ewigen Lebens, verrichtest Du die Pflichten und hälst Dich von Sünden fern – und damit wendest Du auch jeglichen Schaden im Jenseits ab.

Je mehr Wissen Du Dir aneignest und je mehr Du danach handelst, desto größer wird At-Taqwa in Dir!

Und je ausgeprägter At-Taqwa in Dir ist, desto feinfühliger wirst Du, den Geboten Allahs Folge zu leisten!

In seiner umfassenden Bedeutung beschreibt der Begriff Taqwa u.a. die Größe eines Menschen bezogen auf seine Adligkeit, seinen Wert und sein Ansehen bei Allah.


…Gewiss, der Würdigste von euch bei Allah ist der mit der größten Taqwa…
(Al-Hujurat, 13)

Du erkennst sehr schnell, in welch positiver, sich ergänzender und fördernder Weise At-Taqwa und das Wissen stehen.

Nicht nur deshalb haben der Gesandte und die Gelehrten an vielen Stellen auf die Notwendigkeit, das individuelle Pflichtwissen zu erlernen, hingewiesen.


Von Seinen Dienern fürchten die Gelehrten Allah am meisten.
(Fatir, 28)

Im Zusammenhang mit dem Begriff Taqwa werden häufig folgende Begriffe verwendet:

Gottesbewusstsein, Ehrfurcht oder Gottesfurcht, Rechtschaffenheit und Frömmigkeit.

Sie sind zutreffend, wenn sie im Kontext mit der Schutzfunktion von At-Taqwa und den daraus hervorgehenden Folgen, die das Innere des Menschen und sein äußerliches Verhalten betreffen, gesehen werden.

Sie stehen in unmittelbarer Abhängigkeit vom Glauben, dem Wissen, dem Gehorsam und den Taten.

Erste Voraussetzung, damit ein Mensch bei Allah überhaupt Ansehen genießt, ist der auf der Wahrheit beruhende Glaube (Al-Iman).

Dem Glauben liegt die Erkenntnis und die Gewissheit über die Existenz von Allah und die Kenntnis von Seinen ewigen Eigenschaften zugrunde.

Die ewigen Eigenschaften Allahs kann der Mensch allein unter Einsatz seines Verstandes und durch Beobachten der Schöpfung erkennen.

Der Qur’an bestätigt bezüglich dieses Aspektes vielfach die gewonnene Erkenntnis.


So berichtet Ibn Majah von Jundub Ibn ^Abdillah, der sagte:

Als wir Jugendliche waren, waren wir mit dem Gesandten Allahs und lernten die Glaubenslehre, bevor wir den Qur’an lernten.
Danach (erst) lernten wir den Qur’an und dadurch wurde unser Glaube (noch) stärker.

Das erlangte Gottesbewusstsein führt aber nicht zwangsläufig bei allen zu einer rechtschaffenen Handlungsweise.

Wer sich die eigene Abhängigkeit vom Schöpfer und die eigene Bedürftigkeit vergegenwärtigt, der empfindet Ehrfurcht gegenüber Allah und beginnt danach zu suchen, womit er das Wohlgefallen Seines Herrschers und Gebieters erlangen kann und wie er Ihm gehorsam sein kann.

An diesem Punkt tritt der Stellenwert und Nutzen des islamischen Wissens zum Vorschein.

Erst die Kenntnis über die Regeln und Urteile innerhalb der religiösen Gesetze ermöglicht ein rechtschaffenes Verhalten durch gottgefällige Werke.

So wird auch die Frömmigkeit als Gehorsam gegenüber den zu verrichtenden Pflichten und zu unterlassenden Verboten verstanden.

Wer alle Pflichten verrichtet und die Sünden unterläßt, wird im islamischen Sprachgebrauch als Taqi bezeichnet.

Ein Taqi richtet seine Handlungen danach aus, Sünden zu vermeiden und zu verhindern.

Aus eurer Mitte soll eine Gemeinschaft (von Wissenden) entstehen, die zum Guten aufruft, das Rechte gebietet und das Verwerfliche verbietet…
(‘Ali ^Imran, 104)

Das Verhalten des Taqi hat große Auswirkungen auf ihn und seine Umgebung im Diesseits wie im Jenseits!


Im Diesseits liegen sicherlich die größten Auswirkungen im zwischenmenschlichen Bereich:
  • aufgrund seiner Handlungsweise und seines Wissenstandes ist er als vertrauenswürdig anzusehen, so dass von ihm lehrreiches Wissen genommen werden kann und ihm Dinge anvertraut werden können

  • die stetige Verfeinerung seines schönen Charakters läßt ihn Vorbild sein

  • er fügt keinem Unrecht zu und sagt keine verletzenden Worte

  • er ist in der Lage, Probleme leichter zu bewältigen und mit Plagen umzugehen

Für ihn selbst wirkt sich sein rechtschaffenes und gottgefälliges Wirken während seiner Lebenszeit auch auf schöne Art und Weise unmittelbar nach seinem Tod aus:
  • Am Ende einer längeren Aussage, welche sich auf die von zwei Engeln durchgeführte Befragung des Toten in seinem Grab bezieht, sagte der Gesandte:

    …und dann wird ihm (dem Taqi) sein Grab 70 Ellen in der Länge und Breite ausgeweitet und (mit einem Licht, das dem des Vollmondes gleicht) erleuchtet.

    Dann wird zu ihm gesprochen: Schlafe!

    Dann schläft er den Schlaf einer Braut in ihrer Hochzeitsnacht (so angenehm!)…
    (von Ibn Hibban überliefert)

  • er sieht zweimal am Tag seinen Platz, den er im Paradies einnehmen wird

  • er nimmt den Duft des Paradieses wahr

  • er kommt ohne Bestrafung ins Paradies
 
Oh Allah, lass’ uns zu denen gehören, die ohne Bestrafung in das Paradies eintreten werden. Amin!
 
Lieber Bruder, lieber Schwester,

sei wachsam und bilde Deine Taqwa in höchstem Maße aus:

  • nimm regelmäßig an islamischen Unterrichten teil und erlerne zuerst das Pflichtwissen

  • überprüfe Deine Handlungen und tue für Dich viel Gutes

  • kontrolliere Deine Gelüste und Deinen Appetit

  • sei bescheiden und dankbar

  • denke oft an den Tod – vor allem im Gebet, um Deine Demut zu steigern

  • vertraue auf Allah

Ein Taqi zu werden, bleibt nicht allen Muslimen vorbehalten und der Weg dorthin ist dornig.

Wie wandelst Du auf diesem Weg voller spitzer Dornen, die jederzeit bereit sind, Dich zu pieken und zu stechen?

Würdest Du Dich nicht vor ihnen in Acht nehmen, ihnen ausweichen oder sie beseitigen?

Lieber Bruder, liebe Schwester,

das ist Taqwa!

Das Vertrauen auf Allah
(At-Tawakkul)

Zusammenfassung:
Das Vertrauen auf Allah (At-Tawakkul) ist eine Tätigkeit Deines Herzens und bedeutet, dass Du der Überzeugung bist, dass in Wahrheit niemand außer Ihm das Gute gewährt oder verwehrt.

Vertrauen ist eine Überzeugung, die frei ist von jeglichem Misstrauen, auch wenn es noch so klein wäre.

Hierin zeigt sich, dass Vertrauen und Glaube in einem untrennbaren Zusammenhang stehen.

Nutze Dein Vertrauen gegenüber Allah als ein Mittel zur Steigerung Deines Glaubens:

Je stärker Dein Vertrauen in Allah, desto stärker Dein Glaube (Iman)!


…und wer Allah fürchtet, dem gibt Er einen Ausweg (aus allen Bedrängnissen) und versorgt ihn aus (ihm) unbekannten Wegen.
Und wer auf Allah vertraut, dem genügt Er!…

(At-Talaq, 2-3)

Dazu überliefert Ad-Darimi von Abu Dharr, dass der Gesandte sagte:

Ich kenne einen Vers: wenn die Menschen nach diesem handeln würden, würde er ihnen genügen.

Ein deutlicher Hinweis darauf, dass Allah allein der Versorger ist, der Mensch auf Ihn vertrauen soll und sich nicht vom Praktizieren des Islam ablenken lassen soll.


Das Vertrauen auf Allah ist ein wesentliches Merkmal der Gläubigen

Wahrhaftig! (Vollkommen) gläubig sind diejenigen, deren Herzen Ehrfurcht empfinden, wenn Allah erwähnt wird.
Und wenn ihnen Seine Verse vorgetragen werden, nimmt ihr Glaube durch diese zu.
Und auf ihren Herrn vertrauen sie.

(Al-Anfal, 2)

Allah gebietet an zahlreichen Stellen im Qur’an, Ihm zu vertrauen.

…und vertraue auf den Lebendigen, Der nicht stirbt!
(Al-Furqan, 58)

Und vertraut auf Allah, so wahr ihr gläubig seid.
(Al-Ma’ida, 23)

Und genau dies machen die Gläubigen!

…und auf Allah vertrauen die Gläubigen.
(Ibrahim, 11)

Vertrauen bringt Dir Ruhe, lässt Dich genügsamer und geduldiger werden.

Allah liebt die Vertrauenden.
(‘Ali ^Imran, 159)

Und wer auf Allah vertraut, dem genügt Er!
(At-Talaq, 3)


Allah ta^ala garantiert Seine Hilfe gegenüber den Vertrauenden

Dieses sei aber nicht falsch zu verstehen:

mit Vertrauen ist nicht etwa Untätigkeit gemeint!

  • Sei aktiv und gehe einer erlaubten Beschäftigung für den Erwerb Deines Lebensunterhalts nach und vertraue auf Allah, anstatt einfach zuhause zu bleiben und tatenlos auf die Versorgung zu warten!

    Al-Qushayri schreibt:

    Das Streben des Menschen (nach Lebensunterhalt oder materiellen Dingen) widerspricht nicht dem Vertrauen im Herzen, solange er die Gewissheit besitzt, dass der Verlass auf Allah ist.


    Der Gesandte sagte:

    Würdet ihr auf Allah vertrauen, so wie ihr auf Ihn vertrauen solltet (und auch könnt), so würde Er euch versorgen, wie Er den Vogel versorgt: er fliegt (morgens wegen seines Lebensunterhalts) mit leerem Magen hinaus und kehrt (abends) mit vollem zurück.
    (von At-Tirmidhi überliefert)


    Er sagte auch:

    Es ist für den Menschen besser, sich aus eigenständiger Arbeit zu ernähren.

    (von Al-Bukhari überliefert)


    Und obwohl Du weißt, dass Deine Versorgung gewährleistet ist, solltest Du dennoch bemüht sein, Deinen Lebensunterhalt mit den Dir erlaubten Möglichkeiten zu verdienen.


    Er ist es, Der euch die Erde dienstbar gemacht hat. Geht also hinaus auf ihren Wegen und versorgt euch mit Seinen Wohltaten.
    (Al-Mulk, 15)


    Oh ihr, die ihr glaubt! Wenn zum (Gemeinschafts-)Gebet am Freitag gerufen wird, dann eilt zum Gebet für Allah und unterlasst den Handel. Es ist besser für euch, wenn ihr es nur wüsstet!
    Wenn das Gebet (aber) beendet ist, dann verteilt euch im Lande und strebt nach der Gunst von Allah.

    (Al-Jumu^a, 9-10)

    Nach dem Gemeinschaftsgebet am Freitag ist es den Muslimen wieder erlaubt, zu ihrem Handel und ihren Geschäften zurückzukehren.

  • Sorge für die Behandlung Deiner Krankheiten und vertraue auf Allah!

    Es ist richtig, dass die Heilung nur von Allah allein kommt.

    Dennoch gibt es Mittel und Wege, die der Grund für die Heilung einer Krankheit sein können:

    Konsultiere einen Arzt oder nimm geeignete Medikamente bzw. Naturheilmittel ein oder wende ein verläßliches „Hausfrauenrezept“ an und sprich Bittgebete und lies Al-Fatiha, die erste Sura des Qur’an.

    Die Sura Al-Fatiha hat heilende Wirkung und wird deshalb auch als Ash-Shafiya oder Ar-Ruqiya genannt. Sie muss korrekt gelesen werden.


    Al-Bukhari und Al-Baihaqi überliefern von Abu Said Al Khudri:

    Als wir (einige der Gefährten) unterwegs waren, kam ein Mädchen und sprach: Mein Herr ist von einer Schlange gebissen worden.
    Gibt es unter euch einen Heilenden?

    Ein Mann stand auf, den von uns niemand zuvor als Heilenden kannte.
    Er heilte ihn, woraufhin uns dieser (der Geheilte) drei Schafe und Milch gab.
    Als er zurückkehrte fragten wir ihn: Wie hast du ihn kuriert?
    Er erwiderte: Ich habe ihn mit der Mutter der Schrift (Al-Fatiha) kuriert.
    Wir sprachen: Niemand unter uns spricht hierüber, bis wir den Gesandten dazu befragt haben.
    Als wir Madina erreichten, erzählten wir es dem Gesandten.

    Der Gesandte sprach erfreut und mit Zustimmung: Was ließ ihn wissen, dass sie heilende Wirkung hat?

  • Gehe achtsam mit Deinem Besitz um!

    Abu Da’ud und At-Tirmidhi überliefern von Al-Mughira, der sagte: ich hörte Anas Ibn Malik sagen: ein Mann kam zum Gesandten und sprach:

    Oh Gesandter Allahs, soll ich es (mein Kamel) anbinden und vertrauen oder nicht anbinden und vertrauen?

    Der Gesandte antwortete: Binde es an und vertraue (auf Allah)!

Dein Vertrauen auf Allah entbindet Dich nicht Deiner Verantwortung.

Es sollte in Deinem Herzen an erster Stelle stehen und Dich in allen Lebenssituationen begleiten.

Und es gibt kein Lebewesen auf der Erde, dessen Versorgung nicht von Allah kommt.
(Hud, 6)


Oh Allah, Du genügst mir, denn es gibt keine Gottheit außer Dich.
Auf Dich vertraue ich, denn Du hast die Macht über alle Dinge.


Zum Schluss eine kurze Geschichte, die das vollkommene Vertrauen des Gesandten gegenüber Allah beispielhaft darstellt:

Muslim überliefert von Jaber:

Wir ließen den Gesandten Allahs alleine unter einem schattigen Baum zurück.
Ein Götzenanbeter kam und ergriff das Schwert des Gesandten, welches am Baum lehnte.

Er sprach zum Gesandten: Fürchtest Du mich?
Dieser erwiderte: Nein!
Dann fragte er den Gesandten: Wer schützt Dich vor mir?
Er antwortete: Allah!


Viele der Götzendiener sahen den Gesandten als ihren Feind an und trachteten immer wieder nach seinem Leben.
Und obwohl sich der Gesandte häufig in Lebensgefahr befand, blieb er unerschrocken und ruhig, handelte mit seinem Wissen, zeigte seinen außergewöhnlichen und vorzüglichen Charakter und vertraute dabei vollkommen auf Allah.

An-Nawawi überliefert zu dem o.g. Vorfall weiter:

Das Schwert fiel (dann) aus seiner Hand, woraufhin der Prophet es ergriff und jenen wiederum fragte: Wer schützt Dich vor mir?

Jener flehte (hilfesuchend): Sei milde und gütig zu mir.

Der Gesandte fragte (daraufhin): Bezeugst Du, dass es keine Gottheit außer Allah gibt und dass ich der Gesandte Allahs bin?

Er erwiderte: Nein, jedoch verspreche ich Dir, Dich weder zu bekämpfen noch Deine Feinde zu unterstützen.

Der Gesandte ließ ihn (dann) gehen.

Als dieser seinen Freunden begegnete sprach er: Ich komme gerade von dem besten (aller) Menschen!

Der Friede und Segen von Allah seien mit unserem Gesandten Muhammad!

-Ibn Taymiyyah sagte :“Labistu al-khirqa al-mubaraka li al-Shaykh `Abd al-Qadir wa bayni wa baynahu ithnan – Ich trage den gesegneten Sufimantel von Abdulkadir Geylani(ks), es befinden sich zwischen ihn und mir zwei Scheichs.“ (aus Minhajin Salikin )Oh Menschenssohn! Wenn du meine Liebe, Meine Muhabbet willst, dann reisse dir die Liebe zur Dunya aus dem Herzen! Denn Ich vereine niemals Meine Liebe und die Liebe zur Dunya in Einem Herzen. Oh Menschenssohn! Obwohl du die Dunya liebst, wie kannst du da Meine Liebe suchen?Ati’ullaha wa ati’ur rasula wa ulil amri minkum“ (Al Nisa’ 59)Allah sagt: „Ihr habt Allah zu gehorchen, ihr habt dem Propheten (s) zu gehorchen und ihr habt euren Führern zu gehorchen“. „Aleykum bi sunnati wa sunnat khulafa’i min ba’di“(folgt meiner Sunna)

 

Sags in Deinen Worten.