Überlegungen zur Frage, warum Muslime heute noch den Rechtsschulen folgen sollten

Überlegungen zur Frage, warum Muslime heute noch den Rechtsschulen folgen sollten

Von Schaikh Habib Bewley, Cape Town

Zwischen Taqlid und Internet

(iz). Wir leben heute in einer Welt, in der Männer des Wissens in großer Menge vorhanden sind und Texte des Islams zur sofortigen Verfügung stehen. Alles was wir brauchen, ist ein Computer und Zugang zum Internet. Diese Fülle an ­Information und Zugang zu den Usul oder Quellen des Dins – seien es Ahadith, Positionen der Gefährten und der Salaf As-Salih – haben viele Studenten beziehungsweise junge Muslime verwirrt. Sie glauben, dass sie über ein besseres Wissen und deutlicheres Verständnis darüber verfügen, ihr Leben nach den Anweisungen Allahs und der Sunna Seines Propheten zu führen, als ihre Eltern und Lehrer. „Wir könnt ihr nur einer Madh­hab [Rechtsschule] und einem Mann folgen“, schreien sie, „der mehrere Generationen nach dem Propheten lebte, wenn ihr doch direkten Zugang zum Propheten selbst habt?“

Stellt Allah nicht die folgende Frage im Qur’an: „Ihr, die Iman habt! Gehorcht Allah und Seinem Gesandten“? Und hat uns nicht der Prophet angewiesen: „Verrichtet das Gebet so, wie ihr mich habt beten sehen“?

Es ist tatsächlich für jeden Muslim verpflichtend, dem Gesandten Allahs zu folgen und zu gehorchen. Und bei Fragen, die eindeutig sind und keiner Interpretation bedürfen wie die Befehle für das fünfmalige Gebet oder das Fasten im Ramadan, können wir in der Tat direkt zu den Quellen gehen. Es gibt jedoch viele andere Fragen, in denen es Zweideutigkeiten und offenkundige Widersprüche gibt, die das Bild komplizieren und uns fragend zurücklassen, welcher Position wir folgen sollten.

So sagte der Prophet (was von Imam Malik in seiner Muwatta’ überliefert wurde) beispielsweise bei einer Gelegenheit: „Wer einen Imam hat, so ist die Rezitation des Imams seine Rezitation.“ Dies verweist darauf, dass nur der Imam hörbar rezitiert, während diejenigen hinter ihm still bleiben. Aber er sagte bei einer anderen Gelegenheit (überliefert von Bukhari in seinem Sahih von Ubada ibn Samit): „Es gibt kein Gebet für jenen, der nicht die Sura Al-Fatiha rezitiert.“ Dies bedeutet, dass jeder Betende, unabhängig davon, ob er der Imam ist oder einfach nur dem Imam folgt, Qur’an im Gebet rezitieren sollte.

Wenn man also dem einen Hadith folgt, dann handelt man in scheinbarem Widerspruch zu dem anderen. Was muss man also in solch einem Fall machen, in dem der direkte Zugang zur Hadithliteratur zu mehr Verwirrung als vorher führt? In solch einem Fall muss man zu einem Mudschtahid werden oder dem Idschtihad eines anderen folgen. In der Nachfolge des Idschtihad eines anderen folgen wir keiner anderen Rechtsquelle als der des Propheten, sondern ihm eher enger und noch korrekter. Dies macht die Sunna zugänglich.

Der Prozess des Idschtihads – die direkte Schaffung eines rechtlichen Urteils aus den Quellen – ist keine einfache Sache. Das Niveau und die Weite des Wissens, die er nötig macht, gehen über die meisten Gelehrten hinaus.

Imam Asch-Schinqiti zählte in seinem Lehrgedicht über die Grundlagen des Rechts eine Reihe an Vorbedingungen für den Idschtihad auf:

• Ein überragender Verstand, der in der Lage ist, die grundlegenden Prinzipien des Dins anzusprechen und zu verstehen.

• Vollständiges Wissen von der arabischen Sprache sowie ihr Wortschatz und all die dazugehörigen Werkzeuge – Grammatik, Morphologie, Rhetorik und sprachliche Figuren.

• Umfassendes Wissen vom Qur’an, insbesondere in Anblick auf die Ahkam-Verse; das heißt jene, die rechtliche Urteile enthalten – seine Nasikh wa’l-Mansukh (aufhebenden und aufgehobenen Verse) und seine Asbab An-Nuzul (die Ursachen für und die Umstände, unter denen qur’anische Verse offenbart wurde).

• Umfassendes Wissen von den Hadithen – insbesondere den aufhebenden und aufgehobenen; die Umstände, in denen es zu ihnen kam sowie Charakter, Biografie und Vertrauenswürdigkeit derjenigen, die sie überlieferten, und was sie Sahih macht oder auch nicht.

• Wissen von den Urteilen der früheren Gelehrten, insbesondere jenen, über zu denen es eine Übereinkunft gibt.

• Starkes Verständnis von Logik (Mantiq) und Analogie (Qijas).

Jeder, der über diese Vorbedingungen verfügt und sie erfüllt, gilt als Mudschtahid Mutlaq – als voller und unabhängiger Mudschtahid, der in der Lage ist, seine eigenen Usul zu formulieren. Solch einem Mann ist es nicht möglich, den Ansichten von anderen zu folgen, sondern er muss sich seine eigenen Meinungen bilden, die auf den direkten Quellen basieren. Diesen Grad an Idschtihad hatten viele Prophetengefährten, Nachfolger (Tabi’in) und die Gründer der vier Madhhabs und andere Gelehrte wie Al-Auza’i, Al-Laith oder Sufjan Ath-Thauri inne. Direkt nach ihnen kommt eine zweite Kategorie der Mudschtahids, der Mudschtahid Muntasib (angeschlossener Mudschtahid) genannt wird. Diese waren nicht an das Urteil eines bestimmten Mudschtahid Mutlaq gebunden, aber an dessen rechtliche Methodik (Usul). In diese Kategorie fallen die meisten Studenten der vier Imame wie Ibn Al-Qasim, Ibn Wahb, Muhammad Asch-Schaibani und Abu Jusuf.

Dann kommt der Mudschtahid fi’l-Madhhab, der dazu befähigt ist, die unterschiedlichen Positionen innerhalb einer Rechtsschule abzuwägen und auszuwählen und ihre Usul zu verwenden, wenn sich eine neue, bisher unbekannte Situation ergibt. Am Ende haben wir den Mudschtahid fi’l-Fatwa, der das gleiche bei einer bestimmten, spezifischen Frage tun kann. Diese beiden letzten Typen des Mudschtahid existieren auch heute noch und werden bis zum Tag von Qijama anhalten. Sie benutzen ihr Wissen, um mit neuen Situationen umzugehen, wenn sich diese ergeben, aber die Tür zum absoluten Idschtihad ist geschlossen und zwar schon seit rund eintausend Jahren.

Während dieser Zeit wurde die Behauptung irgendeines Gelehrten, unabhängig von seinem Grad des Wissens, auf einen absoluten Idschtihad nicht anerkannt. All die großen Gelehrten, Männer wie Imam An-Nawawi, Qadi Abu Bakr ibn Al-’Arabi, Imam At-Tahawi und Imam As-Sujuti bewegten sich innerhalb der Grenzen der vier Rechtsschulen und versuchten nicht, eigene zu begründen. Und wenn solche Männer dies als akzeptabel ansehen, warum sollten wir Schwierigkeiten dabei haben, das gleiche zu tun?

Für die meisten von uns wird der Idschtihad niemals zu einer Realität, da wir überhaupt nicht in der Pflicht stehen, uns das entsprechende Wissen anzueignen, das notwendig ist, um unsere eigenen Urteile zu fällen. Diese Aufgabe gilt immer nur für ein kleines Segment der Gesellschaft und wurde nicht der Mehrheit der muslimischen Umma auferlegt, da ihre zeitaufreibende Natur sie daran hindern würde, all jene anderen Aufgaben zu erfüllen, die für ein Funktionieren der Gesellschaft notwendig sind. Würden sie dies tun, dann käme die Öffentlichkeit zu einem abrupten Anhalten.

Wäre jeder gezwungen, bei einer anstehenden Frage Idschtihad zu machen, dann gäbe es keine politischen Führer, Ärzte, Bauern, Händler oder Handwerker. Armut und Verzweiflung wären im Anstieg begriffen, da niemand mehr sein Einkommen verdienen könnte. Und so ist es erlaubt für uns, ja tatsächlich sind wir sogar verpflichtet dazu, der Position der anderen zu folgen, die sich das notwendige Wissen angeeignet haben.

Allah weist uns im Qur’an an: „Fragt die Leute der Erinnerung, wenn ihr kein Wissen habt.“ Mit anderen Worten, fragt die Leute mit Wissen, wenn ihr euch nicht auskennt und folgt dem, was sie euch sagen. Dies ist die Essenz des Taqlid. Dieser wurde von Asch-Schinqiti wie folgt definiert: „Die Notwendigkeit der Befolgung der Madhhab eines anderen Mannes ohne Kenntnis von den gesonderten Beweisen, durch welche er diese Madhhab formuliert hat.“

Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten im Usul, im Fiqh und im Hadith ist es verpflichtend für jeden, der nicht die Stufe von Mudschtahid Mutlaq erreicht hat, Taqlid einer Madhhab zu machen. Denn, wie wir bevor erwähnt haben, gilt der unabhängige Idschtihad nicht länger als akzeptabel. Also ist es verpflichtend für jeden einzelnen Muslim, sei er Gelehrter oder etwas anderes, einer Madhhab zu folgen. Die überwältigende Mehrheit der Leute des Wissens stimmen darin überein, dass heute nur vier Rechtsschulen verblieben sind. Imam As-Sawi schrieb in seinem Kommentar über einen berühmten Text zur ‘Aqida („Al-Dschauhar“): „Nach Meinung der Mehrheit ist es für jeden, der nicht den Rang des absoluten, unabhängigen Idschtihad erreicht hat, verpflichtend, die Madh­hab einer der vier ‘Ulama anzunehmen. Nachdem diese Übereinkunft getroffen wurde, ist es nicht mehr erlaubt, der Madhhab eines anderen zu folgen, denn diese wurden weder genau aufgezeichnet, noch fehlerfrei weitergegeben wie die der vier Imame. Sie wiederum erlangten umfassendes Wissen von den Aussagen und Positionen aller oder der meisten [Propheten-]Gefährten. Die Prinzipien der Madhhabs dieser vier Imame sind gut bekannt und ihre Einzelheiten wurden genauestens aufgezeichnet und niedergeschrieben. Und ihre Schüler und Nachfolger bewahrten und überarbeiteten diese Rechtsschulen, bis sie weit verbreitet wurden. Und nur durch ihre Nachfolge entledigt man sich der eigenen Verpflichtungen im Hinblick auf die Urteile des Dins. Madh­habs sterben nicht, nur weil derjenige, der sie begann, tot ist.“ Ähnliche Ansichten wurden von Imam Al-Laqqani, Qadi ‘Ijad, Imam Al-Qarafi und vielen anderen zum Ausdruck gebracht.

Die vier Imame, von denen hier die Rede war, sind in der ganzen muslimischen Welt bekannt und werden von ihr verehrt: Abu Hanifa, Malik, Asch-Schafi’i und Ahmad ibn Hanbal, möge Allah mit ihnen allen zufrieden sein. Sie alle hatten wundervolle Charaktereigenschaften, enorme Liebe für den Propheten und sehr viel Wissen.

Imam Abu Hanifa war der früheste von ihnen. Er wurde 80 nach der ­Hidschra geboren und entwickelte sich rasch zu einem der führenden Gelehrten seines Zeitalters. So hoch stand er im Ansehen seiner Zeitgenossen, dass ­Sufjan Ath-Thauri und Ibn Al-Mubarak sagten, dass er das meiste Fiqh in seiner ­Lebenszeit hatte. Er wurde auch überliefert, dass er jede Nacht den gesamten Qur’an in seinen Nachtgebeten ­rezitierte.

Imam Malik wurde laut der meisten Berichte 93 nach der Hidschra in Medina geboren, wo er Wissen von rund 700 der größten Gelehrten der Nachfolger (Tabi’in) nahm. Die meisten seiner Zeitgenossen erkannten in ihm den ‘Alim von Medina, von dem es in dem Hadith des Gesandten Allahs heißt: „Leute werden nach Osten und Westen auf der Suche nach Wissen gehen, aber sie werden keinen finden, der mehr ­Wissen hat als der ‘Alim von Medina.“ Die Liebe für den Propheten war bei Imam Malik so stark ausgeprägt, dass er an keiner Stelle Medinas mit ­Schuhen lief, aus Angst, dass er auf irgendeine Stelle treten könnte, auf welcher der Prophet gelaufen war.

Imam Asch-Schafi’i wurde um 150 nach der Hidschra in Mekka geboren, wo er auch aufwuchs. Er wurde beschenkt mit einem außergewöhnlichen Verstand, einem unglaublichen Gedächtnis und lernte den Qur’an und die Muwatta’ im Alter von 10 Jahren auswendig. Er lehrte in der Moschee. Seine beiden wichtigsten Lehrer waren Imam Malik und Muhammad Asch-Schaibani. Es wurde gesagt, dass er jener ‘Alim sei, von dem es in dem Bittgebet des Propheten heißt: „O Allah, leite die Quraisch Recht, denn die Wissenschaft des ‘Alim, der von ­ihnen stammt, wird die ganze Welt umfassen. O Allah! Du hast die ersten von ihnen Bitterkeit schmecken lassen, also lasse die letzten von ihnen die Belohnung schmecken. Es wurde auch von ihm gesagt, dass er den kompletten Qur’an in seinen nächtlichen Gebeten las.

Imam Ahmad ibn Hanbal war der letzte der vier Imame und wurde 164 nach der Hidschra in Khorasan geboren. Er studierte unter der Leitung von Imam Asch-Schafi’i und war einer der größten Hadithgelehrten seiner Zeit. Es heißt, er habe hunderttausende Hadithe auswendig gelernt. Über ihn sagte Imam Asch-Schafi’i: „Als ich Bagdad verließ, gab es keinen Mann mit mehr Wissen und mehr Verständnis vom Fiqh und mit mehr Gottesfurcht als Ahmad.“

Dies waren die vier Männer, welche die Sunna des Propheten für die kommenden Generationen bewahrten. Und es ist durch diese Männer, dass wir immer noch Zugang zu ihr haben – und nicht durch die Hadithbücher: Sufjan ibn Ujaina sagte: „Hadith sind eine Quelle für Irreleitung, außer in den Händen der Rechtsgelehrten.“

Also ist es verpflichtend, dass wir an diesen Madhhabs festhalten. Wir dürfen uns nicht durch jene täuschen lassen, die behaupten, dass dies bedeuten würde, wir folgten jemand anderem als dem Propheten. Und es spielt hier auch keine Rolle, welcher der vier man folgt, solange man daran festhält und im Herzen überzeugt ist, dass dies das korrekteste ist. Wer dies tut, hält fest, am Urwat Al-Wuthqa und an der Sunna des Größten und Edelsten der Menschheit, des ­Gesandten Allahs.

IZ – 25.11.2009

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der umstrittene Imam Ibn Qayyim al Jawziyya über die 4 Arten der Liebe

Vier Arten der Liebe

Ibn Al-Qayyim al Jawziyyah

Ibn Al-Qayyim (rahimu Allah) sagte bezüglich dieses Themas:

 

Es gibt vier Arten von Liebe, zwischen denen wir unterscheiden müssen. Und die, die vom Rechten Weg abkommen, tun dies, weil sie diese Unterscheidung nicht treffen. Die erste von ihnen ist die Liebe zu Allah, aber dies allein ist nicht ausreichend um eine Person von der Strafe Allahs zu bewahren und Seine Belohnung zu erlangen. Die Mushrikin, Christen, Juden und andere lieben alle Allah.

 

Die Zweite ist das zu lieben was Allah liebt. Dies ist, was eine Person in den Islam führt und weg vom Kufr. Der meist geliebte von Allah unter den Leuten ist derjenige, der am korrektesten und hingabevollsten in dieser Art von Liebe ist.

 

Die dritte Art ist die Liebe um Allahs Willen, die eins der Wesensmerkmale des Liebens ist von dem was Allah liebt. Die Liebe einer Person gegenüber dem was Allah liebt kann nicht vollkommen sein, wenn er nicht auch um Allahs Willen liebt.

 

Die Vierte ist die Liebe für etwas neben Allah, diese Liebe hat etwas mit Shirk zu tun. Jeder der Dinge neben Allah liebt, aber nicht um Allahs Willen, hat Allah diese Sache beigesellt. Dies ist die Liebe der Mushrikin.

 

Es bleibt noch eine fünfte Art übrig, die Liebe hat nichts mit unserem Thema zu tun; diese ist die natürliche Liebe, welche in der Neigung der Person liegt und seiner Natur entspricht, wie die Liebe einer durstigen Person gegenüber Wasser oder einer hungrigen Person gegenüber Essen, die Liebe gegenüber Schlaf oder gegenüber seiner Frau und Kindern. Es gibt nichts daran auszusetzen, es sei denn es hält die Person vom Gedenken Allahs ab oder von der Liebe Ihm gegenüber. Allah sagt (in der ungefähren Bedeutung):

 

[63:9] „O ihr, die ihr glaubt, lasset euch durch euer Vermögen und eure Kinder nicht vom Gedenken an Allah abhalten. Und wer das tut – das sind die Verlierenden.“

 

[24:37] „Männer, die weder Ware noch Handel vom Gedenken an Allah abhält und der Verrichtung des Gebets und dem Entrichten der Zakah; sie fürchten einen Tag, an dem sich Herzen und Augen verdrehen werden.“

 

(Al-Jawaab al-Kaafi, 1/134)

 

Und er (rahimu Allah) sagte:

 

Der Unterschied zwischen der Liebe um Allahs Willen und der Liebe gegenüber einer Sache neben Allah ist einer der wichtigsten Unterscheidungen. Jeder sollte diese Unterscheidung treffen und wahrlich sie ist verpflichtend für uns. Die Liebe um Allahs Willen ist ein Zeichen der Vervollständigung des Glaubens, aber die Liebe gegenüber einer Sache neben Allah ist die Essenz von Shirk.

 

Der Unterschied zwischen den beiden ist, das die Liebe einer Person um Allahs Willen verbunden ist mit seiner liebe zu Allah; wenn diese Liebe stark in seinem Herzen vertreten ist, bestimmt diese Liebe, dass er das liebt, was Allah liebt. Wenn er das liebt, was sein Herr liebt und er die Freunde Allahs liebt, so ist dies die Liebe um Allahs Willen. So liebt er Seine Gesandten, Propheten, Engel und enge Freunde, weil Allah sie liebt und er hasst die, die sie hassen, weil Allah diese Leute hasst.

 

Das Zeichen für die Liebe und den Hass um Allahs Willen ist, dass sein Hass gegenüber denen die Allah hasst sich nicht in Liebe wandelt, nur weil diese Person ihn freundlich behandelt, ihm einen Dienst erweist oder ihm einige Notwenigkeiten erfüllt, die er hat. Seine Liebe für diejenigen, die Allah liebt wird sich nicht in Hass wandeln, nur weil diese Person etwas tut, was ihn verletzt oder kränkt, ob es nun durch einen Fehler oder absichtlich gemacht wurde, im Gehorsam gegenüber Allah oder weil die Person das Gefühl hat seine Gründe zu haben oder weil die Person ein Übeltäter ist, der seine Übeltaten aufgeben will und Reue zeigt.

 

Die gesamte Religion dreht sich um vier Grundregeln: Liebe und Hass, Handeln und Unterlassen. Die Person, dessen Liebe und Hass, Handlung und Unterlassen alle dem Willen Allahs unterliegen, hat seinen Glauben so vervollständigt, dass wenn er liebt, er um den Willen Allahs liebt, wenn er hasst, um den Willen Allahs hasst, wenn er etwas macht, es um den Willen Allahs macht und wenn er etwas unterlässt, er es um den Willen Allahs unterlässt. Soweit es ihm in diesen vier Kategorien Mangelt, mangelt es ihm an Glauben und Hingabe an seiner Religion. Dies steht im Kontrast zu der Liebe gegenüber Dingen neben Allah, welche zwei Arten sind. Eine wiederspricht den Prinzipien des Tauhid und ist Shirk; die andere wiederspricht der Vervollständigung von Aufrichtigkeit und Liebe gegenüber Allah, befördert eine Person aber nicht aus dem Islam.

 

Die erste Art gleicht der Liebe der Mushrikin gegenüber ihren Götzen und Göttern. Allah sagt (in der ungefähren Bedeutung):

 

[2:165] „Und es gibt unter den Menschen einige, die sich außer Allah Seinesgleichen (zum Anbeten) nehmen und lieben, wie man (nur) Allah lieben soll.“

 

Die Mushrikin lieben ihre Götzen und Götter neben Allah wie sie Allah lieben. Diese Liebe und Hingabe wird begleitet von Furcht, Hoffnung, Anbetung und Bittgebeten. Diese liebe ist purer Shirk, welches Allah nicht vergibt. Der Glaube kann nicht vervollständigt werden außer, dass die Person die Götzen als Feinde ansieht und sie intensiv hasst und die Leute hasst, die sie anbeten und sie als Feinde ansieht und sich gegen sie bemüht. Dies ist die Botschaft mit der Allah all Seine Gesandten sandte und all Seine Bücher offenbarte. ER schuf die Hölle für die Leute des Shirks, die die Beigesellungen lieben und ER schuf das Paradies für diejenigen, die sich gegen sie bemühen und sie als Feinde ansehen um Allahs Willen und um Sein Wohlgefallen zu erlangen.

 

Wer auch immer irgendetwas anbetet von der Nähe des Thrones bis zu den niedrigsten Tiefen der Erde und sich einen Gott und Träger neben Allah nimmt und bei anderen an der Anbetung teilnimmt, wird abgelehnt durch das Objekt seiner Anbetung, wenn er es am meisten benötigt. [d.h. am jüngsten Tage]

 

Die zweite Art ist die Liebe gegenüber Dingen, die Allah den Leuten attraktiv gemacht hat, wie Frauen, Kinder, Gold, Silber, schöne Pferde, Vieh und gut bebautes Land. Leute lieben diese Dinge in einer Art der Begierde, wie die Liebe eines Hungrigen gegenüber Essen und eines Durstigen gegenüber Wasser. Diese Liebe ist von drei Arten. Wenn die Person sie um den Willen Allahs liebt und sie als Mittel zum Gehorsam gegenüber Allah versteht, wird er dafür belohnt; es wird als ein Teil der Liebe um Allahs Willen angerechnet und versteht sich als Mittel Ihn zu erreichen und er wird stets Freude an ihnen finden. Dies ist wie der beste der Schöpfung (d.h. der Prophet (saws)) war, für den die Frauen und das Parfum lieb gebildet wurden in dieser Welt und seine Liebe für sie ihm half, Allah mehr zu lieben, Seine Botschaft zu übermitteln und Seine Befehle zu erfüllen.

 

Wenn eine Person diese Dinge liebt, weil sie mit seiner Natur und seinem eigenen Begierden übereinstimmen, aber er sie nicht Dingen, die Allah liebt und mit denen Er zufrieden ist, bevorzugt und er sie auf Grund seiner natürlichen Neigungen erlangt, dann fallen sie unter den erlaubten Dingen und er wird nicht dafür bestraft, aber seine Liebe zu Allah und um den Willen Allahs mangeln ein wenig.

 

Wenn sein alleiniger Zweck im Leben ist, diese Sachen zu erhalten und er ihnen Priorität verschafft über dem, was Allah liebt und mit denen Er zufrieden ist, dann schadet er sich und folgt seinen eigenen Begierden.

 

Die erste ist die Liebe der al-Saabiqoon (den führenden im Islam); die zweite ist die Liebe der al-muqtasidoon (den durchschnittlichen) und die dritte ist die Liebe der al-zaalimoon (den Überltätern).

 

Al-Rooh by Ibn al-Qayyim, 1/254.

 http://kitabundsunnah.wordpress.com/2007/12/15/vier-arten-der-liebe-ibn-al-qayyim-al-jawziyyah/

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christliche Kritik am Barnabasevangelium / Buchrezension, Teil2

Das Barnabasevangelium – Wahres Evangelium oder Mittelalterliche Fälschungvon Dr. Christine Schirrmacher

    Zur ersten deutschen Ausgabe des Barnabasevangeliums (Turban Verlag: Bonndorf, 1994. 319 S.)

Nun ist es also soweit: Das sogenannte ‘Barnabasevangelium’ liegt auch auf deutsch vor. Es trägt den Titel: Das Barnabasevangelium. Wahres Evangelium Jesu, genannt Christus,eines neuen Propheten von Gott, der Welt gesandt,gemäß dem Bericht des Barnabas, seines Apostels.

Die deutsche Herausgabe dieses Textes wurde von einem zum Islam konvertierten deutschen Ehepaar unternommen. Beide sind Mitglieder des mystischen Derwischordens der Naqshbandiyya, dessen Wurzeln in das 14. Jahrhundert zurückreichen. Der erst vor wenigen Jahren von ihnen gegründete Turban-Verlag, in dem jetzt auch das Barnabasevangelium erschien, führt größtenteils Titel muslimischer Autoren. Die Übersetzung des Barnabasevangeliums ins Deutsche ist vom Sprachlichen her ebenso gut gelungen wie die solide äußerliche Gestaltung des Buches.

Was hat es mit diesem Barnabasevangelium auf sich? Wenn der Leser das kurze Vorwort und den Klappentext des Buches studiert, erhält er den Eindruck, eine Originalquelle des frühen Christentums sei nach vielen Jahrhunderten endlich wieder aufgetaucht.

Die Herausgabe des Barnabasevangeliums auf deutsch (es erschien bis heute in mindestens 6-8 weiteren Sprachen) ist eine Fortsetzung der christlich-muslimischen Kontroverse um eine Schrift, die für sich selbst den Anspruch erhebt, das einzig wahre Evangelium zu sein. Von muslimischen Apologeten wird es auch fast durchgängig für das wahre Evangelium Jesu Christi gehalten, während Nichtmuslime es fast ebenso ausschließlich als Fälschung aus dem Mittelalter ablehnen. Diese Kontroverse begann bereits Anfang des 18. Jahrhunderts, als die ersten Stellungnahmen pro und contra Barnabasevangelium in Europa und in Indien veröffentlicht wurden.

Lange war nur ein einziges Exemplar dieses Evangeliums in italienischer Sprache bekannt, das heute für jeden Interessierten in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien einzusehen ist. Bekommt man in Wien dieses kleine Bändchen in die Hand, kann man kaum glauben, daß dieses Buch in den letzten 100 Jahren zwischen Christen und Muslimen so viel Unruhe ausgelöst hat.

Außer dem italienischen Manuskript sind aus dem 18. Jahrhundert zwei spanische Manuskripte bekannt, von denen eines als vollkommen verschollen gelten muß, während das andere als unvollständiges Manskript erst 1976 erneut in Sydney aufgefunden wurde, wo es sich noch heute befindet. Außer dem italienischen und den beiden spanischen Handschriften wurde nie eine griechische, lateinische oder hebräische Handschrift aufgefunden und niemals ein echter historischer Beweis dafür erbracht, daß das Barnabasevangelium vor dem 16. Jahrhundert existiert hat.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden Christen in der islamischen Welt mit so vielen Gerüchten über dieses angeblich wahre Evangelium konfrontiert, von dessen Text zu diesem Zeitpunkt lediglich Bruchstücke veröffentlicht waren, daß sich zwei Mitarbeiter der Anglikanischen Kirche, Lonsdale und Laura Ragg, zu einer vollständigen Edition und Übersetzung des italienischen Textes auf englisch entschlossen. 1907 erschien die zweisprachige italienisch-englische Edition. 1908 wurde das Barnabasevangelium bereits auf arabisch übersetzt. Danach hat es in der islamischen Welt eine ungeheure Rolle als Waffe gegen das Christentum gespielt.

Warum treten Muslime derart vehement für dieses Evangelium ein? Weil es vorgibt, das einzige Evangelium von einem Augenzeugen des Lebens Jesu zu sein, und den Anspruch erhebt, die Wahrheit über das Christentum zu enthalten. Gleichzeitig lehnt es die grundlegenden christlichen Glaubenssätze ab, die auch der Islam verwirft: Das Barnabasevangelium leugnet die Gottessohnschaft Jesu, seinen Erlösertod am Kreuz und seine Auferstehung. Damit wird es als ‘christliches’ Evangelium zum Kronzeugen gegen das – wie Muslime meinen, entartete und verfälschte – paulinische Christentum, während es gleichzeitig die Aussagen des Korans bestätigt. Daß die wahre christliche Offenbarung also nicht mit dem Islam im Widerspruch steht, sondern mit ihr harmoniert ist ein immer wieder vorgebrachtes muslimisches Dogma, das – aus muslimischer Sicht – durch das Barnabasevangelium bestätigt wird.

Das Evangelium, das jüdische, christliche und muslimische Elemente in sich vereinigt, schildert die Lebensgeschichte von Jesus Christus und seinen Jüngern von der Ankündigung der Geburt Jesu bis zu seinem Tod, es berichtet von Jesu Wundern, seinen Gleichnisse und Belehrungen, vom letzten Abendmahl, dem Verrat, dem Prozeß und der Kreuzigung, der das Barnabasevangelium eine islamische Deutung gibt: nicht Jesus, sondern Judas stirbt am Kreuz. Diese ‘Ersatztheorie’, die besagt, daß Judas mit Jesus verwechselt wurde und an seiner Stelle am Kreuz starb, ist heute die wohl am häufigsten anzutreffende Meinung unter muslimischen Theologen über die Kreuzigung. Die einzige Aussage des Korans über die Kreuzigung in Sure 4,157-158 spricht nur in dunklen Andeutungen über das Ereignis und könnte so ausgelegt werden, daß nicht Jesus, sondern ein anderer gekreuzigt wurde. Mit der Erklärung, dies sei Judas gewesen, legt das Barnabasevangelium gewissermaßen den Koran aus.

Wohl für jeden Nichtmuslim, der das Barnabasevangelium nicht aus Parteinahme für den Islam verteidigen möchte, gibt es schwerwiegende Gründe, die gegen die Echtheit dieses Evangeliums sprechen, denn alles deutet auf eine Abfassungszeit zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert hin. Viel schwieriger ist die Frage nach der Absicht und den Umständen der Abfassung des Barnabasevangeliums zu beantworten. Nichtmuslime gehen meist davon aus, daß ein ehemaliger Christ, der zum Islam konvertiert und daher sowohl mit dem Christentum als auch mit dem Islam vertraut war, solch ein Evangelium verfaßt haben könnte. Dies geschah möglicherweise aus Rache am Christentum aufgrund der spanischen Inquisition im 16./17. Jahrhundert, denn Spanien ist ein möglicher Ursprungsort des Barnabasevangeliums.

Da muslimische Apologeten davon ausgehen, daß das Barnabasevangelium ein frühchristliches Dokument ist, versuchen sie, die Echtheit des Barnabasevangeliums zu beweisen, indem sie nach Spuren oder Vorläufern des Textes in der frühchristlichen Kirchengeschichte suchen. Es werden mehrere Dokumente aus der frühchristlichen Kirchengeschichte angeführt, um zu ‘belegen’, daß der Autor des Barnabasevangeliums und dieser frühchristlichen Dokumente miteinander identisch seien.

Zu den Dokumenten, die von muslimischen Apologeten dafür herangezogen werden, gehört der kurze Barnabasbrief: Er enthält jedoch nur kurze 21 Kapitel, während das Barnabasevangelium 222 lange Kapitel umfaßt. Muslime führen weiter die Barnabasakten an: Dies ist ein pseudoepigraphisches Werk aus dem 5. Jahrhundert auf Griechisch. Ebenso ist der häufig genannte Codex Barocci 39 nur ein kurzes Textfragment, das keinen Hinweis darauf gibt, es könnte mit dem heutigen Barnabasevangelium übereinstimmen. Das ‘Decretum Gelasianum de libris recipiendis et non recipiendis’ aus dem 4./5. Jahrhundert n. Chr. führt zwar ein Barnabasevangelium in der Liste seiner Schriften auf, aber von diesem Barnabasevangelium ist nichts erhalten, so daß es reine Spekulation bleiben muß, daß dieses Barnabasevangelium mit dem heutigen Text etwas zu tun haben könnte. Gleichermaßen verhält es sich mit dem ‘Verzeichnis’ der 60 Kanonischen Bücher’ aus der Zeit des 7. bis 8. Jahrhunderts, das ein Barnabasevangelium namentlich aufführt. Alle Dokumente wie auch die frühchristliche Kirchengeschichte insgesamt geben jedoch keinerlei Hinweise darauf, daß jemals eine Verbindung zu dem Barnabasevangelium existiert hat, um den sich die christlich-muslimische Kontroverse heute dreht.

Das heute vorliegende Barnabasevangelium enthält islamisches Gedankengut, das – obwohl außer von der Person Muhammads nirgends offiziell vom Islam die Rede ist – stark an den Koran und die muslimische Überlieferung erinnert. Da der Islam erst im 7. Jahrhundert n. Chr. enstand, kann das Evangelium nicht aus frühchristlicher Zeit stammen. Etliche Aussagen des Barnabasevangeliums sind zudem mit der Geschichte und Geographie Palästinas unvereinbar, so daß es kaum vorstellbar scheint, der Autor des Barnabasevangeliums könnte in Palästina gelebt haben. Darüberhinaus fehlt eine verläßliche Quelle, die vor dem Beginn des 18. Jahrhunderts von dem Inhalt des Barnabasevangeliums berichtet. Aber auch darüberhinaus sprechen etliche Anhaltspunkte aus dem Text selbst für ein spätmittelalterliches oder frühneuzeitliches Abfassungsdatum zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert. So machen etwa folgende Beispiele eine Datierung des Textes in die das erste nachchristliche Jahrhundert unwahrscheinlich:

Das Barnabasevangelium erhebt den Vorwurf der Verfälschung des Alten Testamentes durch die menschlichen Traditionen der „falschen Pharisäer“, obwohl die Partei der Pharisäer erst zwischen 135 und 104 v. Chr. entstand.

Mehrere Propheten wie Adam, Abraham, Ismael, Mose, David und Jesus, der Sohn der Maria, werden als „Gesandte Gottes“ bestätigt: Dies ist zwar die Sicht des Korans, aber keine christliche Anschauung, die zwischen Adam, Abraham und Jesus erhebliche Unterschiede macht und nicht alle gleichermaßen als ‘Gesandte’ bezeichnet.

Adam rezitiert im Barnabasevangelium sogar das islamische Gaubensbekenntnis, das zu frühchristlicher Zeit natürlich noch niemand gekannt haben kann, da der Islam erst im 7. Jahrhundert n. Chr. entstand.

Die Verheißung der Geburt Jesu wurde, wie das Barnabasevangelium berichtet, Ismael, nicht Isaak gegeben, und Ismael wurde statt Isaak von Abraham geopfert: Dies ist die islamische Sicht der Abrahamsgeschichte, aber keine christliche Anschauung.

Jesus stammt im Barnabasevangelium nicht von David ab: In der Bibel eine klar bezeugte Aussage.

An Maria und Joseph ergeht im Barnabasevangelium der Befehl Gottes, Jesus von Wein, starkem Getränk und unreinem Fleisch – also Schweinefleisch – fernzuhalten: Das Verbot von Schweinefleisch und Wein ist jedoch ein islamisches Verbot, kein christliches.

Jesus ist nach Aussage des Barnabasevangeliums nur zu Israel gesandt: Das entspricht der muslimischen Theologie, die davon ausgeht, daß jeder Prophet der Geschichte nur partiell zu seinem besonderen Volk gesandt war. Nur Muhammad war nach muslimischer Ansicht zu der ganzen Welt gesandt.

Als Jesus im Barnabasevangelium seine Offenbarung im Alter von 30 Jahren erhält, wird er beim Mittagsgebet von einem hellen Licht umstrahlt und von Engeln umgeben, während der Engel Gabriel Jesus ein Buch übergibt, das in sein Herz eindringt: Es ist eine muslimische Ansicht, daß der Engel Gabriel Muhammad seine Botschaft übermittelte.

Jesus bezeichnet Muhammad im Barnabasevangelium als den Größeren, dem er nicht wert ist, den Schuhriemen aufzulösen: Hier übernimmt Jesus die Rolle Johannes des Täufers aus dem Neuen Testament.

Jesus kündigt im Barnabasevangelium das Kommen Muhammads an und nennt auch schon den Namen Muhammad. Jesus bittet Gott, Muhammad zu senden, um die Welt zu retten: Niemand hat zur Zeit Jesu gewußt, daß sechs Jahrhunderte nach Jesu Tod Muhammad auf der Arabischen Halbinsel für sich in Anspruch nehmen würde, von Gott gesandt zu sein und die Wahrheit zu predigen. Aus christlicher Sicht ist es unmöglich, daß Jesus Muhammad ankündigte und Gott, seinen Vater, bat, Muhammad zu senden.

Die Kreuzigung des Judas im Barnabasevangelium entspricht nicht den Berichten der Evangelien: Hier wird eine islamische Deutung der Kreuzigung vorgenommen, die jedoch mit der einzigen Koranstelle zur Kreuzigung (Sure 4,157-158) in Einklang gebracht werden könnte.

Das Barnabasevangelium nimmt bereits eine apologetische Deutung des Christentums vor, wenn es darauf anspielt, daß der Apostel Paulus von einigen christlichen Dogmen abgewichen sei. So beklagt Barnabas etwa, von Paulus zu der Lehre von der Gottessohnschaft Jesu verführt worden zu sein. Daß Paulus der ‘Verderber’ des ursprünglichen Christentums sei, ist eine Anschauung, die von europäischen Bibelkritikern und islamischen Apologeten gleichermaßen immer von neuem wiederholt wird, aber für bibeltreue Christen falsch sein muß.

Gleichzeitig muß an dieser Stelle betont werden, daß es auch Aussagen im Barnabasevangelium gibt, die weder mit dem Koran noch mit der Bibel in Einklang zu bringen sind. Zu den vom Koran abweichenden Aussagen gehören etwa Barnabas’ Ausführungen über die Hölle als einem nur zeitweiligen Aufenthaltsort der Sünder, denn der Koran läßt keinen Zweifel daran, daß einmal in die Hölle Verbannte dort auf ewig bleiben müssen.

Im Widerspruch zum Koran steht auch die im Barnabasevangelium immer neu wiederholte Aussage, daß Muhammad der Messias sei, während es gleichzeitig mehrfach leugnet, daß Jesus der Messias ist. Es bezeichnet Jesus jedoch als „chrissto“ (Christus). Man hat daher vermutet, daß der Autor nicht wußte, daß ‘Christus’ die griechische Übersetzung des hebräischen ‘Messias’ (‘der Gesalbte’) ist.

Im Koran wird Jesus in Jerusalem geboren, im Barnabasevangelium in Bethlehem. Im Koran kommt er unter einer Palme zur Welt, im Barnabasevangelium in einer Herberge. Im Koran leidet Maria große Schmerzen bei der Geburt (vgl. Sure 19,23), im Barnabasevangelium bringt sie Jesus ohne Schmerzen auf die Welt. Der Koran kennt sieben Himmel (Sure 2,29), das Barnabasevangelium neun. Der zehnte Himmel ist dort das Paradies. Das Barnabasevangelium tritt eindeutig für die Monogamie ein, während die Mehrzahl der Muslime in Sure 4,3 eine Erlaubnis zur Heirat von bis zu vier Frauen erkennt.

Das Barnabasevangelium selbst weist darauf hin, daß das ursprüngliche Evangelium verfälscht worden sei. Wäre Barnabas tatsächlich ein Zeitgenosse Jesu gewesen, wäre das Neue Testament noch gar nicht abgeschlossen gewesen. Damit hätte das Barnabasevangelium sein eigenes Schicksal vorausgesagt. Zudem macht der Autor des Barnabasevangeliums durch geographische und historische Mißgriffe deutlich, daß er weder Palästina jemals besucht noch im ersten nachchristlichen Jahrhundert gelebt haben kann:

Im Barnabasevangelium ist Nazareth ein Ort an der Küste des Sees Genezareth. Nazareth liegt jedoch auf einem Hügel. Jesus steigt nach dem Bericht des Barnabasevangeliums vom See Genezareth nach Kapernaum hinauf. Kapernaum liegt jedoch direkt am See Genezareth. Das Barnabasevangelium berichtet, daß Jesus in ein Schiff gestiegen und nach Jerusalem gefahren sei. Jerusalem liegt jedoch im Landesinneren und ist nicht per Schiff erreichbar. Ninive liegt nach der Beschreibung des Barnabasevangeliums in der Nähe der Mittelmeerküste. Es ist jedoch am Tigris im Landesinnern gelegen.

Die Zeitangaben zur Geburt Jesu im Barnabasevangelium stimmen im Verhältnis zu den Amtszeiten des Pilatus, Ananias und Kaiphas nicht mit der historischen Überlieferung überein. Das Barnabasevangelium berichtet von 600.000 römischen Soldaten in Palästina. So viele Soldaten gab es im ersten nachchristlichen Jahrhundert jedoch möglicherweise nur im gesamten Römischen Reich, keinesfalls jedoch in Palästina. Das Barnabasevangelium berichtet von 17.000 Pharisäern zur Zeit des Alten Testamentes. Die Partei der Pharisäer entstand jedoch erst im zweiten vorchristlichen Jahrhundert. Das Barnabasevangelium beschreibt einen europäischen Sommer: „alles trägt Frucht“. In Palästina regnet es jedoch im Winter, und im Sommer ist das Land trocken.

Die Herausgeber der ersten italienisch-englischen Edition des Barnabasevangeliums Lonsdale und Laura Ragg wiesen zudem bereits auf auffällige Parallelen zwischen dem Barnabasevangelium und den Werken des größten italienischen Dichters Dante Alighieri (1265-1321) wie etwa ‘La divina commedia’ (Die göttliche Komödie) hin, und zwar insbesondere hinsichtlich Dantes Darstellungen von Himmel, Hölle und Paradies. So stimmt etwa die Zahl von neun, bzw. einschließlich des Paradieses von zehn Himmeln aus dem Barnabasevangelium ebenso wie die Unterteilung der Hölle in sieben Zentren mit Dantes Schilderung von zehn Himmeln überein. Was die unmittelbare Beziehung beider Texte zueinander betrifft, so hat Lonsdale Ragg, ein Experte für italienische mittelalterliche Literatur – die Vermutung geäußert, daß das Barnabasevangelium und Dantes „Göttliche Komödie“ zwar unabhängig voneinander, aber hinsichtlich ihres Umfeldes in enger Beziehung zueinander entstanden sind. Die wahrscheinlichste Abfassungszeit des Barnabasevangeliums liegt für Lonsdale Ragg zwischen 1300 und 1350. Nachfolgende Forscher haben diesen Zeitraum bis etwa zum 16. Jahrhundert erweitert. Folgende Fakten sprechen für eine mittelalterliche Abfassungszeit:

Nach der Beschreibung des Barnabasevangeliums wird das ‘Jubeljahr’ im Abstand von 100 Jahren gefeiert, während das Alte Testament einen 50jährigen Zeitraum nennt. Im Jahr 1300 n. Chr. setzte Papst Bonifatius VIII. die Jubeljahrfeier auf einen 100jährigen Turnus fest. Aber schon im Jahr 1343 verkürzte Clemens VI. die Zeit auf 50 Jahre und kündigte das nächste Jubeljahr für das Jahr 1350 an. So war die Frist für die Feier des Jubeljahres nur zwischen 1300 und 1343 auf einen 100jährigen Abstand festgelegt, wie das Barnabasevangelium beschreibt. Urban VI. verkürzte 1389 die Frist auf einen 33jährigen und Paul II. im Jahr 1470 auf einen 25jährigen Abstand, der bis zur Gegenwart beibehalten wurde.

Das Barnabasevangelium tritt für Verhaltensweisen ein, die stark an die mittelalterliche Mönchsaskese erinnern. So wird an etlichen Stellen Lachen als Sünde verurteilt, Weinen gilt jedoch als Zeichen geistlichen Lebens. Das Barnabasevangelium zitiert Bibelverse nach der lateinischen Vulgataübersetzung, die erst Ende des vierten Jahrhunderts entstand und zur offiziellen katholischen Bibel wurde. Das Barnabasevangelium berichtet, Jesus und seine Jünger hätten „die 40 Tage gehalten“. Die vierzigtägige Fastenzeit vor Ostern wurde jedoch erst im vierten Jahrhundert n. Chr. eingeführt und sollte an das Leiden und Sterben Jesu erinnern, was vor seinem Tod unmöglich war. Das Barnabasevangelium erwähnt eine Goldmünze, den Dinar zu 60 minuti. Diese Münze wurde nur kurze Zeit im Mittelalter in Spanien verwendet; ein Argument, das die These von der Entstehung des Barnabasevangeliums in Spanien zu stützen scheint. Im Barnabasevangelium werden Holzfässer zur Weinaufbewahrung erwähnt, im Nahen Osten waren jedoch Lederschläuche üblich. Im Gegensatz zum Koran beschreibt das Barnabasevangelium, daß Maria ihr Kind ohne Schmerzen zur Welt bringt; eine Lehre, die erst in der Kirche des Mittelalters aufkam. Das Barnabasevangelium betont die Bedeutung der Almosen, des Fastens, der Wallfahrt und des fünfmaligen Gebetes, das auch Jesus ausführt, womit der Text auf einen Zeitraum nach der Entstehung des Islam im 7. Jahrhundert n. Chr. hinweist. Im Barnabasevangelium wird die verbotene Frucht im Paradies, die das Alte Testament nicht näher bestimmt, als Apfel bezeichnet; ebenfalls eine Entwicklung der späteren Kirchengeschichte.

Auf diese und einige weitere Punkte stützten sich die meisten Abhandlungen von nicht-muslimischer Seite in ihrer Ablehnung der Annahme, bei dem heutigen Barnabasevangelium in italienischer Sprache handle es sich um ein Dokument der frühen Kirchengeschichte.

Bis heute erscheinen in etlichen islamischen Ländern – vor allem von Christen – Abhandlungen, die sich gegen die Echtheit des Barnabasevangeliums wenden, und ebenfalls bis heute geht das Bemühen von muslimischer Seite dahin, zu ‘beweisen’, daß dieses Barnabasevangelium das einzig wahre Evangelium ist und die vier Evangelien des Neuen Testamentes Fälschungen darstellen. In diesem Zusammenhang muß die deutsche Übersetzung des italienischen Barnabasevangeliums betrachtet werden. Sie beschränkt sich allerdings im wesentlichen auf den Text selbst und behandelt das Evangelium so, als sei der Autor ohne Frage der neutestamentliche Apostel Barnabas selbst. Lediglich eine Pressemitteilung spricht von „unvermeidlich auftretenden Fragen nach seiner Echtheit und exegetischen Fragen“, ohne näher darauf einzugehen, wum welche Fragen der Echtheit es sich dabei handeln könnte. Das knappe Vorwort des Buches mit dem Titel „Zur Geschichte des Barnabas-Evangeliums“ enthält nur einen Bruchteil dieser Geschichte und geht mit keinem Wort auf die vielen Schriften und Argumente ein, die von nichtmuslimischer Seite bisher vorgebracht wurden, um die Echtheit des Barnabasevangeliums als frühchristliches Evangelium zu widerlegen. In letzter Konsequenz entscheidet die Weltanschauung des Betrachters darüber, wieviel Echtheit dem Barnabasevangelium zugebilligt wird. Für Muslime bestätigt es den Koran und die islamischen Dogmen und ist daher wahr, während es für Christen im Widerspruch zum Alten und Neuen Testament steht und daher unwahr ist. Letzlich wird es daher von Muslimen befürwortet und von Christen abgelehnt.

Mit der Befürwortung der Echtheit dieses Evangeliums geht die immer wieder von Muslimen vorgebrachte Behauptung Hand in Hand, die christliche Kirche habe versucht, dieses wahre Evangelium vor der Öffentlichkeit zu verbergen. Das Gegenteil ist jedoch der Fall: Christen bemühten sich erstmals um eine vollständige Textedition im Jahr 1907. Seitdem ist das Barnabasevangelium in etlichen Sprachen zugänglich. Vor dem Aufkommen der muslimischen Stellungnahmen pro Barnabasevangelium hatte in Europa niemand Interesse an einer neuen apokryphen Schrift.

Abschließend soll auf einige Aussagen des Vorwortes zur vorliegenden deutschen Übersetzung des Barnabasevangeliums eingegangen werden:

1. Die Behauptung des Klappentextes „Eine Urschrift (des Barnabasevangeliums) wurde jüngst in der Türkei aufgefunden“ entspricht leider nicht den nachprüfbaren Tatsachen. Mit Sicherheit haben die Herausgeber des Barnabasevangeliums diese „Urschrift“ oder ein Foto von ihr nie gesehen, denn sie zitieren lediglich einen Zeitungsartikel aus der türkischen Tageszeitung „Türkiye“ vom 25.7.1986 als Quelle. Zu Beginn der 80er Jahre tauchten in der Türkei tatsächlich mehrere Zeitungsartikel über die Entdeckung eines „alten Bibelmanuskriptes“ in einer Höhle in der Nähe von Hakkari in Südanatolien auf, dessen Gewicht etwa 50 kg betrage und dessen Alter mit der Radio-Carbon-Methode (C14) auf 1900 Jahre bestimmt worden sei. Es handle sich hierbei um das originale Barnabasevangelium in der „Arami-Suryani-Sprache“ (das Vorwort zur deutschen Übersetzung bezeichnet diese Sprache jetzt als „Aramäisch“), das beim Konzil von Iznik (Nicäa) im Jahr 325 unterdrückt worden sei. Auf das Manuskript sei man aufmerksam geworden, als es über die östliche Grenze außer Landes geschmuggelt werden sollte. Man fügte die Warnung hinzu, diesen Text nicht in die Hände von Christen geraten zu lassen, da diese ihn mit Sicherheit zerstören würden. Nur kurze Zeit später erschien hierzu eine Gegenstellungnahme von Ron Pankow aus Istanbul, die klarstellte, daß in der Türkei lediglich mehrere Manuskripte des Neuen Testamentes und ein Manuskript einer vollständigen Bibel aufgefunden worden seien, die höchstens 400 Jahre alte nestorianische Texte in aramäischer Sprache darstellten. Mit einem Barnabasevangelium, womöglich aus der frühchristlichen Kirchengeschichte habe dieser Fund jedoch nichts zu tun.

Ein solcher Fund wäre im übrigen eine Weltsensation gewesen. Schon wegen seines hohen Alters wäre der Text weltbekannt geworden, aber wieviel mehr, wenn es sich dabei um ein Evangelium gehandelt hätte. Immerhin konnte bisher kein hebräisches, aramäisches, griechisches oder lateinisches Original des Barnabasevangeliums aufgefunden werden, das den letzten Baustein in der muslimischen Argumentation zugunsten der Echtheit und des Alters des Textes bilden würde.

2. Ferner greift das Vorwort der deutschen Textedition die von muslimischer Seite immer wieder vorgebrachte Behauptung auf, auf Zypern sei im Grab des als Märtyrer verstorbenen Barnabas das Barnabasevangelium auf seiner Brust aufgefunden worden. Das ist jedoch nicht der Fall. Es gibt keinen einzigen historisch nachprüfbaren Hinweis dafür, daß die beiden einzigen uns bekannten Manuskripte des Barnabasevangeliums auf italienisch und spanisch in einem Vorläufer schon zu frühchristlicher Zeit existiert haben, geschweige denn dafür, daß sie jemals mit Zypern in Berührung gekommen sind. Woher stammt dann diese muslimische Annahme?

Sie stammt aus einer zypriotischen Legende aus dem fünften Jahrhundert, welche nach Auskunft eines Autors aus dem 16. Jahrhundert berichten soll, daß Barnabas dem Bischof von Salamis (Zypern) in einer Vision erschienen sei und ihm von einer Höhle, einem Sarg und einem Leichnam erzählt habe, auf dessen Brust der Bischof das Evangelium finden werde, das Barnabas mit eigenen Händen abgeschrieben habe, nachdem er es von dem Apostel und Evangelisten Matthäus empfangen habe. Es handelt sich also bei dieser Legende – deren historische Zuverlässigkeit im übrigen immer wieder bezweifelt wurde – eindeutig um das Matthäusevangelium und nicht um ein Barnabasevangelium. Von muslimischer Seite ist diese Legende dahingehend umgedeutet worden, daß Barnabas dieses Evangelium selbst verfaßt habe.

3. Auch der in der deutschen Textedition als Tatsache berichtete Verweis darauf, daß dasselbe Barnabasevangelium schon im sog. ‘Gelasius-Dekret’ des 5. Jahrhunderts „eine erste gesicherte Erwähnung“ (S. 8) findet, kann so nicht als Tatsache stehengelassen werden. Das ‘Decretum Gelasianum de libris recipiendis et non recipiendis’, möglicherweise südgallischen oder norditalienischen Ursprungs vom Ende des fünften oder Anfang des sechsten Jahrhunderts, wurde nach Papst Gelasius (regierte 492-496) benannt; einige Teile werden auf Papst Damasus (regierte 366-384) zurückgeführt. Im fünften Teil des Dekrets befindet sich u. a. ein Katalog apokrypher, von der Kirche als unkanonisch verworfener Schriften. Darunter wird neben etlichen anderen Evangelien der Apostel Jakobus, Petrus oder Andreas ein ‘Barnabasevangelium’ mit dem Titel ‘Evangelium nomine Barnabae apocryphum’, oder, mit anderer Lesart, ‘Barnabas et apostoli’ aufgeführt, woraus deutlich wird, das dieses Evangelium, wie später vielfach von muslimischer Seite behauptet, jedenfalls nicht in Opposition gegen die Evangelienberichte der übrigen Apostel geschrieben worden sein kann. Es gibt keinerlei Beweis dafür, daß dieses im Gelasius-Dekret erwähnte Evangelium, von dem heute niemand mehr kennt als bloß den Namen, da kein einziges Textfragment erhalten ist, mit dem wahrscheinlich im Spätmittelalter abgefaßten Evangelium identisch sein könnte.

4. Ferner erzählt das Vorwort der deutschen Textedition aus dem Vorwort der spanischen Ausgabe nach, daß ein Mönch namens Fra Marino das Manuskript aus der Bibliothek Papst Sixtus V. (regierte 1585-1590) entwendet haben soll, während der Papst, der ihm in seiner Bibliothek das Barnabasevangelium zeigen wollte, plötzlich eingeschlafen war. Fra Marino sah sich aus Langeweile in der Bibliothek um, und das erste Buch, das er aus dem Regal nahm, war zufällig eben dasselbe Barnabasevangelium. Er verbarg es in seinem Mantel und entwendete es aus der päpstlichen Bibliothek, nachdem der Papst erwacht war und ihn aus der Bibliothek geführt hatte. Fra Marino studierte das Barnabasevangelium und wurde Muslim. Später floh er nach Istanbul. – Diese Erzählung wird von den Befürwortern der Echtheit des Textes – wie auch in vorliegender Textedition – als Meilenstein der Erwähnung des Barnabasevangeliums im Mittelalter herangezogen, ohne in Rechnung zu ziehen, daß sich diese Geschichte ja im Barnabasevangelium selbst befindet, das sich als echtes Evangelium bezeichnet, also zum Erweis der Historizität des Textes nicht viel beitragen kann.

Nach der dem Buch beiliegenden Presseinformation soll die Veröffentlichung den „interkulturellen Dialog … befördern“. Christen, die ihrerseits von der Wahrheit des Neuen und Alten Testamentes überzeugt sind, werden das Barnabasevangelium nur als eine von vielen Fälschungen ablehnen können. Allerdings verstehen muslimische Theologen unter ‘Dialog’ im allgemeinen eher den Erweis der Überlegenheit des Islam und vielleicht auch die Aufdeckung von Mißverständnissen zwischen beiden Religionen, keinesfalls aber das Aufgaben islamischer Positionen und Dogmen. Wer jedenfalls die Einführung und den Text des Barnabasevangeliums liest, lernt nur die muslimische Sichtweise zu diesem Text kennen und erhält den Eindruck, als ob hier eine historische Originalquelle aus dem 1. Jahrhundert auf deutsch zugänglich gemacht würde; er erhält aber keinen echten Hinweis auf die vielen Einwände gegen die Echtheit des Barnabasevangeliums. Jedenfalls wird sich dieses Buch in den deutschen Buchmarkt mit seinen seinen derzeit aus dem Boden schießenden Jesus-Bestsellern und ihren zahlreichen, von der Bibel abweichenden Theorien gut einordnen.

Dr. Christine Schirrmacher

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Buchrezension zum Buch „Barnabasevangelium „( Apokryphen )/ Teil1

Einleitung zum Thema :
Buchrezension „Barnabasevangelium „
in drei Teilen

Ich hatte mehrfach vor das Buch „das Barnabasevangelium “ aus dem Spohr Verlag zu kaufen , was ich nun vor einigen Tagen hat & ziemliche nackenschmerzen wegen dem Veriefen in diesem ehrwürdigen Meisterwerk des Christentums .

Im zweiten Teil meiner Buchrezension werde ich inscha Allah die
“ gute Frau Christine Schirrmacher ( rofl) “ zu Wort kommen lassen .

Im dritten Teil werde ich einige christliche Kritikpunkte am Barnabasevangelium “ widerlegen & einige spirtuelle -mystische sowie islamische Vereinbarkeiten hinzufügen .

Hier die Einleitung :

Apokryphen (auch: apokryphe Schriften; griechisch: ἀπόκρυφος „verborgen“, Plural ἀπόκρυφα) sind Texte, die im Entstehungsprozess der Bibel nicht in deren Kanon aufgenommen wurden: aus inhaltlichen Gründen, weil sie damals nicht allgemein bekannt waren, aus religionspolitischen Gründen oder weil sie – selten – erst nach Abschluss des Kanons entstanden sind.

Der Begriff wurde im 2. Jahrhundert von christlichen Theologen geprägt und bedeutete anfangs nicht nur „außerkanonisch“, sondern zugleich „häretisch“: Er wertete die ausgegrenzten Schriften als Irrlehre oder Fälschung ab. Er wurde vor allem auf Literatur aus dem Umfeld des Gnostizismus bezogen, die ihre nicht für die Öffentlichkeit bestimmten Texte mit dem Wort „apokryph“ als „Geheimlehren“ darstellten.

Zuerst hat das Judentum mit der Kanonisierung des Tanach (um 135) eine Reihe von Schriften als außerkanonisch ausgegrenzt. Die protestantischen Kirchen ordnen diese den Apokryphen des Alten Testaments (AT) zu, während die katholische und orthodoxe Kirche einige davon in ihren Kanon aufgenommen haben. Bei den Apokryphen des Neuen Testaments (NT) dagegen sind die christlichen Konfessionen weitgehend einig.

Im wissenschaftlichen Sprachgebrauch werden heute allgemein außerkanonische frühchristliche Schriften unter diesen Oberbegriff gestellt, die nicht zu den Schriften der sogenannten Apostolischen Väter gehören. Dieser Begriff wurde im 17. Jahrhundert für frühchristliche Schriften geprägt, von denen man eine Übereinstimmung mit der Lehre der Apostel (zur Mission berufenen Auferstehungszeugen Jesu Christi) annimmt. Einige dieser Schriften sind ebenfalls schon vor 100 entstanden, sind aber keine Evangelien oder Apokalypsen und haben eine andere Funktion für das Christentum: Sie sind lehrhafte, seelsorgerliche Briefe oder kommentieren bereits vorgegebene NT-Überlieferung.

Dabei sind die Grenzen zu den eigentlichen Apokryphen allerdings fließend. Zu diesen zählt man heute auch sogenannte Agrapha: Worte, Dialoge und Episoden von und über Jesus, die sonst in der NT-Überlieferung unbekannt sind und parallel dazu – auch innerhalb von Schriften der Apostolischen Väter – überliefert wurden.

Literatur
Wilibald Grimm und Otto Fridolin Fritzsche: Kurzgefaßtes exegetisches Handbuch zu den Apokryphen des Alten Testaments. Leipzig 1851–1860.
Emil Kautzsch: Die Apokryphen und Pseudepigraphen des Alten Testaments. 2 Bände, Tübingen, 1900. ISBN 978-3-487-05587-9 (in Verbindung mit Fachgenossen)
Paul Rießler: Altjüdisches Schrifttum außerhalb der Bibel. Kerle/Rühling, Heidelberg 1928. ISBN 3-600-30046-6
Erich Weidinger: Die Apokryphen – Verborgene Bücher der Bibel. Bechtermünz, München 1999. ISBN 3-86047-474-X (Apokryphen des alten und neuen Testaments)
Wilhelm Schneemelcher: Neutestamentliche Apokryphen in deutscher Übersetzung. 2 Bde. Mohr, Tübingen 1999 ISBN 3-16-147252-7 (Ausführliche Beschreibungen)
Klaus Berger, Christiane Nord: Das Neue Testament und frühchristliche Schriften. Insel, Frankfurt am Main 2000. ISBN 3-458-16970-9 (Deutsche Übersetzung der Texte)
Dieter Lührmann: Die apokryph gewordenen Evangelien. Brill, Leiden – Boston 2004. ISBN 90-04-12867-0 (Studien zu neuen Fragmenten)
Katharina Ceming, Jürgen Werlitz: Die verbotenen Evangelien. Marixverlag, Wiesbaden 2004. ISBN 3-937715-51-7 (Apokryphe Schriften)
Uwe-Karsten Plisch: Was nicht in der Bibel steht. Apokryphe Schriften des frühen Christentums. Deutsche Bibelgesellschaft 2006 ISBN 978-3-438-06036-5
Alfred Pfabigan: Die andere Bibel. Gottes verbotene Worte. Eichborn, Frankfurt am Main 2004. ISBN 3-8218-5599-1
Edgar Hennecke (Hg.): Die verborgenen Akten der ersten Christen. Marixverlag, Wiesbaden 2006. ISBN 3-86539-106-0
Alfred Schindler (Hg.): Apokryphen zum Alten und Neuen Testament, mit 20 Handzeichnungen von Rembrandt, Manesse Bibliothek der Weltliteratur, Manesse Verlag Zürich, 2. Aufl. 1988. ISBN 3-7175-1756-2

Quelle :
http://de.wikipedia.org/wiki/Apokryphen

216: Hier wird gesagt, dass Judas die Form von Jesus bekam und die Menschen Judas gekreuzigten, weil sie dachten, dass dieser Jesus sei.

Das Barnabasevangelium ist ein apokryphes Evangelium, das Barnabas, einem Jünger aus dem engeren Kreise Jesu zugeschrieben wird. Die Überlieferungsgeschichte des Textes ist umstritten. Besondere Bedeutung erhält der Text dadurch, dass er in zentralen Aussagen stark von der Glaubenstradition fast aller christlichen Konfessionen abweicht und eine Brücke zu islamischem Gedankengut aufbaut. Es ist heute in vielen islamischen Ländern ein Bestseller.

Ein unter Historikern als wahrscheinlich angesehener Erklärungsansatz ist es, im Verfasser einen zum Islam konvertierten Christen zu sehen, der über Kenntnisse in beiden Traditionen verfügte. Den Text hat er wahrscheinlich in Spanien verfasst.
http://de.wikipedia.org/wiki/Barnabasevangelium

Von islamischen Gelehrten wird das Barnabasevangelium gerne als Kronzeuge für die Verfälschung der Lehre Jesu herangezogen. Christliche Theologen, säkulare Historiker, aber auch einige islamische Gelehrte sehen im vorliegenden Text dagegen eine Fälschung aus dem 14. bis 16. Jahrhundert (Pseudepigraph).

Das Barnabasevangelium ist nicht zu verwechseln mit dem Barnabasbrief aus dem 1. Jahrhundert oder mit den Barnabasakten der neutestamentlichen Apokryphen.

Das Barnabasevangelium versteht sich selbst als „wahres Evangelium Jesu, genannt Christus, eines neuen Propheten, der von Gott der Welt gesandt, gemäß dem Bericht des Barnabas, seines Apostels“ und gilt den Verteidigern seiner Echtheit als das einzige bekannte Evangelium, dessen Verfasser wirklich Zeuge der Ereignisse um Jesus war. Die Geschichte des Textes lässt sich jedoch nur bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Der älteste vollständig erhaltene Text ist ein italienisches Manuskript aus dem 18. Jahrhundert, das heute in der Österreichischen Nationalbibliothek einzusehen ist. Von zwei älteren spanischen Manuskripten ist nur noch eines fragmentarisch erhalten und wird in Sydney aufbewahrt. Griechische, lateinische oder hebräische Handschriften wurden niemals entdeckt. Die Behauptung, dass eine Handschrift aus dem 1. Jahrhundert in der Türkei aufgefunden worden sei, ist nicht überprüfbar. Sie kann sich auf keinen archäologisch gesicherten Befund, sondern lediglich auf eine Notiz in türkischen Zeitungen des Jahres 1986 berufen.

Die von den Verfechtern der Echtheit postulierte frühe Textgeschichte beruht auf einigen Spekulationen. Das Evangelium sei in der frühen Kirche weit verbreitet gewesen und beispielsweise durch Irenäus rezipiert worden, habe zwischenzeitlich sogar dem Kanon der alexandrinischen Kirche angehört, bis es im Jahr 325 durch das Konzil von Nicäa verboten worden sei. Der Papst habe jedoch ein Exemplar in seiner Privatbibliothek gerettet, wo es aufbewahrt wurde bis es am Ende des 16. Jahrhunderts ein Freund Papst Sixtus’ V. aus der Bibliothek entwendete. Nach einer weiteren Legende aus dem 16. Jahrhundert stamme ein Manuskript von Barnabas selbst. Es sei im Jahr 478 mitsamt den sterblichen Überresten des Barnabas auf Zypern entdeckt worden. Der Autor beruft sich dabei auf eine – in Ihrer Historizität umstrittene – zypriotische Legende des 5. Jahrhunderts, in der allerdings von einem Evangelium berichtet wird, das von Barnabas abgeschrieben wurde. Für eine frühchristliche Existenz des heute bekannten Barnabasevangeliums oder seine Identität mit einem im frühen Christentum bekannten apokryphen Evangelium des Barnabas gibt es keinen schlüssigen Beweis.
Die Theologie des Barnabasevangeliums weicht in drei fundamentalen Punkten von der Auffassung fast aller christlichen Kirchen und der kanonischen neutestamentlichen Schriften ab:

Trinität, Gottessohnschaft Jesu
Erlösertod am Kreuz
Auferstehung
Das Evangelium schildert die Lebensgeschichte Jesu und seiner Jünger von der Ankündigung der Geburt Jesu bis zu seinem Tod. Der Text vereinigt dabei jüdische, christliche und muslimische Elemente. Wie die anderen Evangelien auch, erzählt es von Jesu Wundern, seinen Gleichnissen, von letztem Abendmahl, Verrat, Prozess und Kreuzigung. Im Gegensatz zur christlichen Tradition stirbt allerdings nicht Jesus sondern – aufgrund einer Verwechslung – Judas Ischariot am Kreuz. Folglich kann es auch keine Auferstehung Jesu gegeben haben. Damit erweitert das Barnabasevangelium eine Aussage des Koran, der in seiner einzigen Erwähnung der Kreuzigung ebenfalls davon ausgeht, dass nicht Jesus gekreuzigt wurde, ohne sich jedoch auf eine andere Person festzulegen. Im gesamten Text des Evangeliums findet sich dezidiert islamisches Gedankengut. So enthält es die in frühchristlicher Zeit noch unbekannte Schahada (das islamische Glaubensbekenntnis), nennt Adam, Abraham, Ismael, Moses, David und Jesus unterschiedslos Gesandte Gottes oder lässt die Verheißung Jesu Geburt an Ismael ergehen, der auch anstelle von Isaak durch Abraham geopfert werden sollte. Damit bestreitet der Text die exklusive Stellung Jesu Christi im Christentum.

Aus der Rezeption islamischen Gedankengutes schließt die nichtislamische Redaktionskritik, dass die vorliegende Textgestalt nicht vor dem 7. Jahrhundert entstanden sein kann. Allenfalls wäre eine ältere Vorlage – sofern sie überhaupt existierte – in wesentlichen Teilen überarbeitet bzw. verfälscht worden. Eine weitergehende Analyse des Inhaltes zeigt Parallelen zu mittelalterlichem Gedankengut, so etwa den Vorstellungen Dantes über Himmel, Hölle und Paradies oder den Idealen mittelalterlicher Mönchsaskese. Als wahrscheinlichste Datierung gilt nicht-islamischen Historikern daher der Zeitraum vom 14. bis ins 16. Jahrhundert.

Weit schwieriger als die Analyse der Entstehungszeit sind Verfasserschaft und Interesse des Textes zu ermitteln.

Etliche fehlerhafte Darstellungen der Geographie und Geschichte Judäas in den Erzählungen zeigen, dass der Verfasser weder Zeit noch Örtlichkeiten der Handlung aus eigener Anschauung kannte. Gegen ein vorschnelles Urteil, es handele sich um eine islamische Propagandaschrift, sprechen die erheblichen Differenzen zur islamischen Lehre, die sich trotz der Rezeption des Islam im Text finden.

Hier einige Punkte von mir aus dem Barnabas Evangelium:

53: Hier werden einige Zeichen des jüngsten Gerichts wiedergegeben

55: Hier wird ganz offen von Muhammed (sav) berichtet. Er wird als Mahomet bezeichnet.

56: Hier heißt es, dass Israfil auf die Trompete pusten wird und dann der Untergang kommt.

63: Hier wird die Geschichte vom Propheten Jonas (Yunus) a.s. ähnlich wie im Koran berichtet.

70: Hier erklärt Jesus (as) dass er auf keinen Fall der Sohn Gottes ist. Er bezeichnet Petrus, der dies behauptet, als Teufel.

71: Hier sagt Jesus, dass nur Gott die Sünden vergeben kann. Also keine Beichte gegenüber Menschen.

72: Hier verkündet er, dass Muhammed (sav) kommen wird. Als Zeichen sagt er, dass eine Wolke über ihn schweben wird. Falls ihr euch erinnert, die Christen damals erkannten Muhammed an dieser Wolke (u.a. der Priester Bahira).

82: Hier sagt Jesus (as) dass er nicht der Sohn Gottes ist, sondern ein Prophet.
Hier wird auch offen vom Propheten Muhammed (sav) berichtet. Sogar das „lev lake lev lake“ hadith taucht hier auf !!!

99: Hier wird die Geschichte vom Propheten Hiob (Eyyüp) a.s. ähnlich wie im Koran berichtet.

123: Hier heißt es, dass nur Allah die Sünden vergeben kann.

136: Hier steht, dass die Teufel vor Mahomet (Muhammed) fliehen werden.

143: Hier verkündet er wieder, dass Muhammed (sav) kommen wird.

182: Hier sagt Jesus (as), dass man ihn nicht Herr sondern Bruder nennen soll.

215: Hier wird gesagt, dass Jesus nicht gekreuzigt wurde, sondern von Engel zu Gott emporstieg.

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Weisheitssprüche / Teil1

1. Über die Aufrichtigkeit sagte Shaikh Pir Jangi Dost al al Faqih al Muhaddith al Allamat al Hin as Sayyid alAhlul Tariqat  Abdal Qadir al Jilani al Hasani al Husaini ra :
„Wer Seinem Herrn gegenüber mit Wahrhaftigkeit ( sidq ) & Aufrichtigkeit (ikhlas) praktiziert ,
derjenige fühlt sich  Tag & Nacht abgestossen von allem ausser Ihm „
( 38 .Predigt , Futuh al Ghayb )

2. Bzgl. des Weinens (bukaa ) sagte der Shaikh :
„Weine wegen Ihm( wegen Seine Gnadengaben )  ,
weine vor  Ihm ( damit Er Dich vor dem Höllenfeuer bewahrt ) &
weine über Ihn ( wie barmherzig ist ER!) “ ( Jilani ra )

„Betrachte Dich im Spiegel der Schöpfung & erkenne Dein Spiegelbild ,
welches vergänglich ist & auf ihrer Reise  ist zu ihrem ( alleinigen ) Herrn „
( Muwahhid )

4. „Betrachte das Diesseits , die Schöpfung &
die Namen Allahs in ihr als Manifestationen ,
aber bedenke :“Was ein Anfang hat , hat ein Ende „
(Muwahhid )

5. „Frage Dich :
was ist der Sinn des Lebens &
was geschieht nach dem Tod ?“(Muwahhid )

6. Frage Dich : Wozu wurde dies alles erschaffen &
was ist mein Weg & meine Aufgabe auf dieser Erde ?“( Ibn al Farasa )

7. „Der geistige Gotteskrieger ( al mujahid al manawi ) ist derjenige ,
der die Götzenbilder ,
aber das Götzenbild eines jeden  Menschen ist sein Ego  “
(Imam Abul Qasim al Qushairi in Ar Risala al Qushairiyya )

8. „Alles , was Du sehnsüchtig benötigst ,
ist um Dich vom Unglauben & Deinem  Ego zu reinigen ,
ist der Islam , vertreten durch Quran & Sunnah „
( Ibn al Mufaddala )

8. „Hüte Dich davor , etwas zu beanspruchen ,
was Du nicht besitzt als Kenntnis , Fähigkeit oder
durch Wissenserwerb noch Titel , all diese sind vergänglich „( Talib al Ilm )

Teil 2 folgt demnächst

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Kritik an der Risale-i Nur & an der Fethullah Gülen Bewegung / Teil 2

Kritik an der Risale-i Nur & an der Fethullah Gülen Bewegung / Teil 2

Behauptung Said nursis :

Es ist verpflichtend ,erst die Verpflichtungen der Shariah als die der Tariqat“

Widerlegung :

Es ist wie mit dem Ausspruch : „Es haben sich die Zeiten verändert , denn die Menschen können keine spirituelle Theorien mehr erfassen ,viel wichtiger ist der Islam & Naturwissenschaft“ , dieser Ausspruch ist daher fragwürdig , da er Ungehorsam gegenüber Allah darstellt , denn im Hadith al Qudsyy heisst es :Allah swt sagt :D ie Kinder Adams beschimpfen die Zeit & Ich bin die Zeit ( Der sie erschaffen hat ) .In Meiner Hand ( der Machtfülle ) liegt der Wechsel von Tag & Nacht“ (Bucharyy & Muslim ).

Ein weiterer Ausspruch lautet von Said Nursi in „Islamische Glaubenswahrheiten“ , sagt er :

Imam ar Rabbani ( ra) , der Erneuerer des 12 Jahrunderts ,hat sich in seinem späteren Leben viel mehr den Glaubenswahrheiten zugewendet“ .Stellt sich die sehr zugespitzte Frage : Hat er ( Imam ar Rabbani ra ) nur rumgealbert & seine Zeit verschwendet ?

Weiterhin darf man nicht vergessen noch unterschlagen oder negieren , dass viele seiner Fatawas in seinem Maktubat ar Rabbani ra in das klassische primäre Referenzwerk der Hanafi Rechtsschule , betitelt als „Fatawa al Hindiyya“ viele fatwas aus seiner frühesten Zeit beinhalten , weiterhin lässt sich grundätzlich sagen , dass er sein Leben für die verteidigung der islamischen Glaubenswahrheiten aufgeopfert mit Blut & Schweiss .

Sollte man beabsichtigen , dadurch die Ahlus Sufiyya dazu aufzurufen , dass sie ihre Mashaikhs & Turuqs verlassen , so muss sich diejenige Person den folgenden Ausspruch gefallen lassen :

Imam al Qushairi ra sagte :Es gereicht dem Murid zur Schande im Diesseits und im Jenseits , wenn er sich einer der Glaubensrichtungen , die nicht dem geistigen Weg Allahs angehören , anschliesst, denn sie ( das Ahlul Tasawwuf ) haben die klareren Antworten als jene , denn viele unter ihnen befinden sich viele , die Anhänger der Überlieferung & der Beweisführung ,

während die mashaikhs sich in jeder Weise von ihnen abheben , ..sie besitzen wahrhaftig eine einen Sonderstatus innerhalb der Shariah“( Ar Risala al Qushariyya )

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Kritik an der Risale-i Nur und an der Fethullah Gülen Bewegung

As Salamu alaikum wa rahmatullah wa barakatuhu ,

diese Abhandlung beschäftigt sich intensiv mit der gerechtifertigten Kritik an der Risale- Nur & auch an der Fethullah Gülen Bewegung , hier geht es speziell um die Widersprüche & Fehlentwicklungen sowie jede Vermeidung von Kritik an ihr :

1. Behauptung :Weiterhin hatte ich das schon einmal erwähnt, dass der Gelehrte Said Ramadan Al-Buti zu jenen gehört die auch von den Risales profitieren und dafür in Syrien wirben.

Said Ramadan Al-Buti ist Experte für islamische Rechtswissenschaften & Tasawwuf Experte ,zweitens kenne ich fünf Schüler von Said Ramadan Buti ra , keiner erzählte von ihm , dass er für die Risale- Nur werbe noch dass er viel von Said Nursi halte , vielmehr ist bekannt , dass man ihn für einen guten Mann hält , mehr nicht .

2. Behauptung :Sheyh Ismail Cetin. Ein zeitgenössischer Gelehrter aus der Türkei. Er hat Icazet in einigen Tarikats. Darunter, Nakshi, Schazeli als auch Kadiri.
Dieser Mann und seine Schüler profitieren von den Risales in Iman-Fragen, obwohl sie Ehl-i Tarikat sind.
- der verstorbene Kadiri-Sheyh Abdullah Gürbüz Hz.

Aus einer Internet-Seite von Seinen Anhängern:

„1953 yilinda askere giden Abdullah Baba (KS) Hazretleri 1956 da, askerlik vazifesini tamamlayarak memleketine döndükten sonra, bir yandan ailesinin nafakasini kazanmak ile ugrasirken, asil gayesi olan Allah’a kulluk görevini yerine getirmek için ibadetler yapiyor, ayni zamanda ilim kitaplari okuyordu, bunlar arasinda, Saidi Nursi Hz.lerinin risalei nur külliyatini büyük bir ihlas ve samimiyetle okumaya devam eder.

Aradan bir müddet geçer ve o zamanda Said-i Nursi Bediüzzaman Hazretleri rüyasinda ona risalesinin tamam oldugunu ve Kadir-i Tarikatindan bir Mürsid-i Kamile intisap etmesini söyler.“

http://www.abdullahbaba.com/

Widerlegung : Shaikh Haci  Hafiz Hayri Baba Efendi ra wurde von einem seiner Schüler gefragt , ob er zu den Sohbets gehen dürfe , worauf Hayri Babam Efendi ra mit den harten Worten entliess :“O Leute des Glaubens  , reichen Euch nicht die Worte des Qurans , der Sunnah & der Mashaikhs nicht aus ?Ihr werdet ganz sicher trotz eurer Beweise  diese Welt ohne Iman verlassen .“

Zweitens Haci Hafiz Arifbillah Hayri Baba ra wie auch zahlreiche andere Gelehrte seiner Zeit gelten als sicherste  Quelle und andere Shaikhs & ihre Meinung sind für mich massgebend , aber auch nicht Hayderbas.

Noch etwas : Der geistige Weg Allahs ist selbst in sich der Weg des Wissens , vielmehr speist sich aus den Quellen des Tasawwuf innerhalb der Shariah , ohne diese Quelle könnte die Risale nicht einmal atmen !

Ich kenne der bis vier Studenten der Al Azhar Universität , einer davon Resit Hocam & Harun Hocam  Salih Efendi , der besonders vor der Risale warnt , ausserdem weiss ich , dass sehr viele besonders aus der  Naqschibandiyya um Mahmud Efendi ra die Risale komplett ablehnen .

Die Risale wird nicht so gerne gelesen noch so gerne angeommen , wie immer behauptet , auch wenn es zahlreiche „angeblichen Beweise“ aufgeführt werden , denn der allgemeingültige Ausspruch gilt :

„Wenn jemand , der sich mit einigen Männer zusammenschliesst & entsprechend seine Ansprüche stellt  &herumbrüllt , als wäre er der König , obwohl er selbst trotz der einigen wenigen Männer im Vergleich zu übermäßigen Mehrheit den Alleinvertretungsanspruch vertritt , so würde man denjenigen normalerweise als wahnsinnig & hochmütig halten „, um es genauer zu formulieren :“Nicht weil einige Shujukhs als eine Minderheit die Risale gut finden , so lässt sich auch nicht verallgemeinern auf alle Qadiriyya tariqat oder Naqschis , vielmehr ist dies eine persönliche Neigung , die abe

Ein Wort der Ergänzung dazu :

„Wüsste ich dass es eine bessere Wissenschaft als die unsere ( ahlul tasawwuf ) gäbe , so würde ich auf Knien danach suchen „(Junaid al Baghdadi ra )

3. Behauptung :Auserdem ist weder Nakschibend noch abdulkadiri Geylani Gott! Jeder, aber jeder ist zeitlich begrenzt. Jesus as war begrenzt, Moses as auch. Geylani auch, auch Said Nursi! Du bist der jenige der Ahli Sunna so gut kennt. Nicht diese Menschen veralten sondern ihre zeitgebundene Lehrensystem.

Widerlegung : Hascha illah , was für eine respektlose & erbärmliche Antwort & Behauptung , der die islamischen höchsten Persönlichkeiten  mit solch unangemessenen Bezeichnungen tituliert .Damit entwertet er sich(der allgemeine Nurcu ) in jeder Form der Vertrauenswürdigkeit  & widerlegt er (der allgemeine Nurcu )sich selbst , denn mit der scheinbaren Einschränkung , ist seine scheinbare Lösung der zeitlichen Begrenzung gleich jener die Botschaft des Islams , nämlich Quran & Sunnah einschränken zu wollen sowie die Wirkungskraft der Rechtsgelehrten & Freunde Allahs .

Darüber hinaus sagt man nichts anderes als das Ihya Uluum ad Deen von al Ghazali ra & das Ghunya at Talibin von As Sayyidi al Ghausi al Azam al Faqih al Muhaddith al Sayyid al Ahlul Tariqa al Allamat al Hin AbdalQadir al Jilani al Hasani al Hussaini ra sowie das Bustan ar Arifeen von an Nawawi , usw.  hätten heute keine wirkliche Bedeutung mehr  , obwohl ihnen Allah subhana Hu tala in ihren Meisterwerken Erfolg gewährt hat &damit beleidigt man die diejenigen Rechtsgelehrten & Freunde Allahs sowie deren Anhänger (talmeez) &deren Intellekt

4. Behauptung :

bezieht sich auf das Mektubat 29. Brief 9.Kapitel „Telvihati Tisa“, auch bekannt als „Neun Andeutungen zur Mystik „

Ganz besonders aber auf die folgende Falschaussage :

Siebenter Blitz – Suratu-l’Fath ( … man sie nicht (mehr) zählen kann. Theologen, die sie (im Gegensatz zu den Sufis, also den Esoterikern – A.d.Ü.) auf vierzig, fünfzig Ayat beschränken, tun … )

Widerlegung :

diese Ahlus Sunnah wal Jamaah Gelehrten sind /waren  Sufis :

Imam al Maturidi ra,Imam Tajud Deen Subki ra , Ibn Qudama Al Maqdisi ra ,Bahaharti ra ,Imam Abu‘l-Hasan al-Ash‘ari ra ,Imam al-Kawthari ra ,Shaykh Abdal-Hakim Murad ra  ,Shaykh Abdallah Al-Kadi Shaykh Faisal Abdur-Razak ra , Imam ar Rabbani Ahmad al Sirhindi Alf Thani Mujaddid , Imam Rifai ra , Habib Ali Zain al Abideen ibn Abdul Rahman al Jiffri ,Shaykh Hamza Yusuf ra ,Shaykh Jamal Zahabi ra , Shaykh Muhammad al-Yaqoubi ,Shaykh Muhammad Ba Shu’ayb ,Shaykh Nuh Ha Mim Keller , Dr. M. Sa‘id Ramadan Al-Bouti ,Shaykh Salek bin Siddina ,Shaykh Zaid Shakir ,Sufyan al-Thawri Mulla `Ali al-Qari (d. 1014 AH) ,Dr. Muhammad Hamidullah
Shaykh Al-Allamah Mawlana Abul Wafa al-Afghani al-Hyderabadi ,alle haben das Ahlul Tasawwuf  verteidigt & haben diesen Aspekt über die Seele seitens der Kritik Said Nursis gegen die Aussage Ibn Arabis aus der der Ashariyya Position erläutert & steht damit weniger im Widerspruch zu Quran & Sunnah !

Ein weiterer entscheidender Fehler , den sie jedes Mal & regelmäßig begehen , ist wenn  man bedenkt , dass sie vorschreiben wollen ,was islamische Spiritualität zu sein hat (wobei sie nur ihnen genehme Vertreter zitieren & jene andere Vertreter . Eigentlich ist es vielmehr Neid (türk. nazar , arab. hasad ) & Mißgunst höchster Güte gegenüber dem Ahlul Tasawwuf  ,was sie antreibt , was  sie  wiederum zu solchen sich selbst entlarvenden Aussagen führt , sonst würden sie sich  ein friedliches Nebeneinander einsetzen können ( was sie defintiv nicht machen ) .

Kapitel 1: Aufruf zur Gemeinschaft der Muslime zum Dienst der Aufrichtigkeit an ihr & zu ihr :

1. Beweis :
Der Prophet saws sagte :
„alaikum bi sunnati wa sunnati khulafa i min badi“ ,zu deutsch :
Befolgt meine Sunnah & die Sunnah der Khalifen „( Sahih Buchari , Sahih Muslim , Abu Dawud ,Ahmad ) ,

2. Beweis :
Prophet Muhammad saws sagte :
„alaikum bi al jamaa fa inna Allaha la yajman ummatun muhammadan ala dalala ,zu deutsch :“Ihr habt der Mehrheit der Muslime zu folgen , denn wahrlich Allah -der Erhabene-wird die grösste Gruppe nicht irregehen lassen „(überliefert in allen Al Kutub as Sitta Büchern im Kapitel der Kalifatsfolge zb. Buchari , Muslim , Nasai ,usw. )
3. Beweis :
„Haltet fest am Seile Allahs & zerfallt nicht“ ( Sura 3 :103 )
4. Beweis :
„ihr glaubt an das gesamte Buch( Quran )“ (Sura 3:119 ) ,
5. Beweis :
„ati u uallah wa ati ur rasula wa ulil minkun“ ,Sura An Nisa , 59.Ayat ,
zu deutsch :Ihr habt Allah zu gehorchen , ihr habt RasulAllahs saws zu gehorchen & Ihr habt Euren Führern zu gehorchen „

6. Beweis :
Imam Mujtahid Abu Jafar al Tahawi al Hanafi (ra) sagte in der „Aqida al Tahawiyya „:
„wa la nukhalifu jamaat al muslimin “ , zu deutsch :“wir trennen uns nicht
( in der Lehre des Glaubens & der Praxis )von der grössten Gruppe von ihnen „,
die Mehrheit der Hadithkommentatoren haben weitere Hadithe auf die Ahlus Sunnah erläutert ,
7. der Prophet saws sagte :“Eine Meinungsverschiedenheit ist eine Gnade Allahs „( Bucharyy ,Muslim , Abu Dawud ,Nasai )

Wir als Muslime , die wir gehorsame Diener Allahs sind & sein möchten , sollten einander tolerieren , respektieren & akzeptieren , in unserer Vielfalt der Gnade & Grösse , dass wir musl.Geschwister , denn schon der Gruss „As Salamun alaikum “ verpflichtet uns zur Wahrung der Ehre , der Würde & Schutz des Lebens & Besitz des anderen .Alles ist neid , Gier , Hochmut & Arroganz

Vergessen wir nicht , wie vergänglich , hilflos & herumirrend wir sind , ohne die Gnade Allahs & Rechtleitung durch das Buch ( Quran al karim )Unseres Herrn der Welten & Besitzer der Himmel & Erde , nichts entgeht IHM , Er gibt Leben & das Leben nimmt Er , lobpriesen sei Er , Er war es wahrhaftig , Der uns zur Gemeinde Muhammad saws schmiedete & durch die Befolgung des Propheten Muhammad saws durch seine Sunnah & die Sunnah seiner rechtgeleiteten Kalifen sowie die as Salaf as Salihin
( die gesegenete Generationen nach dem Propheten & den Kalifen ) nachsind wir wahrhaftig voller Freude im Gehorsam Seine Gebote durch die Erläuterung der Ulamaul Usul Fiqh ( Wissenschaftler der Methoden des isl. Rechts )& Fuqaha ( die Rechtsgelehrte der isl. Rechtswissenschaft )
& deren Schutz uns durch Allahs Gnade erfahren können , damit wir am Jüngsten Tag nicht zur Schande des Höllenfeuers geführt & deswegen jeden Tag bitten flehend voller Tränen der Sorge wir Allah um Rechtleitung , Erleuchtung ,Vergebung & Schutz vor dem Höllenfeuer für die gesamte Ummati Muhammad saws in der Hoffnung auf die Shafatul kubra unseres Geliebten Hz.Sayydina Muhammad al Musatafa al Amin saws , denn die 54 Pflichtgebote der Sunnah sind ein weiterer Schutz &durch Seine vergebungsvollste Gnade .

Zu „Ist tasavvuf außerhalb der Scharia möglich?“
Die Antwort dazu :
Der Autor des Buches „Hadarat-ül kuds“ (Bedreddin Serhendi) schreibt in der neunundneunzigster Seite : “ Ich studierte unter Imam Rabbani die Bücher Buchari ( Hadithsammlung) , Mischkat ( Hadithe), Hidaye ( Rechtsbuch der Hanafi-Rechtschule) und Scherch-i Mewakif ( Buch über die Glaubenslehren des Islam ). Er förderte die Jungendlichen zum Studium der Wissenschaften. Er pflegte zu sagen :„ Zuerst Wissenschaft des islamischen Rechts, dann Tarikat (Weg des Tasawwuf,Sufitum)“. Als er sah ,dass ich mich vom Wissenschaft fernbliebt und dass ich Tarikat genoss, hatte er Erbarmen und sagte : „Lies Bücher ( Kutub ) ! Lerne Wissenschaft ! Ein unwissender Sufi wird zum Spielzeug des Satans“. Er sagte : “Rütbetül-ilmi a´ler rüteb“ das heisst : Der höchste Rang ist der Rang der Wissenschaft ( Ilim )“.Ahmed ibn Kemal Effendi, der große Gelehrte, der Scheich-ül-Islam, Friede sei mit ihm, im Osmanischen Reich erklärte:
“Was der Scheich und sein Schüler zuerst tun sollten, ist, der islamischen Gesetzgebung zufolgen. Das islamische Religionsgesetz bedeutet im allgemeinen alles, was von ALLAH, dem Erhabenen, geboten und verboten ist. Der Prophet (Friede sei mit ihm) teilte mit: “Ihr sollt denjenigen für einen Zauberer, einen Lügner und einen falschen Führer halten, der die Menschen auf den falschen Weg leitet und der sich der islamischen Gesetzgebung zuwider verhält. Auch wenn ihr ihn in der Luft fliegen, auf dem Meer gehen oder in den Mund Feuer nehmen und schlucken sieht.”Daher sind solche Aussagen , welche sich indirekt gegen das Tasawwuf richten , so sind sie obwohl sie mit definitiver Gewissheit einer guten Absicht folgen , aus einer anderen Sichtweise gefährlich ,nämlich ,diese Aussage zum Ausschlussprinzip zu machen ,wie auch die folgenden :

In der „Hohe Weg der Sunnah“ heisst es seitens Said Nursi , das Imam Rabbani ra scheinbar sagte :
„Der Weg der Sunnah muss nicht über die ( isl. ) Mystik erfolgen
( sinngemäß wiedergegeben )“
, was definitiv nicht im Maktubat ar Rabbani steht noch stand , sondern es steht dort :“ Um dem Wege Allahs ( Tariqa)zu folgen, ist der Weg der Sunnah eine verpflichtende Voraussetzung „. Eine weitere Behauptung von seitens Said Nursi ist diese :Es gibt zahlreich viele Muslime , die das Paradies erreicht haben ohne einer Tariqa zu folgen . Wobei die Erläuterung  der Aussage mit angeben wird ,denn :

a) die Menschen sind gemeint , welche  grundlegend mit Quranrezitation , Dhikr,  Tasbhihaat , Tashlil , Takbira , Kalimat at Tayyiba beschäftigt seit ihrer frühesten Kindheit ,

Denn auch die Aussage stammt aus  der  Nurculuk Bewegung  : „Said Nursi ist ein Freund Allahs &seine Risale- Nur ist der einzige Weg Allahs  , somit sind die heutigen lebenden Freunde Allahs nicht mehr von Bedeutung „ Allahu alem !

An anderer Stelle heisst es :
O Ihr ,die dem Weg der Mystik folgt , ihr gebt Euch der Faulheit & Trägheit hin (Abhandlung über Trägherit & Faulheit „, ich weiss leider nicht , ob das ein Übersetzungsfehler ist oder nicht , aber sollte der Satz stimmen , so gilt die Tradition des Tasawwuf des Satzes :önce Hizmet , sonra Himmet : Erst die Arbeit , dann das Streben !
Dass es einige Pseudo Sufis gibt , die sagen , man bräuchte kein Muslim sein oder man bräuchte nicht arbeiten ,um zu streben , so ist dies ein Fakt , aber kein zu verallgemeinender Fakt , wenn es sich drauf bezieht , so ist dem zu zustimmen .

Aus der Abhandlung „Islam& Spiritualität:Prinzipien dazu“ die folgenden Zitate :
„Es ist echt erstaunlich , wie einige modernistische Bewegungen mit dem Erbe der islamischen Zivilsation umgehen , die Gleichen sind es , die sagen , dass das Ahlul Tasawwuf nach mehr als 1400 Jahre nach der Hijra ganz plötzlich nicht mehr von Nutzen sein soll &sich nicht einmal mehr auf der Hohen Strasse der Sunnah befinden soll.Ihre Behauptung geht einerseits davon aus , dass Said Nursi ra kein Sufi war (wie er es im 21.Wort über die Wahrhaftigkeit schreibt ) , andererseits schreibt er den Sufis zahlreiche Dinge vor  ( Lest in der Risale , wenn ihr Zikr macht , achtet mehr auf eueren Verstand dabei , alsauf euer Herz ). Vergleicht man die Erfolge des Ahlul Tasawwuf sowie die  übermäßig vielen Übertritte zum Islam von Nichtmuslimen mit den Vorwürfen gegen sie , was wiederum beweist dass Said Nursi ra nur einen Hauch weit Ahnung von der Notwendigkeit des Dhikrs sowie deren verborgenen  Elemente der Erziehung des nafs(tarbiyya an nafs  ) , die dort enthalten sind   sowie die immer noch sehr aktiven Bruderschaften der Al Murabitun , Haqqani Trust , die Burhaniyya ,

Es ist erstaunlich , dass besonders diejenigen , die sich einem Shaikh und einer Tariqah angeschlossen haben , den grössten Ehrgeiz entwickeln noch mehr Wissen zu erwerben , in ihren gottesdienstlichen Handlungen wahre Glückseligkeit empfinden ,sich intensiv & detailgetreu nach der Ahlus Sunnah wa Jamaah leben, viele Bücher der isl. Rechtswissenschaft & über politische Ereignisse im Bilde sind & ständig über die Ummati Muhammad saws nachdenken .
http://www.naqshbandi.de/Sultane.pdf

Denn Said Nursi beweist in seiner Abhandlung  (21. Wort ), dass er selbst kein Sufi sei , aber zeitgleich wie ein Shaikh benimmt & über viele Themen spricht ( über die er kein Recht hat zu reden bzw. interpretiert ) , die einem Nichtsufi nichts angehen , darüber hinaus erläutert er Aussagen auf sehr fragwürdige Weise . Merkwürdig , oder ?
Es gibt noch die Aussage , die sehr oft kommt , ist jene von Said Nursi ra :
Die Wissenschaft von der Religion ist das Licht des Gewissens. Die Naturwissenschaft spiegelt das Licht der Vernunft wider. Die Wahrheit wird offenbar durch die Vereinigung der Beiden. Wenn sie getrennt sind, kommt es zu Fanatismus in der Religion. Und es entstehen Argwohn und Zweifel in der Wissenschaft.“ (Münazarat)

Widerlegung : Eine interessante Aussage , da es bekannt ist , dass es im Hadith heisst :“Islam & Wissenschaften sind Zwillingsschwestern“ , die jeder Muslim uneingeschränkt mit unterschreiben würde , wenn man damit die Gesamtheit der Muslime / Nichtmuslime & deren Nutzen wie Wohlwollen sucht , aber welch eine unangemessene & übertriebene Aussage ,wenn sie jemand jene Wissenschaften nicht ausübt noch die finanziellen Mittel besitzt dazu  , noch ist sie bietet sie ein klares Handbuch zur islamischen Lebenspraxis noch eine direkte Anleitungsfaden gegen den Fanatismus !

Eine besonders gewichtige, klassische , gesetzestreue , authentische & vertrauenswürdige Fatwa (islamisches Rechtsgutachten )von
Sultan al-`Ulama’ al-`Izz ibn `Abd as Salam as Sulami ra ,auch bekannt als „Sultan as Sufiyya „( Sultan der Sufis ), die sich mit der Aussage von Imam al Qushairi ra & Imam Hujjatul islam Zainud Deen Abu Hamid al Ghasali ra , die behaupteten unter der Überschrift :“Die Überlegenheit der Freunde Allahs über den Ahlus Sunnah wal Jamaah Rechtsgelehrten “ , so antwortete As Sulami ra , der unter ….darauf mit der wortwörtlichen Wiedergabe ( plus Anmerkungen meinerseits um gewisse Zeilen zu erläutern , da vieles nicht mehr „zwischen den Zeilen “ verstanden wird & das ist auch einen Anzeichen des eigenverantwortliche Verlust der islamischen Spiritualität )seiner Worte
( von mir übersetzt ) :

„Bzgl. des (geistigen) der Gotteserkenner ( ar Arifeen Billah ) über den (Ahlus Sunnah wal Jamaah ) Rechtsgelehrten der heiligen gesetze Allahs ( Shariah ) , welche die Aussage betrifft bzgl. Imam al Qushairi ra & (Imam Hujjatul Islam )Abu Hamid ( al Ghasali )ra so stimmt diese mit der Aussage über ein .
Keine vernünftige Person ( welche dem Islam angehört & ihn gemäß der Ahluus Sunnah praktiziert ) besitzt ihnen gegenüber nicht einen berechtigten Zweifel ( noch hegt er ihn noch behauptet er ihn noch verbreitet er ihn ).

So sind diese( ar Arifeenbillah ) nicht einfach ( aus sich heraus aus Hochmut oder Zurschaustellung falscher Frömmigkeit ) nur besser als die Ulama ( Rechtsgelehrten )der Gesetze Allahs ( Shariah ),denn auch deswegen weil diejenigen ,die sich mit den Zweigen & den Wurzeln der islamischen Religion( der islamischen Lehre der Glaubens-darlegung ,Itiqat & der islamischen Rechtswissenschaften ) beschäftigen , so ist die Wissenschaft in ihrer Rangstufe ein unmittelbares Objekt . Der Gelehrteste ( unter jenen der Gelehrten ) setzt unvermindert seine Suche nach Wissen fort gemäß der (gottesdienstlichen )Erfordernissen ( & deren Verpflichtungen gemäß deren Kategorien ) erfüllt in wahrer Tugendhaftigkeit.

Ansonsten wären man die Gotteserkenner ( ar Arifeen billah ) mit den (Ahlus Sunnah ) Rechtsgelehrten das Gleiche ,denn Allah swt sagte (bzgl. der Gotteserkenner ) im Buch Allahs : „Der angesehenste unter euch vor Allah ist der Gottesfürchtigste (Sura al Hujurat 49:13 ) & Allah subhana HU ta ala sagte bzgl. der Rechtsgelehrten :„Wahrlich ,(nur) die Wissenden unter Seinen Dienern fürchten Allah ( Sura al Fatir 35:28 ) ,denn er bedeutet ,dass diejenigen ,die Ihn erkennen ( ar Arifeen billah) in Seinen Attributen ( & Seiner Einheit der Allerhabenheit ), in Seinen Handlungsweisen ( durch das Göttliche Vorauswissen , die Göttliche Fügung ,die Vorherbestimmung & Prüfungen ) , daher können nicht jene gemeint , die die die die Seine Gesetze kennen ( und auslegen )( was nicht eine Herabstufung bedeutet noch eine irgendwie geartete Relativierung der Rechtsgelehrten noch der Ahlus Sunnah wal Jamaah noch die Akaid Schulen noch ihre Rechtsschulen der Sunnah , sondern vielmehr ist dies eine beweiskräftige Festlegung deren Reihenfolge in den Rangstufen und (Allah bewahre uns durch Seine Erleuchtung & Rechtleitung
so etwas zu denken oder danach zu handeln bewahren & uns vergeben & uns die wahrhaftige einsicht in die Dinge der Wahrheit gewähren & uns vor Irreleitung bewahren .Amin )
…..Ein Zeichen (als beweiskräftige Tatsache der Unwiderlegbarkeit der Überlegenheit der Gotteserkenner (ar Arifeen billah ) über den Rechtsgelehrten ist , dass Allah subhana Hu ta ala Wunderzeichen ( karamaatullah )in die Hände der Ersteren (der Gotteserkenner, andere Begriffe dafür sind die Freunde Allahs ,Pole , Achsen ,Nahestehende , Rechtschaffende & Erben der Gelehrten ) gewährte & niemals bei den Letzteren( bei den gewöhnlichen Rechtsgelehrten , welche behaupten , dass das Ahlul Tasawwuf nicht mehr auf dem Hohen Weg der Sunnah wäre oder das deren Zeit abgelaufen wäre ), ausser sie betreten den Weg der Gotteserkenner
( al Tariqatul Arifeenbillah ) & nehmen deren Charakteristika an ( es ist unmöglich , den Weg der Gotteserkenner zu leugnen & zeitgleich aber deren Charakteristika zu beanspruchen ,da es ansonsten ein Widerspruch & keine Aufrichtigkeit beinhalten würde )“
Sultanul Ulema al Izz Abdas Salam as Sulami ra , in seiner Meisterwerk „Fataawa al Sulami ra “ , Seite 138 -142 ,
editiert von Abdar Rahman Ibn Abdal Fattah , Dar al Marifah , Beirut

Das ist meine beweiskräftige & berechtigte Begründung ,warum ich nur Mustafa Özgür Efendi qs ,der Aliyya Qadiriyya Halisiyya Tariqat von Pir as Sayyid Sultan al Awiliyya Abdal Qadir al Jilani ra & der Hanafi Rechtschule folge & jeder modernen Bewegung zurückhaltend bleibe .

In Futuhat al Makkiyya beschreibt Muhiyyid Deen Ibn Arabi ra seine Methodenlehren des Kashfiyyat sehr schön & damit wäre jede weitere Diskussion sinnlos ,aber ich poste sie trotzdem :

„Intellektuelle , die Menschen des reflektierenden Denkens sind ,streiten sich wegen der Begrenztheit ihres Denkens in ihren Diskussionen über Allah Azza wa Jall… .“
(Futuhat al Makkiyya , 1:218 )

“ Ursprünglicher Glaube ist die ursprüngliche Natur (fitrah )mit deren Übereinstimmung Allah die Menschheit erschuf ..“
(Futuhat al Makkiyyah, 2:616)

„Die Bücher , die wir geschrieben haben wie dieses ( Futuhat ) & andere folgen nicht dem Weg gewöhnlicher Schriften ebenso wenig wie wir dem Weg gewöhnlicher Autoren folgen …Wenn dem Herzen ( der Eingebung ) hinter dem Schleier erscheint ,so beeilt sich das Herz zu gehorchen & zeichnet es auf in Übereinstimmung mit den befohlenen Grenzen (der Aqida & Shariah ) „( Futuhat al Makkiyya 1:59 )
Vergessen wir nicht , dass Saiful Ulama As Sayyid Ahlul Tariqa Abdal Qadir al Jilani ra den Hadith vom Propheten saws : Islam & Wissenschaft sind zwei Geschwister /Bucharyy & Muslim erwähnte ,….. denn das Studium der Naturwissenschaften kann nur ein weiteres Mittel gegen den Fanatismus sein ,wenn man mehrere Aspekte mitbedenkt :

1. Wissen ist religions- & kulturenungebunden , das heisst auch von Nichtmuslimen das Wissen zu nehmen & zu unterscheiden , was dem Gesetzbuch Allahs zustimmt & was nicht ,
2. Erwerb von den Glaubensgrundlagen ( Aqida ) ,
a) Erwerb der Glaubensinhalte & die Aussagen der Akaid Schulen ,
b) Erwerb über die Methodenlehren der Rechtswissenschaften ,
c) Methodenlehren der vier sunnitischen Rechtsschulen ,
d) Erwerb der Grundkenntnisse des Tafsir & die Fachbereiche der Sprachwissenschaften ,
3. Wissenserwerb darf nicht bei der Naturwissenschaft aufhören ,
vielmehr muss es die Geisteswissenschaften miteinbeziehen ,
4. Die innere Wissenschaften des Ihsan & des Tazkiyyatul Nafs sind aber dem Ertwerb der Naturwissenschaften zu bevorzugen , da die grösste Gefahr vom Nafs ausgeht ,

Aber einige der nurculuk Bewegung behaupten ernsthaft , dass die naturwissenschaften den islamischen Rechtswissenschaften vorzuziehen sei , vielmehr besteht die Notwendigkeit erst das Nafs unter Kontrolle zu bringen sowie das Grundlagenwissen anzueignen aus den klassischen Meisterwerken

Abdal Qadir al Jilani ra sagte in Fathur Rabbani :
„Wir trennen uns nicht von Quran & Sunnah „

Ibn Abbad ar Rundi ra , Muhaddith , Mufassir & Shaikh der ehrenhaften Shadhiliyya Tariqah sagte in „ar Rasail as Sughra“ im 15. Brief :

„Hat er ( der musl. sunnitische Sufi ) sich der Lehre ( der Ahlus Sunnah , Anm. )einer allgemeinen anerkannten Autorität innerhalb der islamischen Religion ( al Taqlidul al Mujtahideen fi al Madhdhahhib as Sunnah ) & kann ohne Umstände darin (einen sunnitischen , zuverlässigen , autorisierten & geschulten ) Religionsgelehrten ( al Mujtahideen fi al Madhab )finden , bei dem er studieren kann ( die islamischen Rechtswissenschaften & deren Fachbereiche:Usul Fiqh & Minhaj al Ahlus Sunnah wal Jamaah )-einen ,der eine Lehrerlaubnis ( Ijaza )besitzt ,der sie bei seinen Meistern & deren Meistern zurückgehend auf ihre Autorität ,der sie unterrichtete ( meist einer Sahaba oder Tabieen ), so erfreue er sich & danke Allah dafür .Schon mancher ist einem Mubtadi( Einführer ketzerischer Neuerungen) gefolgt oder ist dabei selber zum Einführer ketzerischer Neuerungen ( at bidaat sai )geworden & ist dabei zugrunde gegangen !“

Abdal Qadir al Jilani ra sagte in Futuh al Ghaib ,
2. Maqala: Über die Ermahnung zum Guten:
„Folget dem Weg des Propheten saws und führet keine Neuerung (bid’a) ein, gehorchet und übertretet nicht, bekennet die Einheit und gesellet nichts Gott bei, befleißigt euch der Reinhaltung Gottes (von allen ihm nicht adaequaten Bestimmungen) (tanzih) und gebt euch keinem Wahn hin, seid aufrichtig und beklagt euch nicht, geduldet euch und betrübt euch nicht mit Ungeduld, stehet fest und sucht nicht das Weite, bittet und werdet nicht überdrüssig, wartet, spähet und verzweifelt nicht, seid brüderlich und verfeindet euch nicht, vereinigt euch im Gehorsam und trennt euch nicht, liebt euch und haßt euch nicht, reinigt euch von den Sünden und beschmutzt und besudelt euch nicht mit ihnen! Mit dem Gehorsam gegen euren Herrn 8 schmückt euch, verlaßt nicht die Tür eures Herrn, lasset nicht ab, ihm entgegenzugehen, seid nicht lässig in der Buße und überdrüssig, euren Schöpfer um Verzeihung zu bitten bei Tag und Nacht! Vielleicht findet ihr dann Barmherzigkeit und Glück, werdet vom Höllenfeuer ferngehalten und erfreut euch im Paradies, werdet zu Gott zugelassen und dürft euch im Hause des Heils abgeben nut Wohlleben und dem Durchbohren jungfräulicher Perlen, werdet ewig dabei verharren und auf edlen Reittieren reiten und Freude haben an den schwarzäugigen Huri, an dem vielerlei Guten und an den Stimmen der Sängerinnen, werdet durch dies Wohlleben erfreut und zu den Propheten und Gerechten, Glaubenszeugen und Frommen erhöht.“

Das Befolgen einer der vier sunnitischen Rechtsschulen & der Mehrheit der Muslime ist zweifelsfrei bewiesen  , aber die Notwendigkeit den Freunden Allahs zu folgen wird durch den folgenden isnaduhu sahih Hadith deutlich :

1. Beweis :
Im berühmten Musnad von Ahmad Ibn Hanbal ra werden zwei Sahih Ahadithe aufgeführt ,dass der Prophet saws sagte :
a)“Die Abdaals( die Stellvertreter Allahs , Imam as Sujuti ra nennt folgende Begriffe für Freunde Allahs : Ghawth ,Khabaar ,Nujaba ,Abraar , Awtaad , Qutb , Muqarraabun , Budalaa )haben ihren Ursprung in Ash Shaam , sie werden 40 an der Zahl sein . Wenn immer einer ( von ihnen) geht ,so wird er ersetzt werden . Wegen ihnen lässt Allah subhana tala es regnen ,(wegen ihnen ) gewährt Er ihnen den Sieg über ihre Feinde & (wegen ihnen ) entfernt Allah swt ( durch ihre Bittgebete & Lobpreisungen ) jede mögliche Bestrafungen „

b)der Prophet saws sagte .“die Abdaals meiner Ummah werden 40 an der Zahl sein , 20 werden aus dem Ash Shaam kommen & 18 aus dem Iraq . Zu jeder Zeit werden es Abdaals geben, wen neiner stirbt , so ein anderer ihn ersetzen & wenn die Zeit des Jüngste Gericht ( bzw. ihre deutlichsten Zeichen davon ) so werden alle gestorben sein „

2. Beweis :
Ibn Taymiyyah ra sagte in der „Fatawa al Kubra “ :
„Ein Diener Allahs kann nicht als Freund Allahs bezeichnet , ausser er ist ein wahrhaftig rechtschaffener Gläubiger „

3. Beweis :
Imam as Sujuti ra schrieb das Buch mit mit mehr 2.500 sahih hasan Hadithen als authentischer & zuverlässiger Beleg , betitelt als “ al Khabaar wal Wujud al Qutb wal Awtaad wal Nujaba wal Abdaal „ , welches als sunnitisches Meisterwerk der Ahlus Sunnah wal Jamaah gilt

Kommentare aus

Fethullah Gülen & die Kurden

Fethullah Gülen und der nationalistische Pferdefuß

Auch wenn Fethullah Gülen weit entfernt ist von seinem großen Traum, jenem großtürkischen Reich „Turan“, das von einer türkisch-islamischen Herrschaftsschicht regiert werden würde, ist er immerhin erfolgreich in der Verbreitung der türkischen Thesen in der ganzen Welt. Über seinen Traum klärte er bereits 1996 auf:

„Ich konnte mich niemals zufrieden geben mit dieser kleinen Gestalt einer Nation [gemeint ist die Türkei, d.Red], die eine große Geschichte vorweisen kann. Ich lebte in meinen Träumen stets mit Gedanken, die Utopien glichen. Manchmal ertränkte ich sie mangels Handlungsfähigkeit mit meinen Tränen.“ [1]

An einer anderen Stelle sagte Fethullah Gülen:

„Ich konnte niemals diese Verkleinerung eines großen Staates akzeptieren. Ich lebte mit dem Bewusstsein um meine Nation, als sei ich gefesselt.“ [2]

Wie bereits erwähnt im ersten Teil dieser Serie über Fethullah Gülen, spendete Gülen der ultranationalistischen Partei MCP ["Partei der nationalistischen Arbeit"] 3.5 Milliarden Lira für die am 20.10.1991 anstehenden Wahlen.

Fethullah Gülen soll im August 1987 mit der Ausbildung von Predigern begonnen haben, die seine Ideen verbreiten sollten und in einem seiner Vorträge gesagt haben, dass ein Treffen zwischen Alparslan Türkeþ und ihm zustande gekommen sei, in dessen Verlauf er Türkeþ seine Absicht über die Ausbildung im Sinne der Scharia offenbart habe, die dieser akzeptierte. [3]

Gülens besondere Vorlieben für türkische Rassisten wurden durch zahlreiche Preise und Ehrungen belohnt:

1995 nahm Fethullah Gülen den Preis „Nihal Atsýz Türk Dünyasý Hizmet Ödüllü“ ["Nihal-Atsýz–Preis für Dienste an der türkischen Welt"] entgegen, der durch die „Türk Ocaklarý“, jene Vereine türkischer Ultranationalisten, Turanisten und Faschisten, die sich selbst als „Ülkücü“ bezeichnen, ausgegeben wurde; Nihal Atsýz [4] selbst ist allgemein als türkischer Rassist bekannt.

Auch 1998 erhielt er einen Preis der „Türk Ocaklarý“, diesmal die „Hamdullah Suphi Tanrýöver – / Türk Ocaklarý Kültürü Armaðaný“ ["Hamdullah-Suphi Tanrýöver-Ehrung für Verdienste um die Kultur des Türkischen Heimes"], die den Namen des nationalistischen Politikers Hamdullah Suphi Tanriöver trägt.

Auch Gülens Beziehungen zum Geheimdienst und sogar zu Ergenekon [5], jener tiefstaatlichen Organisation, die für zahlreiche Morde unbekannter Täter an Kurden beteiligt war, wie auch an den Bestrebungen einen Chaoszustand in Nordkurdistan zu verursachen, sind Gesprächsthemen zahlreicher seriöser Journalisten.

Bereits kurz nach dem Susurluk-Skandal, der das kriminelle Beziehungsgeflecht des türkischen Staates deutlich machte, tauchte Fethullah Gülen in einem Bericht des türkischen Geheimdienstes MIT auf. MIT wurde aufmerksam auf Behauptungen, die im Umlauf waren, wonach Fethullah Gülen der geheime Partner der ehemaligen türkischen Ministerpräsidentin Tansu Ciller in einer Schwarzgeldaffäre gewesen sei bzw. die Gülen-Prediger Verbindungsleute der CIA in der Türkei seien [6]. Der Bericht vom 17.12.1996 aus der Feder des MIT-Untersekretärs Sönmez Köksal wurde dem damaligen Ministerpräsident Necmettin Erbakan vorgelegt.

Auch Prof. Robert W. Olson von der Universität in Kentucky, der sich bereits intensiv mit der Kurdenproblematik beschäftigte, stellte interessante Details über den Machtkampf zwischen dem ehemaligen und nun pensionierten Generalstabschef Kývrýkoðlu, der im Ergenekon-Prozess von dem Angeklagten Doðu Perinçek als Ergenekons Nummer 1 beschuldigt wurde, und Fethullah Gülen fest [7]:

Nach Ansicht Olsons herrschte ein Machtkampf zwischen Kývrýkoðlu und Gülen, der vor allem im „Telekulak-Skandal“ offenbart wurde; in diesem Skandal geht es um die 1999 veröffentlichten Videos mit Fethullah Gülen, in welchem er seine Pläne zur Machtergreifung des Staates verdeutlichte. Diese Videos, die später zu einer Anklage gegen Gülen führten, sollen durch das Militär verbreitet worden sein. Kývrýkoðlu sagte damals [30.08.2000], das Militär „sei von Gülen-Anhängern bereinigt“ und forderte auch die „Abservierung [der Gülen-Anhänger] von anderen staatlichen Institutionen“.

Heute registrieren wir, dass zahlreiche Angeklagte im Ergenekon-Prozess, beispielsweise der pensionierte General Veli Kücük, der den Auftrag zum Aufbau einer Konterarmee durch den pensionierten General Kývrýkoðlu erhielt [8], zugleich enge Beziehungen zu Gülen pflegten.

Aus zahlreichen Artikeln des religiösen Spektrums, die entweder mit Gülen sympathisieren oder ihm sogar angehören, wird die Herstellung einer Verbindung Kývrýkoðlus mit Ergenekon angedeutet.

Der bereits im ersten Teil dieser Serie erwähnte Faik Bulut, der vor allem mit seinen Beiträgen und Untersuchungen zum politischen Islam bekannt ist, stellte am Ende seines Buches „Wer ist dieser Fethullah Gülen? Seine Vergangenheit, die Gegenwart und seine Ziele“ folgende unbeantwortete Fragen, die ich kommentarlos in den Raum stelle:

1. Warum endeten vier Tage nach dem Tod des Ministerpräsidenten Turgut Özal im Jahr 1993 abrupt alle Beziehungen Fethullah Gülens mit der Regierung? Unter welchem Vorbehalt beendete Gülen diese Beziehung?

2. Stimmt es, dass der derzeit verurteilte Hanefi Avcý [9] mit Fethullah Gülen sympathisierte?

3. Und was ist mit Mahmut Yýldýrým, unter dem Deckname Yeþil [10] für zahlreiche Morde verantwortlich, welcher derselben religiösen Gemeinde beigetreten war?

- Stimmt die Behauptung, dass [der Mafioso] Abdullah Catlý für Gülen-Kreise als „Mann fürs Grobe“ arbeitete?

Der derzeit von der AKP-Regierung geführte Kampf gegen die Geheimorganisation Ergenekon wird nicht umsonst als ein Machtkampf für Gülens Interessen analysiert. Dabei handelt Gülen weniger aus Interesse nach Gerechtigkeit und einer Lösung des Kurdenproblems, sondern vielmehr für die Einführung einer neuen Politik zur Assimilation der Kurden, die nun offensichtlich effektiver und nicht mehr mit der aggressiven Kriegsführung der kemalistischen und linksnationalistischen Elite des Militärs geführt werden soll.

Auch dazu stellt Faik Bulut fest, dass Gülen seine Kontrahenten auf geschickte Weise langsam aus dem Verkehr ziehen möchte, um sein Imperium zu gestalten.

Fethullah Gülen ist sicherlich kein „einfacher Prediger“, denn bereits seine Vergangenheit straft diese bescheidene Analyse Lügen, da er stets Kontakte tief im Staate pflegte. Burhan Basgün, ehemaliger MIT-Mitarbeiter, klärte bereits in vielen Berichten über die MIT-Berichte auf. Dabei berichtete er über die Tatsache der Ausforschung einzelner Personen und stellt fest:

„Selbstverständlich werden über Autoren, Intellektuelle und Prediger der Gemeinden biografische Protokolle geführt. Ist es beispielsweise möglich, dass über den Gemeinde-Führer Fethullah Gülen keine Berichte vorliegen?“ [HürHaber, 17.07.2007]

Bereits April 2007 vertraute Fethullah Gülen dem Hürriyet-Journalisten Ahmet Hakan seine besonderes Interesse an Geheimdienst-Aktivitäten an.

In seiner Kolumne „Fethullah Gülen und Ergenekon“ stellt der renommierte Journalist Can Dündar fest, dass Tuncay Güney, ein Kronzeuge des Ergenekon-Prozesses, im Verhör bei der Erwähnung Fethullah Gülens unruhig wurde. Güney verkündete jedoch, dass die Gülen-Gemeinde einst eine Unterabteilung Ergenekons bildete, sich weiterentwickelte und schließlich sogar innerhalb der Polizei an Macht gewann. Nach dem 28. Februar [11] sei jedoch die Gülen-Abteilung geschwächt worden und seitdem existiere ein (Macht-)kampf zwischen beiden Fraktionen.

Nach seiner Atatürk-Verfilmung „Mustafa“ hat Can Dündar nun auch einen Film über Said-i Kurdi gedreht, der Gerüchten nach von der Gülen-Gemeinde mit 1.4 Millionen Euro unterstützt worden sein soll. Can Dündar bestritt die Gerüchte, da er sich selbst als Kritiker Gülens bezeichnet wie er in zahlreichen Artikeln demonstriert habe [Odatv.com, 08.02.2009] .

Es mag weniger überraschen, dass die Ergenekon-Affäre nun von der AKP-Regierung aufgerollt wird, denn die AKP-Regierung wird bekanntermaßen durch Fethullah Gülen unterstützt, wie alle Gülen-Medien in ihren Artikeln klarstellen, denn die heute extrem einflussreiche internationale Gemeinschaft Fethullah Gülens ist Teil des Nurcu-Ordens, der wiederum ein Zweig der Nakschibendi ist. Turgut Özal, der ehemalige Ministerpräsident und Vorsitzende der liberal-konservativen „Mutterlandspartei“ ANAP, und Necmettin Erbakan, der Ideologe der Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs, sind ebenso Angehörige der Nakschibendi-Bruderschaft. Auch Recep Tayyip Erdogan, der Vorsitzende der Regierungspartei AKP und amtierende Ministerpräsident, ist als Nakschibendi bekannt.

Gülen und seine Gemeinde waren stets bemüht über gute Beziehungen zur jeweiligen Regierung und ihren Parteien; im Gegenzug bieten sie ihnen Wählerstimmen. Als sich Mitte der 90er Jahre ein Stimmenzuwachs für Bülent Ecevits Demokratische Linkspartei [DSP] abzeichnete, erklärte Gülen offen seine Unterstützung. Im Gegenzug lobte Ecevit die Aktivitäten der Gemeinde Gülens im In- und Ausland.

In seinem Beitrag führt Can Dündar weiter aus, dass bereits Doðu Perinçek im Verhör hinsichtlich des laufenden Ergenekon-Prozesses eine vermutete Liste über die „Fethullahciler“ bei der Polizei bestätigte, jene Fraktion und Anhängerschaft Fethullah Gülens. Dabei fragt sich Can Dündar verwundert: Wenn doch Gülen keine Beziehung zu Ergenkeon pflege, warum dann dieses besondere Interesse an seiner Person?

Bereits der Enthüllungsjournalist Zübeyir Kýndýra offenbarte in seinem Buch „Die Knüppel des Fethullahs“ [12] die Machenschaften und Unterwanderung durch Gülen in der Polizei, im Geheimdienst und staatlichen Organisationen.

Zübeyir Kýndýra verbrachte ab 1979 viele Jahre an der Polizei-Akademie und wurde nach seinen Analysen über die Gülen-Gemeinde suspendiert. Damals wunderte sich Zübeyir Kýndýra über die große Anzahl von Personal aus den „Iþýk-Anwesen“ ["ýþýk" heißt im Türkischen "Licht"], die zur Gülen-Gemeinde gehören; auch in Südkurdistan wurde eine Iþýk-Universität errichtet.

Tuncay Güney hatte auch mit einer anderen Behauptung für Aufmerksamkeit gesorgt. Nach seinen Aussagen wurde die BBP [13] unter dem Vorsitz Muhsin Yazýcýoðlus nach Gülens Wunsch und mit seiner Unterstützung gegründet. Später jedoch revidierte Güney seine Meinung öffentlich und bat Yazýcýoðlu um Vergebung [Bugün, 20.12.2008]. Seine Worte seien damals so wiedergegeben worden, weil er gefoltert worden sei, rechtfertigte sich Güney, der ansonsten recht offen, medienwirksam und furchtlos im Ergenekon-Prozess aussagt.

Ganz verkehrt kann die Behauptung Güneys jedoch nicht sein, denn Yazýcýoðlu und Fethullah Gülen verbindet eine alte Freundschaft: Nachdem Yazýcýoðlus 1992 die MCP verließ, unterstützte ihn Fethullah Gülen finanziell (Cumhuriyet, 07.08.2008).

Inwiefern die Behauptungen über Fethullah Gülen nun stimmen mögen und der Wahrheit entsprechen, bleibt ungewiss, denn viele Behauptungen werden entweder verborgen bleiben oder erst mit der Zeit ans Tageslicht rücken. Seine Beziehungen, seine Kontakte und seine Worte haben aber sicherlich demonstriert, dass er kein Freund der Kurden ist und nur jene Kurden akzeptiert, die bereit sind nach seiner Weltanschauung dem Türkentum zu dienen und ein Teil des „großen türkischen Volkes“ zu sein.

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[1] Ahmet Ersöz: „Pensilvanya Günlüðü“ in Ufuk Yayýnlarý, Ýstanbul 2006

[2] ebenda

[3] Ergün Poyraz [Zeuge im Ergenekon-Prozess]: „GÜLEN ve ÝSTÝHBARAT“, 11.03.2008

[4] Nihal Atsýz war ein nationalistischer und rassistsicher Autor, der mitunter als geistiger Vater der Ülkücü-Bewegung gilt. 1945 wurde Atsýz, wie auch Alparslan Türkeþ, im „Rassismus- und Turanismusverfahren“ zu mehr als 6 Jahren Haft verurteilt. In seiner Verteidigungsrede äußerte er sich derart:

„Ich sage es zum Schluss ganz offen: Türkismus ist Nationalismus. Rassismus und Turanismus gehören dazu. Entweder wird das Land sich auf der Basis dieser beiden Termini erheben oder untergehen. Rassismus und Turanismus widersprechen nicht der Verfassung. Da ich Rassist und Turanist bin, wird eine mögliche Verurteilung wegen Rassismus und Turanismus die höchste Ehre meines Lebens darstellen.“[Cenk Saraçoðlu: "Nihal Atsýz's World-View and Its Influences on the Shared Symbols, Rituals, Myths and Practices of the Ülkücü Movement", Leiden 2004]

Über die Kurden sagte er unter anderem:

„Wenn Ihr Kurden weiter Eure primitive Sprache sprecht [...], werdet Ihr von den Türken auf dieselbe Weise ausgerottet, wie man schon die Georgier, die Armenier und die Griechen bis auf die Wurzeln ausgerottet hat“ [Jürgen Roth/Kamil Taylan: "Die Türkei. Republik unter Wölfen", Bonn 1983]

[5] Kurdmania: Sammelthread – Ergenekon

[6] Enis BERBEROÐLU: „Fethullah Gülen kimdir sorusu“ in Hürriyet, 26.03.1998

[7] Robert Olson: „Turkey’s Relations with Iran, Syria, Israel and Russia, 1991-2000″

[8] Kurdmania: Bülent Orakoðlu, die „Mörder Turgut Özals“ und der „tiefe Staat“

[9] ebenda, Erstbeitrag

[10] ebenda, Antwort # 9

[11] Am 28. Februar 1998 wurde die RP ["Refah Partisi" / "Wohlfahrtspartei"] unter dem Vorsitz Necmettin Erbakans verboten. Der 28. Februar wird allgemein als „Postmoderner Putsch“ bezeichnet.

[12] Zübeyir Kýndýra: „FETHULLAH’IN COPLARI“ in Su Yayýnlarý, 2001

[13] Die BBP, „Büyük Birlik Partisi / „Partei der Großen Einheit“, ist eine ultranationalistisch-islamistische Partei in der Türkei.

Quelle: http://www.kurdmania.com/News-sid-Fe…defuss-1005.html

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Talmudzitate !

TalmudzitateWenn Sie nach ein paar edlen und schönen Talmudzitaten suchen, schauen Sie bitte hier: www.talmud.de/cms/Zitate_aus_dem_Talmud.83.0.html.

Und wenn Sie Angst vor unliebsamen Wahrheiten haben, dann lesen Sie jetzt bitte nicht weiter!

Wenn Sie aber wissen wollen, warum der Talmud und insbesondere einige häufig zitierte Talmudzitate heftig umstritten sind, dann lesen Sie bitte die nachfolgenden Talmudzitate:“Die Güter der Nichtjuden gleichen der Wüste, und wer Besitz von ihnen nimmt, eignet sie.“

(Baba bathra 54b)

 

„Wenn ein Nichtjude sich mit der Tora befaßt, so verdient er den Tod,…“

(Synhedrin 59a)

 

„… ihr aber seid meine Schafe, die Schafe meiner Weide, Menschen seid ihr; ihr heißt Menschen, nicht aber heißen die weltlichen Völker Menschen, (sondern Vieh).“

(Baba mezia 114b)

 

„…; wer Scharen von den Völkern der Welt sieht, spreche: ‘Beschämt ist euere Mutter, zu Schanden, die euch geboren hat’.“

(Berakhot 58a)

 

„Wer Gräber der weltlichen Völker [sieht], spreche: Beschämt ist euere Mutter, zu Schanden, die euch geboren hat.“

(Berakhoth 58b)

 

„…, denn wenn der Messias kommt, sind alle Sklaven der Jisraéliten.“

(Erubin 43b)

 

„Würde er nur jenes gelehrt haben, so könnte man glauben, die Wohnung eines Nichtjuden gelte als Wohnung, so lehrt er uns [hier], daß die Wohnung eines Nichtjuden nicht als Wohnung gelte.“

(Erubin 75a)

 

„Als die Schlange der Hava beiwohnte, impfte sie ihr einen Unflat ein. – Demnach gilt dies ja auch von den Jisraéliten!? – Bei den Jisraéliten, die am Berge Sinaj standen, verlor sich der Unflat, bei den Nichtjuden, die nicht am Berge Sinaj standen, verlor sich der Unflat nicht.“

(Aboda zara 22b)

„Mit drei Jahren und einem Tage wird sie durch Beiwohnung angetraut;“

(Jabmuth 57b)

 

„Und wenn jemand wünscht, daß seine Gelübde des ganzen Jahres nichtig seien, so spreche er am Beginne des Jahres: jedes Gelübde, daß ich tun werde, sei nichtig; nur muß er beim Geloben daran denken.“

(Nedarim 23b)

 

„Es heißt: du sollst verzehren all die Völker, die der Herr, dein Gott, dir preisgibt; …“

(Baba kamma 113b)

 

„Der Prophet sprach zu den Jisraéliten: Rafft eure Beute zusammen. Sie fragten ihn: Plündern oder verteilen? Er erwiderte ihnen: Wie die Heuschrecken raffen; wie bei den Heuschrecken jede für sich besonders rafft, ebenso rafft auch ihr jeder für sich besonders.“

(Synhedrin XI 94b)

 

Häufig wird behauptet, daß diese schockierenden Talmudzitate gefälscht oder verfälscht seien.

 

Hier von Hans boltes Widerlegungen :

http://www.hansbolte.net/Talmudzitate/index.php

http://www.hansbolte.net/Talmudzitate2/index.php

 

Quelle :

http://www.talmudzitate.com/

 

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Das Küssen

Das Küssen von Händen und Füßen

Unter Muslimen ist verstärkt die Frage aufgekommen, ob man die Hände oder Füße eines anderen Muslims küssen darf. Das ist ganz eindeutig zu bejahen, es sei denn, es geschieht in Bewunderung von Reichtum, Macht oder sonstiger Heuchelei. Liebe, Zuneigung und Respekt zu einem geistigen Führer, und generell zu den Auliaa’ Allahs, ist Voraussetzung für jeden Muslim, wenn er am spirituellen Weg weiterkommen will, denn Islam ist Liebe und Näher kommen; und wer keine Liebe zu denjenigen, welche ihm dabei helfen hat, der hat zu Allah und seinen Gesandten auch keine Liebe und für den ist der Weg der Liebe eine unverständliche Geschichte, was er dann mit allerlei Logik erklärt. Zur Zeit des Gesandten Allahs war es selbstverständlich seine Hände und Füße zu küssen und heute ist es auch noch so; für diejenigen aber, deren Arroganz sie zu sagen zwingt: „es gibt nur die direkte Beziehung zu Allah und es gibt keine geistigen Vermittler“, für sie ist solche Zuneigung und Liebe fremd und vieles, was in diesem Zusammenhang geschieht, erscheint ihnen in Ermangelung anderer Realität, als schirk; wenn solche sehen, wie Muslime z.B. einem Schaikh von Schülern die Hände und Füße geküsst werden indem sie sich dabei mit ihrem Körper abwärts beugen müssen, so behaupten sie, das dies sadjdah vor einem Menschen sei, was ja tatsächlich Götzendienst wäre; sie können offensichtlich nicht zwischen notwendiger Bewegung zum Küssen von Hände- und Füßen als Ausdruck ihres Zustandes und der Absicht zur Anbetung Allahs (wie im salaah Gebet) unterscheiden, und so leugnen sie dann auch Hinweise aus den hadiithen, obwohl diese im Grunde nicht unbedingt nötig sind um natürliche Liebes- und Respektäußerungen zu verstehen. das Hand- und Fußküssen lehnen meist diejenigen ab, welcher Allah als Wesen mit Händen und/oder Füßen interpretieren, und alsdann gegenüber diesem erfunden Wesen sadjdah (Niederwerfung) machen, was schirk ist, auch wenn es äußerlich nicht so aussieht. Um diesen eigenen, versteckten schirk vor sich selbst weiterhin versteckt zu halten, lehnen sie das Küssen von Händen und Füßen bei den geschaffenen Wesen als schirk ab. Auf dieser Leugnung der Auliaa’ usf. finden bleiben Seelen wie Vögel auf Pech kleben. Natürlich sammeln sich um die Auliaa’ auch die Unfähigen, Unwissenden mit all ihren Fehlern, und so ist dort wie überall auch Übertreibung zu finden oder manche mögen in Zustände geraten, wo sie nicht recht wissen was sie tun. Muhammad Abu Bakr Mueller. 1428 / 2007

Nachstehend eine kleine Sammlung von Hinweisen aus Hadiithen, welche zeigt, dass Hände und Füße Küssen vollkommen in Ordnung ist; entnommen aus einem Chat bei www.ahlu-sunnah.de 1428 / 2007

972 – Ibn Umar sagte: „……. Der Prophet kam zum Fadjr Gebet und wir sagten: „Wir sind diejenigen die geflohen sind.“ Wir küssten seine Hand. Er sagte: „Ich bin euer Führer dem ihr euch angeschlossen habt.“

973 – Abdurrahman b. Razin sagte: Wir kamen an Ar-Rabdha vorbei und man sagte uns: „Da ist Salama b. al-Akwa.“ Wir gingen zu ihm und grüßten ihn. Dann hat er seine Hände ausgestreckt und sagte: „Mit diesen Händen habe ich dem Propheten s.a.w. den Treueeid geleistet.“ Er streckte seine Handfläche aus – welche so groß war wie die eines Kamels – und wir standen auf und küssten sie.“

974 – Thabit sagte zu Anas: „Hast du den Propheten s.a.w. mit deinen Händen angefasst?“ Er sagte: „Ja.“ Alsdann küsste Er (Thabit) sie.

975 – Al Wazi b. Amr sagt: „Wir kamen und man sagte uns: „Dies ist der Gesandte Allahs.“ Wir nahmen seine Hände und Füße und küssten sie.“

976 – [Athar 224] Suhayb sagte: „Ich sah Ali die Hände und Füße von seinem Onkel Abbas küssen.“

Al-Adab al-Mufrad von Imam Buhari Seite 194: Imam Buhari erwähnt es in seinem Buch al-Adab al-Mufrad, worin er die Anstandsregeln der Sahaba und Tabiin und Tebe Tabiin erwähnt. Er erwähnt es unter dem Kapitel: „Das Küssen der Hände“ – daraus sehen wir, dass dies eigentlich gar nicht so „fremd“ ist und zu der Adab gehört.

976 – [Athar 224] Suhayb sagte: „Ich sah Ali die Hände und Füße von seinem Onkel Abbas küssen.“

Bint al-Wazza’ sagte mein Vater sagte: Als wir nach Medina kamen wir stiegen eilig aus unseren Reittieren aus und gingen zum Propheten und sagte dabei und wir kamen zu ihm näher und küssen ihn die Hand.(3)

In einem langen Hadith sagte der Prophet: warum wolltet ihr kein Muslime werden …(4)

Sufyan ibn ‘unayha sagte: Das Küssen von der Hand eines Gerechten Imam ist eine Sunna. (5)

Ibn Ja’dan sagte zu dem Sahabi Anas ibn Malik: hast du die Hand des Gesandten Allahs, die Hand vom al ‘Abaas“ küsste, und zu ihm sagte, O Onkel sei Zufrieden mit mir.(7)

Ibn Hajjar sagt im Kommentar zum Sahih al Bukhari , Al Imam an-Nawawi sagte: Über das Küssen der Hand eines Mannes weil er ein Asket oder ein frommer oder Gelehrter oder Sharif oder so was in der art ist, wird nicht gesagt, dass es Unbeliebt ist sondern es ist Empfehlenswert . (8)

(1) Imam Bayhaqi, Shu’ab al Iman
(2) Imam Bayhaqi, Shu’ab al Iman
(3) Sunan Abi Dawud Kapitel von Handkuss
(4) Musnad al Imam Ahmad in Musnad al Kufiyyin / al Hakim in Al Mustadraq Kapitel über Iman
(5) Zadan ibn Al Muqri, Ar-rukhsa fi taqbili al yad
(6 )ibid.
(7) ibid.
(8) Ibn Hajra al Askalani , Fath al Bari, Kapitel das Nehmen von Händen.

Fataawa al-Imaam An-Nawawi, Seite 71: Es ist empholen (mustahab) die Hände von rechtschaffenen Leuten und den großen Gelehrten zu küssen, und es ist verpönt (makruh) die Hand von jemanden anderem zu küssen. Die Hand von einem bartlosen Mann soll unter keinem Umständen geküsst werden. Wenn eine Person die Hand einer anderen Person küssen möchte, aufgrund seiner Askese, Rechtschaffenheit, Wissen, Stellung oder Sittsamkeit, oder einem anderen Grund der mit der Praktizierung der Religion zu tun hat, so ist dieses nicht verpönt (makruh). In diesen Fällen ist es empfohlen (mustahab), weil Abu Ubayda die Hand von Umar (möge Allah mit ihnen beiden zufrieden sein) küsste. Aber wenn dieses aufgrund des Reichtums, Besitz, hohen Rank oder Status einer Person in den Augen der Leute des Diesseits ist, und so weiter, dann ist es sehr verpönt (makruh); Al-Mutawalli, sagte dies ist nicht zulässig und er verwies darauf das verboten (haraam) ist.

Es ist überliefert in Sunan Abi Dawud, dass Zaari ( Möge Allah mit ihm zufrieden sein), welcher unter der Delegation von Abd Qays war, sagte: Wir begannen uns vorzubereiten von unseren Haudahs und wir küssten die Hände und Füße des Propheten.

Fataawa al-Imaam An-Nawawi, Taliq al-Hadjaar (s. 71): Es ist die absolute sunna Hände küssen, auch Füße .

Ibn Abidin [rahimuAllah] sagt in Reddul Muhtar [5:244-246]: „Es liegt kein Schaden darin, die Hand der Gelehrten und Evliya zu küssen um dadurch Segen zu erhalten, und es ist Sunna. Den Kopf der Gelehrten und Evliya zu küssen ist besser. Die Hand eines Freundes beim Treffen [bei der Begrüßung] zu küssen ist makruh nach idjma. Das Küssen des Bodens vor den Ulema oder den Würdenträgern ist verboten [Haram], und beide, der es tut und der, der es zulässt, begehen eine Sünde, da dies den [Handlungen der] Muschrik ähnelt.

Mawlana Ibrahim Dehlwa: Die Religion fühlt sich „schwer“ an, weil sie Haq [Wahrheit] ist. Batil [Unwahrheit] hat kein Gewicht.

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Chat – Ausschnitte zum Thema aus www.ahlu-sunnah.de

Die La Mahhab-Sekten die ja versuchen den Islam von innher zu zerstören haben Schriften in denen sie schreiben das niemand die Hand des Nebi s.w.s. geküßt hat und das Er nie als erster vorrausgegangen wär wenn Er mit einer Gruppe von Muslimen unterwegs war . Alles Lüge und Fitna . In Sufi-Tariqa ist es ganz üblich dem Shaykh und auch manchen seiner Khafifas und seiner Familie die Hand zu küssen . Glaubt jemand das es unislamisch war Abu Bakr r. die Hand zu küssen ? Auch für Gelehrte und Islamische Lehrer kann man es machen. Das Gift der La Mahhab -Sekten ist tief in die Herzen der Muslime gedrungen.

Alle die hier gepostet haben Al Hamdulilh haben gute Dinge getan die Zweifer waren von Shaytan .Allah huma hilf uns nur gutes zu tun um DIR näher zu kommen .

Was sollte da in Richtung Schirk gehen? Wenn ich während der Liebelei meine Frau berühre, sie liebe und in dem moment eigentlich nur an sie denke, ist das dann wohl auch Schirk? Ist die Ehrerbietung eine Ibadet? Wo habt ihr jemals gesehen, dass Menschen einen Gelehrten angebetet haben? Richtig Ibadah gemacht haben? Also ich bitte euch Brüder, man sollte das Wort Schirk nicht so einfach in den Mund nehmen. Wieso liebt man denn diese Gelehrten? Wieso küsst man ihnen die Hände? Weil ihre Hände so schön sind oder doch eher wegen ihrem Wissen? Und wieso lieben sie die Menschen wegen dem Wissen? Weil sie nämlich Allah lieben. Die Liebe zu dem religiösen Wissen und die Liebe zu den Gelehrten Menschen spiegelt die Liebe die man zu Allah hat, da man diese Menschen nicht liebt weil sie schöne Hände haben und deswegen die Hände küssen will. Ich würde dann da eher darauf tendieren, dass der Geschlechtsakt mit der eigenen Frau in Richtung Schirk gehen kann… Das Händküssen ist in dieser Zeit fast nur noch in Tariqas zu finden . Der Grund ist das Wahabitische (La Madhhab) Einflüsse die Umat Welweit unterwandert haben deswegenversuchen wir das hier für uns und für jeden der an der Sache interesse hat zu klären.

Quelle : Islam.at

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